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Comic-Besprechung - Fantastic Four: Tödlicher Kreislauf

Geschichten:

Fantastic Four: Tödlicher Kreislauf (Fantastic Four: Full Circle)
Autor / Zeichner: Alex Ross, Colorist: Alex Ross, Josh Johnson



Story:

Ein geheimnisvoller Mann gelangt trotz aller Alarmsysteme in das Baxter  Building. Reed und Ben staunen nicht schlecht als sie ihn als denjenigen erkennen der vor einiger Zeit mal die Identität vom Ding angenommen hatte und vermeintlich in der Negativzone  gestorben war. Doch bevor die beiden das Rätsel lösen können, werden die Fantastic Four angegriffen. Nach dem Sieg entschliessen sich die vier Helden in die Negativzone zu reisen, um das Rätsel zu lösen.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Ein ganzer Band der vom Zeichnersuperstar Alex Ross stammt ist ein Ereignis. Was vor allem daran liegt, das es recht wenig vorkommt. Ross ist zwar viel beschäftigt und seine mehr als naturalistischen Zeichnungen haben ihn zu einem Star gemacht. Aber  gerade sein extrem naturalistischer Stil ist dabei auch sehr zeitaufwendig, weswegen Ross sich meistens auf Cover beschränkt oder auf einzelne Hefte innerhalb einer (Mini-) Serie wie Masks. Ganze abgeschlossene Bände sind dann eher sein Ding, kommen aber wie gesagt nicht allzu häufig vor. Umso größer ist dann die Freude wenn einem ein solcher in die Finger kommt.

Es zeugt auch schon vom Respekt gegenüber dem Künstler wenn Marvel den Band Fantastic Four: Tödlicher Kreislauf unter dem Signum Marvel-Arts veröffentlicht und damit direkt den künstlerischen Anspruch verdeutlicht. Dabei ist man zunächst etwas verwundert, dass der hyper-realistische Stil bei den Figuren hier eher eingeschränkt vorkommt. Ja, sie sind realistisch, aber längst nicht so lebendig wie bei anderen Werken. Dafür ist Sue Richards hier schon etwas reifer gestaltet und tritt nicht als junges Püppchen auf. Was auch dazu führt das sie selten so schön wie hier portraitiert worden ist. Muss man also bei den Figurenzeichnungen leichte, ganz leichte, Abstriche machen so faszinierend ist der Rest des Bandes. Ross spielt nicht nur mit dem Seitenaufbau und den Panelgrenzen, um damit zu verdeutlichen wie sehr die Realität aus den Fugen gerät. Nicht nur durch die Action welche in den Alltag hineinbricht, sondern auch wortwörtlich indem diese Realität verlassen wird. Wenn die Fantastic Four in das Negativ-Universum reisen kann man sich an den Bildern kaum sattsehen. Hier lässt Ross seiner Phantasie freien Raum und es wirkt nahezu psychedelisch. Insofern ist es aber auch eine deutliche Hommage an die frühen Geschichten von Stan Lee und Jack  Kirby. Denn gerade in den 1960ern wurde es in manchen Serien manchmal psychedelisch. Nicht nur bei den Fantastic Four und vor allem bei Dr. Strange, sondern auch bei Nick Fury. Ross liefert zeichnerisch eine Hommage was auch die Figurenzeichnungen erklärt, kopiert aber nicht, sondern liefert auch eine eigenständige Geschichte und erzählt nichts nach. Und wenn man liest, dass hier Rückgriffe auf die 1960er vorgenommen werden, befürchtet man schon esoterische Auswüchse. Und in der Tat kommt das auf der letzten Seite etwas vor, wird aber sehr ironisch ausgebremst.

Im Grunde stellt dieser Band die Quintessenz dessen dar was die Fantastic Four ausmacht. Ebenso wie andere Werke von Alex Ross immer den Kern einiger Helden wie Superman, Batman, Wonder Woman und vieler anderer herausgearbeitet hat. In einer stringenten Geschichte wird die Helden-Familie angegriffen. Hier ist schon der Kernpunkt der Familie und deren innerer Dynamik hergestellt. Als die Bedrohung abgewehrt ist, werden sie neugierig und reisen in ein anderes Universum wo sie Freund und Feind treffen. Im Grunde ist die Gruppe immer Forscher und Entdecker geblieben, machen dabei aber auch Fehler.

Wer nur einmal einen Band der Fantastic Four sein eigen besitzen will, weil man als Comic-Fan einen von denen haben muss, ist hier goldrichtig. Fans von Alex Ross natürlich auch und für Fans der Fantastischen Vier ist der Band ein absoluter Pflichtkauf.



Fazit:

Ein Pflichtkauf. Ross liefert inhaltich wie zeichnerisch durchaus eine Hommage an die Geschichten aus den 1960ern, bleibt dabei aber eigenständig und dringt zu der Quintessenz der Fantastic Four vor. Und Sue Richards sah selten so schön aus wie hier.



Fantastic Four: Tödlicher Kreislauf - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Fantastic Four: Tödlicher Kreislauf

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 25,00

ISBN 10:
3741629103

ISBN 13:
‎ 978-3741629105

68 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Hommage und dennoch eigenständig
  • psychedelische Anwandlungen ohne Esoterik
  • Ironie und Action
  • Quintessenz der Helden
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 04.12.2022
Kategorie: Die Fantastischen Vier
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