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Comic-Besprechung - The Rocketeer – Neue Edition

Geschichten:
Text und Zeichnungen: Dave Stevens
Farben: Laura Martin


Story:
Cliff Secord ist Pilot. Er entdeckt die Pläne zu einem Prototyp einer Rakete, die von zwei Gangstern auf der Flucht unter dem Sitz seines Flugzeugs versteckt wurden. Nach ein paar Anpassungen verwirklicht Cliff den Traum eines jeden Menschen: fliegen zu können. Nur leider geht eben nicht immer alles so einfach wie geplant. Während einer Flugschau gelingt es ihm, einem in Not geratenen Piloten das Leben zu retten und zieht damit alle Blicke auf sich, von den neugierigsten bis zu den bösartigsten.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Zehn Jahre nach der ersten Gesamtausgabe legt Cross Cult mit „The Rocketeer - Alle Abenteuer einem Band“ das Buch von 2010 neu auf. Und in der Tat handelt es sich um eine identische Ausgabe. Der Innenteil bietet selbstverständlich den kompletten Comic, die selbe Einleitung des Übersetzers Christian Langhagen, das identische Nachwort von Christan Endres sowie alle Illustrationen der Ausgabe von 2010. Mit anderen Worten: Wer sich den band bereits von zehn Jahren zugelegt hat, kann sich entspannen, denn der Unterschied vom gelben zum roten Hardcover rechtfertigt meiner Meinung nach noch keinen Kauf.
Sollte es aber da draußen noch jemanden geben, der „The Rocketeer“ nicht in seinem Schrank stehen hat, oder gar noch nie von ihm gehört hat, den schicke ich hiermit los zum nächsten Comicdealer.
Denn „The Rocketeer“ ist eine der einflussreichsten Graphic Novels. Und sie macht uns zwei Dinge klar: Erstens Dave Stevens ist tot, und zweitens er hat nicht sehr viele Comics produziert, als er noch lebte. Als zeitgemäßes Pulp-Action-Abenteuer der 1980er-Jahre ist „The Rocketeer“ erstaunlich, und das Artwork ist atemberaubend. Bei den Comics handelt es sich wirklich um einen der großen versteckten Edelsteine der unabhängigen Szene der 80er Jahre. Vielleicht sogar etwas zu gut versteckt, denn ich stieß, trotz Comicbegeisterung, erst sehr spät auf den Helden. 
Kritisiert wird an den Geschichten oft der Mangel an Story. Das Problem ist, dass die vorliegende Sammlung all die verschiedenen Rocketeer-Strips in einem einzigen gebundenen Band zusammenfasst und sie deshalb teilweise in den falschen Kontext stellt – nämlich als den einer einheitlichen Graphic Novel. Tatsache ist aber, dass der Comic in einer Vielzahl von Sammelbänden bei verschiedenen Verlagen erschienen, mit einem unglaublich ungleichmäßigen und inkonsistenten Veröffentlichungsplan. Unter diesen Bedingungen konnte Stevens nicht wissen, ob das „nächste“ Kapitel nach einer bestimmten Ausgabe überhaupt gedruckt werden würde, und er musste davon ausgehen, dass ein bestimmtes Kapitel das erste war, das ein einzelner Leser zu Gesicht bekommen hatte. Daher musste er die Erzählung so einfach wie möglich halten und alles in die Kunst und das Gefühl des Abenteuers stecken, was er auch tat.
The Rocketeer endet abrupt, und es ist offensichtlich, dass Stevens noch mehr Geschichten zu erzählen hatte. 
Selbstverständlich entspricht auch Betty nicht den heutigen Vorstellungen einer Frau, sondern eher den feuchten Träumen von nerdigen Comicfans, die im Keller wohnen und sich nur zum Pizzakaufen auf Tageslicht einlassen. Und ja, hier könnte man eine lange Diskussion über Sexismus im Comic führen. Aber: Stevens erzählt uns ein Abenteuer als Persiflage auf die 1930-/1040er Jahre. Der Künstler wollte sich hier keine feuchten Träume erschaffen, sondern eine Bettie Page im Comic zum Leben erwecken. Das ist ihm vortrefflich gelungen.



Fazit:
Eine brillante Hommage an die 30er und 40er Jahre; die alten Pulp-Comics und an Bettie Page. Es ist ein zeitgemäßer Comic, der seiner Zeit treu bleibt. Wenn ihr also Werke nicht ausstehen könnt, die eure modernen Ansichten und Einstellungen nicht widerspiegeln, würde ich empfehlen, die Finger davon zu lassen. Ansonsten ist dies einer der Höhepunkte des 20. Jahrhunderts, eine liebevolle (aber nicht unkritische) Hommage an das, was vorher war.



The Rocketeer – Neue Edition - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Rocketeer – Neue Edition

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 35

ISBN 13:
978-3-96658-392-3

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Redaktionelles Material
  • Artwork
  • Hommage
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 29.01.2021
Kategorie: Alben
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