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Das Phänomen Micky Maus - Vom Kino zum Comic
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Zuerst trat Micky Maus ausschließlich in Cartoons, also für das Kino produzierten Trickfilmen auf. Der Stummfilm "Plane Crazy", den Walt Disneys Zeichner Ub Iwerks Anfang 1928 quasi im Alleingang mit bis zu 700 Zeichnungen pro Tag angefertigt haben soll, markierte seinen ersten Auftritt. Der große Durchbruch kam aber erst einige Monate später mit dem ersten Micky-Maus-Tonfilm "Steamboat Willie". Er wurde am 18. November 1928 im New Yorker Colony Theatre uraufgeführt. Nach großen Filmerfolgen in den 1920er-und 1930er-Jahren liefen Micky im Kino aber bald Figuren den Rang ab, die ursprünglich nur Nebencharaktere waren zum Beispiel Donald Duck. Ab den 1940er-Jahren kamen deshalb nur noch wenige Filme mit Micky in der Hauptrolle in die Kinos.

Mickys Erfolg auf der Leinwand ließ ihn aber schnell auch gedruckte Abenteuer erleben. Sie wurden schließlich zu seinem "Hauptbetätigungsfeld". Comic-Hefte waren in der späteren Form in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts noch nicht üblich. Comics wurden hauptsächlich über die Tageszeitungen und Zeitschriften verbreitet und waren fast immer in Stripform angelegt. Bereits am 13. Januar 1930 (also gut zwei Jahre nach seinem ersten Auftritt im Film) wurde der erste Micky-Maus-Comicstrip in amerikanischen Zeitungen veröffentlicht. Die Geschichte war eine etwas ausgeweitete Version des Trickfilms "Plane Crazy", zunächst noch von Disney getextet und von Iwerks gezeichnet.

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Ab dem 5. Mai 1930 zeichnete die Micky-Strips dann bis in die 1970erJahre hinein Floyd Gottfredson. Den Stil früher Heftcomic-Mausgeschichten prägte in den 1950er-und 1960er-Jahren Paul Murry.

Mickys Comic-Auftritte fanden in den USA zunächst viele Jahre lang in Form von Comicstrips statt. Eine Tradition, die sich in Deutschland kaum durchsetzte. Lediglich in den 1930er-Jahren gab es vereinzelt Abdrucke der Strips in den Zeitungen. Deswegen erschienen viele von Mickys Abenteuern hierzulande nicht in der Presse, sondern erst viel später als gesammelte Nachdrucke in Büchern oder Heften. Das erste "Micky Maus"Heft des Egmont Ehapa Verlages erschien 1951. Als erstes deutschsprachiges Magazin mit Micky erschien 1936/1937 in der Schweiz die "Micky Maus-Zeitung". Nach dem Vorbild der englischen Ausgabe veröffentlichte der Bollmann Verlag davon insgesamt 18 Ausgaben.

Somit ist Micky also ursprünglich ein Filmcharakter, der dann zur Comicfigur wurde. Welche Rolle spielen Figuren aus Disney-Filmen heute im "Micky Maus-Magazin"? Redakteurin Kathleen Jurke: "Ihre Bedeutung hat enorm zugenommen. Mit Filmfiguren wie Nemo, Kim Possible und Remy identifizieren sich unsere Kids. Natürlich gibt es zu allen Disney-Charakteren im Magazin und auch online redaktionelle Berichterstattung, Riesenposter und Comic-Highlights." 


Special vom: 16.11.2008
Autor dieses Specials: Ehapa
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