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Comic-Besprechung - Wimbledon Green

Geschichten:
Autor und Zeichner: Seth

Story:
Er ist der größte Comicsammler der Welt, jedenfalls behauptet er das. Seine Konkurrenz ist da gar nicht so sicher und sie sind auch nicht sicher, woher Green überhaupt kommt. Denn auf einmal ist er aufgetaucht und hatte enorme Geldsummen zur Verfügung, mit denen er den Ankauf von besonderen Raritäten finanzierte und meistens seine Konkurrenz düpierte. Während seine Konkurrenz sich uneins ist, kann er auch die verrücktesten Sammlungen an sich bringen und das mit List und Tücke und einem weltweiten Netzwerk aus Spionen…

Meinung:
Nein, dies ist kein Comic, der sich mit Tennis beschäftigt, auch wenn der Titel darauf durchaus hinweisen könnte. Hier wird die Sammlerszene persifliert. Es soll sie geben, die Sammler, die jedes Heft in Mint haben, die die Hefte und Comics nicht einmal anfassen, da sie ja ansonsten den Mint-Status verlieren könnten. Die zwei Exemplare ihrer Comics kaufen, eines direkt in Folie einschweißen lassen und das zweite Exemplar lesen. Sind das nun nur Gerüchte? Wenn man sich manche Sammler anschaut, die auf Comicmessen ihr gerade erworbenes Comic in eine Plastikhülle stecken, die mit einem Pappkarton verstärkt ist, dann kann man durchaus zu der Überzeugung kommen, dass die Geschichten wahr sind. In den USA soll dies sogar noch deutlich extremer ausfallen.

Nun handelt „Wimbledon Green“ von einem ebensolchen Sammler, nein, sogar von einer gesamten Sammlerriege. Der Comic muss in einer Zeit entstanden sein, als das Sammeln wirklich noch eine Wertsteigerung versprach, oder aber Seth hat sich einfach diese Zeit zum Vorbild genommen. Denn sicherlich sind viele Träume mit der Spekulationsblase in den USA zerplatzt und viele Sammler sicher finanziell nicht mehr so potent wie einst. Doch das ist eigentlich auch schon nebensächlich.

Viel wichtiger ist, dass Seth eine durch und durch gelungene Persiflage auf das Sammlerwesen von Comicsammlern abgeliefert hat. Alles ist übergroß, sei es das Ego der dargestellten Sammler, die Beträge mit denen jongliert wird, oder die Geschichten, die sich um sie ranken. Da gibt es dann auch einen Sammler, der seine eigene Sammlung nur durch Lug und Trug zusammen bekommen hat. Und auch Wimbledon Green ist nicht gerade der Ehrlichsten einer. Das ist bisweilen lustig, dann wieder mit viel Kopfschütteln zu beobachten. Seth hat bei aller Persiflage eigentlich nur einen entscheidenden Fehler gemacht: Wimbledon Green ist keine Sympathiefigur und schon gar nicht seine Mitstreiter und so fällt es schwer sich mit den Protagonisten anzufreunden.

Sicherlich sind die Zeichnungen auch nichts für jedermann. Sehr kleine, Panels, dazu sehr klare Linien ohne viele Schnörkel und fast ohne Hintergründe sind heraus gekommen. Seth selbst gibt zu, dass er das Ganze sehr schnell und fast fieberhaft gezeichnet hat. Man sollte sich also hier keine überbordende Grafik erwarten, dann kann man nicht enttäuscht werden.

Fazit:
„Wimbledon Green“ ist eine gelungene Persiflage. Dass man mit der Hauptfigur nicht ganz warm wird ist ein vergleichsweise kleiner Makel. Und die nicht gerade überbordende Grafik ist verschmerzbar.

Wimbledon Green - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Wimbledon Green

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Edition 52

Preis:
€ 25,00

ISBN 13:
978-3-395229-61-6

128 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gelungene Persiflage
  • Spannende Geschichten
  • Sehr minimalistische Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Schwer warm zu werden mit Hauptcharakter
  • Sehr minimalistische Zeichnungen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
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Rezension vom: 06.06.2009
Kategorie: One Shots
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