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Die Katze lässt das Mausen nicht
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Vor Micky Maus gab's im Trickfilm fast nur Katzencharaktere


Walt Disney hatte ein Problem! Mit seinem Trickfilm-Team produzierte er Mitte der 1920er-Jahre Kurzfilme mit dem schlauen Hasen Oswald the Lucky Rabbit, die ziemlich erfolgreich waren. Aber obwohl Disney die Figur selber geschaffen hatte, verhedderte er sich im Dickicht der Verträge. Die Figur gehörte nämlich nicht ihm, sondern seinem Vertragspartner, einem Filmverleiher – und der nahm ihm Oswald den Glückshasen weg. Doch Disney ließ sich nicht entmutigen. Sein neuer Star sollte eine Maus werden. Das war damals etwas Neues, hatten im stummen Trickfilm doch eher Katzencharaktere den Ton angegeben. Aber das änderte sich in der letzten März-Woche des Jahres 1928 mit dem ersten Micky-Maus-Stummfilm "Plane Crazy" nachhaltig.

Walt Disney wollte seine Cartoon-Maus Mortimer nennen, doch seine Frau hatte einen besseren Einfall: Micky! Disney besprach die ersten Skizzen seiner neuen Schöpfung mit Ub Iwerks, seinem besten Trickzeichner. Der schmunzelte: "Die sieht ja genauso aus wie du!" Tatsächlich hatte Walt Disney, als er die Maus zu Papier brachte, unwillkürlich seinen eigenen Gesichtsausdruck im Spiegel kontrolliert. Zunächst sah Micky allerdings noch eher wie Hase Oswald mit kürzeren Ohren und längerem Schwanz aus, nach und nach wurde er dann aber immer mausiger. Während Walt Disney die Idee lieferte, war Iwerks für das endgültige Äußere der Figur verantwortlich.

oswald

Walt Disney (1901-1966), der "Vater" von Micky Maus, war 1923 nach Los Angeles gezogen, hatte sein Trickfilmstudio gegründet und hörte bereits 1926 weitgehend auf selbst zu zeichnen. In „Walt Disney: Sein Leben – Seine Kunst" schreibt Christopher Finch: "Disney selbst war kein großer Zeichner. Er hat es auch nie behauptet. Stets wies er als Erster darauf hin, dass er seit etwa 1926 keine einzige Zeichnung mehr zu seinen Trickfilmen gemacht habe. Disneys Sache waren die Ideen – er entwickelte sie und brachte sie erfolgreich zur Ausführung."

Walt Disney hat betont, Micky sehe aus wie er aussieht, weil er möglichst einfach zu zeichnen sein musste. Ist diese Schlichtheit auch das Geheimnis von Mickys Erfolg? "Micky Maus-Magazin"-Redakteur Philip Schwedhelm: "Tja, 80 Jahre schlicht, aber nicht schlecht dabei, oder? Da muss also etwas dran sein." 


Special vom: 16.11.2008
Autor dieses Specials: Ehapa
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