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Comic-Besprechung - Harley Quinn und die Birds of Prey Anthologie

Geschichten:
Harley Quinn und die Birds of Prey Anthologie - Alles über die berühmten Heldinnen
Höllische Pläne
(Black Canary/Oracle: Birds of Prey 1
Autor: Chuck Dixon, Zeichner: Gary Frank, Inker: John Dell

Cosa Nostra 1, 2
(Nightwing and Huntress 1, 2)
Autor: Devin Grayson, Zeichner: Greg Land, Inker: Bill Sienkiewicz

Niemandsland: Das Cainsmal 1, 2 (Batman 567, Detective Comics 734)
Autor: Kelley Puckett, Zeichner: Damion Scott, Inker: John Floyd

In Erfüllung der Pflicht 1, 2
(Gotham Central 1, 2)
Autor: Ed Brubaker, Greg Rucka, Zeichner: Michael Lark

Black Canary in Code Black
(Secret Origins 11)
Autor: Christy Marx, Zeichner: Rick Burchett

Die Herkunft von Harley Quinn
(Secret Origins 2)
Autor: Amanda Conner, Jimmy Palmiotti, Zeichner: Stéphane Roux

Alles nur Einbildung
(Harley Quinn Annual 1)
Autor: Amanda Conner, Jimmy Palmiotti, Zeichner:  John Timms, Stjepan Sejic, Joe Quinones, Ben Caldwell, Kelley Jones

Batgirl und die Birds of Prey: Rebirth (Batgirl and the Birds of Prey: Rebirth 1)
Autor: Julie Benson, Shawna Benson, Zeichner: Claire Roe

Blackbird 1-3 (Batgirl and the Birds of Prey 8-10)
Autor: Julie Benson, Shawna Benson, Zeichner: Roge Antonio



Story:
Das ehemalige Batgirl Barbara Gordon ist mittlerweile an den Rollstuhl gefesselt und unterstützt als Oracle die Helden mit Informationen. Als sie einer Terrorgruppe auf die Spur kommt, braucht sie allerdings Hilfe und rekrutiert Black Canary. Das ist die Geburtsstunde der Birds of Prey. Zeitweise gehören der Truppe auch Huntress, das neue Batgirl und die Polizistin Renee Montoya an. Vor allem aber macht die ehemalige Geliebte des Jokers Harley Quinn eine Wandlung zur Anti-Heldin durch und unterstützt ebenso wie die Freunde bzw. Ex-Freunde der Heldinnen wie Green Arrow und Nightwing die schlagkräftige Frauengruppe.


Meinung:
Angesichts des Kinostarts der Birds of Prey ist es kein Wunder das noch einige Comics der Raubvögel veröffentlicht werden, damit die neugierig gewordenen Kinogänger auch dementsprechendes Lesefutter aufklauben können. Neben einigen Bänden welche die einzelnen Mitglieder der Truppe beleuchten, gibt es auch einen voluminösen Anthologieband der in Deutschland exklusiv erscheint. Sprich: die Auswahl der Storys und das Format liegt in der Form nur hier vor und nicht im englischsprachigen Raum.

Dabei ist die Zusammenstellung leider nicht sonderlich geglückt. Man richtet sich an den anderen Anthologiebänden aus wie etwa zu Batman, Flash, Aquaman, etc. und dementsprechend gibt es auch hier wieder einige Who is who. Natürlich betrifft das in erster Linie die Heldinnen, aber auch einige Schurken. Und das verwirrt etwas. Denn die hier vorgestellten Bösewichter tauchen in den abgedruckten Geschichten überhaupt nicht auf. Dazu sollte man wissen, dass Black Mask und Mr. Zsasz die Schurken im Film sind. Aber wenn man nur die Geschichten liest, verwirrt das etwas. Manches läuft hier also in die Leere, was ein Grundproblem des Bandes ist. Da helfen die Hintergrundartikel zu den einzelnen Geschichten, um sie einordnen zu können.

