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Comic-Besprechung - Spider-Woman 2: Blinde Wut

Geschichten:

Spider-Woman 2: Blinde Wut (Spider-Woman 6-10)
Autor: Karla Pacheco, Zeichner / Inker: Pere Perez, Colorist: Frank D`Armata



Story:

Spider-Woman hat durch ein Serum zwar ihre Kräfte verstärkt, doch macht dieses sie auch wütend und unberechenbar. Dazu kommt noch die Verzweiflung, da Jessica weiß das dieses Serum sie umbringen wird. Zusammen mit Captain Marvel sucht sie den High Evolutionary, da nur dieser sie retten kann. In ihrer Wut vergrault Jessica aber ihre Freunde und verbündet sich sogar mit ihrer neuen Erzfeindin Octavia Vermis.



Meinung:

Nach der hervorragenden letzten Solo-Serie von Spider-Woman war der erste Band der neuen Reihe eine herbe Enttäuschung. Natürlich waren die Erwartungen hoch gesteckt und die erste Hälfte der Ausgabe hatte diese auch erfüllt. Jessica Drew besaß nicht nur ein neues Kostüm, sondern wurde auch schwer krank und brauchte ein Heilmittel. Dramatischer Stoff also, der aber weitgehend ignorierte was im Falle ihres Todes aus ihrem Kind werden würde. Viel zu schnell wurde allzu viel in den Band gepackt und er wurde dann viel zu sehr überfrachtet. Ein bis dato nicht bekannter Bruder und eine Nichte tauchten auf, Dinosaurier, Klone ihrer Mutter und eine neue Erzfeindin und, und, und. Allein schon die beiden Wörter „Klone“ und „Spider“ lösen Abwehr-Reflexe aus, da es ja an die unsägliche Klonsaga mit Spider-Man erinnert.

Immerhin gab es genügend spannende Elemente, um Spider-Woman mit der neuen Serie noch eine Chance zu geben.  Und man tut recht daran, denn der zweite Band ist um Längen besser als der erste. Vor allem wird er gradliniger erzählt und verstrickt sich nicht in Elementen die eigentlich überflüssig sind. Es werden auch kaum noch mehr Sachen hineingepackt, sondern rein die aus dem ersten Band weiterverfolgt. Dieser hatte schon genug Rückgriffe auf die Comic-Historie der Figur genommen. Hier ist es also nun konzentrierter, wenngleich zeichnerisch etwas übertrieben. Wenn Jessica einen Anfall bekommt, sabbert sie und der Rotz läuft ihr aus der Nase. Das erinnert an die Übertreibungen der 1990er Jahre wo es zum Klischee gehörte dass bei den Mündern von schreienden Schurken sich Speichelfäden von Zähnen zu Zähnen zogen. Das ergibt einige Abzüge in der Haltungsnote.

Ansonsten sind die Zeichnungen sehr dynamisch und durchbrechen oft auch die klassische Seitenaufteilung, was auch das Chaos nicht nur der Kämpfe, sondern auch des Inneren von Jessica versinnbildlicht. 

Es wird schließlich sehr dramatisch. Spider-Woman weiß dass ihr das verabreichte Serum mehr Kraft verleiht, sie aber auch umbringen wird. Zudem macht es sie aggressiv und unberechenbar. So wird ihre Verzweiflung auch dazu führen das sie noch aggressiver wird und rund um sich schlägt. Nicht nur physisch, sondern auch psychisch, was dann auch viele trifft die ihr helfen wollen. Damit werden Freundschaften riskiert. Jeder fürchtet um Spider-Womans Leben, aber ihr Verhalten vertreibt sie. Neben der Action gibt es also auch Drama und die Spannung liegt auf allen Ebenen vor. Zudem gibt es durchaus noch etwas Witz. Vor allem in den klaren Momenten der Heldin gibt es manchen schönen Schlagabtausch bis die Wut wieder hervorbricht. Hier besinnt sich Marvel wieder auf seine Stärken, nämlich Helden und ihre Probleme.

Aber ach, es gibt auch wieder ein Tie-In zu den inflationären Events. Zum Glück ist es hier nur der Hintergrund für die eigentliche Mission von Jessica, weswegen man den Event-Charakter zum Glück vergessen kann. Bei den Anleihen zu der Historie der Figur wird aber eine gute Brücke geschlagen von Tradition und Moderne und die Figur wird nie aus den Augen verloren.
Insgesamt liegt ein guter Band vor der neugierig darauf macht wohin die Reise gehen wird und worauf der Fokus gelegt werden wird.



Fazit:

Trotz mancher zeichnerischen Übertreibungen und einem Event-Tie-In ist der zweite Band deutlich besser als der erste vom Neustart. Dramatisch, actionreich, gradlinig erzählt und dennoch mit Witz angereichert, ist man neugierig wie es mit der Heldin weitergehen mag.



Spider-Woman 2: Blinde Wut - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spider-Woman 2: Blinde Wut

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 15,00

ISBN 10:
3741623687

ISBN 13:
978-3741623684

120 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Action, Spannung, Dramatik
  • Wortwitz
  • gradliniger erzählt
Negativ aufgefallen
  • zeichnerische Übertreibungen
  • Event Tie-In
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Rezension vom: 01.12.2021
Kategorie: Hefte
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