Was am schwersten wiegt ist die Tatsache, dass hier sehr wenige Geschichten der eigentlichen Serie Birds of Prey veröffentlicht werden, was angesichts des Titels und des Anspruchs mehr als überrascht. Vielmehr sind Solo-Abenteuer der einzelnen Mitglieder zu lesen bzw. deren Auftritte in anderen Serien, was aber dadurch keinen Einblick in die Gruppendynamik zulässt und was nun eigentlich das Team ausmacht und bei den Lesern beliebt macht.

Die erste Geschichte ist logisch, da sie die erste Zusammenarbeit zwischen Oracle und Black Canary erzählt, also die Gründung der Birds of Prey. Sie ist spannend, hervorragend gezeichnet und durchaus komplex, also eines Superheldenkrimis würdig. Nach einem gelungenen Auftakt, fallen die nächsten zwei Kapitel über Huntress ab, denn die hier angerissene Geschichte wird nicht zu Ende erzählt. Wer das damals bei Dino erschienene Sonderheft kennt, weiß das Huntress hier einige bittere Lektionen lernen muss. Aber als Charakteristikum dient es durchaus mit ihrer Einstellung und Methoden vertraut zu werden. Nur führt es nirgendwohin und ist unbefriedigend. Auch die zwei Hefte die zur Zeit des Niemandslandes spielen und Cassandra Cain, aka Orphan aka Batgirl, beleuchten hängen so in der Luft, geben aber immerhin Aufschluss über ihre tragische Vergangenheit.

Die Auswahl zweier US-Hefte von Gotham Central überrascht ziemlich. Es ist eine grandiose Serie welche den beruflichen Alltag der Gothamer Polizei im Schatten von Superschurken und Batman beleuchtet. Aber was haben die hier zu suchen? Weil die Polizistin Renee Montoya ab und an durchs Bild läuft die auch im Film eine Rolle spielt. Die aufgebarbeiteten Secret Origins von Black Canary und Harley Quinn ergeben hier durchaus Sinn, um die Kinogänger, an die sich der Band zunehmend richtet, mit deren Vergangenheit vertraut zu machen. So ist das hier abgedruckte Heft von Harley Quinn auch eines der besten in der Anthologie und zeigt wie schräg die Serie sein kann und wie man mit den Inhalten spielt.

Die letzten vier US-Hefte stammen nun tatsächlich aus der Reihe Birds of Prey. Lange hat es gedauert. Es gibt die erste Nummer aus der Rebirth-Ära welches durchaus spannend und dynamisch ist, aber auch wieder zu keinem Abschluss führt. Um das auszugleichen geben die letzten drei Kapitel eine in sich abgeschlossene Geschichte und nur damit ist die Teamserie wirklich präsent. Und mehr als unterhaltsam ist die Geschichte nicht, aber zeigt immerhin die Vergangenheit der Protagonisten auf. Von der Konzeption her ist der Band mehr als durchwachsen und vieles dürften DC-Fans schon kennen, denn Erstveröffentlichungen sind hier Mangelware. Zum Reinschnuppern okay, aber nur bedingt empfehlenswert.


Fazit:
Durchwachsen. Die Konzeption richtet sich an die Kinozuschauer welche bislang noch keine Comics der Heldinnentruppe gelesen haben. Erstveröffentlichungen sind hier Mangelware und vieles läuft ins Leere. Nur für Neueinsteiger und Gelegenheitsleser geeignet.


Harley Quinn und die Birds of Prey Anthologie - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Harley Quinn und die Birds of Prey Anthologie

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 39,00

ISBN 10:
3741615722

ISBN 13:
978-3741615726

368 Seiten

Positiv aufgefallen
  • einige interessante Hintergründe
  • Frauen im Vordergrund
  • spannende Geschichten
Negativ aufgefallen
  • vieles läuft in die Leere
  • Auswahl der Geschichten nicht unmittelbar nachvollziehbar
  • durchwachsende Konzeption
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Rezension vom: 09.03.2020
Kategorie: Birds of Prey
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