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Comic-Besprechung - Call of the Night 1

Geschichten:

Call of the Night 1

Autor: Kotoyama

Zeichner: Kotoyama

Übersetzer: Anne Klink



Story:

Der 14-jährige Kou Yamori ist zwar ein guter Schüler, steckt aber mitten in der Pubertät und hat plötzlich kein Interesse mehr daran, zur Schule zu gehen. Stattdessen durchstreift er Nacht für Nacht die menschenleere Stadt, bis er auf ein Mädchen namens Nazuna Nanakusa trifft, die er zuerst einfach nur für sehr exzentrisch, aber cool hält. Doch Nazuna ist ein Vampir und saugt ihm das Blut aus! Jetzt wäre es wirklich cool, wenn er selbst zum Vampir würde - doch da stimmen die Legenden nicht ganz! Man muss schon in den Vampir verliebt sein, damit diese Verwandlung geschieht - und das macht Nazuna ihm nicht leicht.



Meinung:

Eine nette Serie des Autors Kotoyama, der hiermit zum ersten mal auf Deutsch veröffentlicht wird. Der Junge Kou steckt voll in der Entwicklungskrise, als kleiner Nerd hat er kaum Freunde, und die Mädchen in seiner Klasse sind offensichtlich schon weiter entwickelt als er, sodass er sich bei ihnen sehr unsicher fühlt. Dort kommt er mit seinem neuen Drang zum anderen Geschlecht nicht so recht weiter, und weist die Klassenkameradinnen eher forsch ab, statt sich ihnen anzunähern. Er versucht mit sich allein ins Reine zu kommen, und so landet er als selbstgewählter Einzelgänger schließlich ganz allein in der Nacht der Großstadt — und trifft doch wieder auf ein Mädchen. Aber durch das offensichtlich gemeinsame Interesse an einer zugegeben sehr ungewöhnlichen Aktivität wird nun auch seine Aufmerksamkeit für die Andere geweckt — und die ist ein Vampir. Jetzt auch zum Vampir zu werden würde sein derzeitiges Verhalten aufs Beste rechtfertigen, nur funktioniert das so leider nicht. Man muss verliebt in „seinen” Vampir sein, um sich selbst ebenfalls zu transformieren - doch die Vampirin ist ebenso gehemmt wie er: für sie ist das Blutsaugen vielleicht genauso erotisch wie für ihn, doch hauptsächlich ist es Nahrungsaufnahme, da Vampire von menschlichem Blut leben. Und verliebt zu sein empfindet sie im Gegenzug dazu als geradezu unschicklich, und macht es Kou somit auch nicht einfach, eine Verbindung zu ihr zu finden. So funktioniert also bei den Vampiren die „Geburtenkontrolle” — eine herrliche Idee. Die Darstellung der beiden eigentlich so unterschiedlichen Figuren zeigt, dass Teenager wirklich überall die gleichen Probleme haben.

Die Geschichte wird flüssig erzählt, und der Autor denkt sich stimmig in die Gefühlswelten von Jugendlichen ein. Der Band ist beinahe schon ein Kammerspiel mit nur zwei handelnden Charakteren — bis ein zweites Mädchen aus Kous Schule auftaucht, die in ihn verliebt ist. Jetzt wird es für Kou richtig kompliziert.

Tokyopop legt die Serie im kleinen Format in schwarz/weiß und im japanischen Stil auf, also von hinten nach vorn zu lesen. Die Zeichnungen sind mit feinem Strich angelegt und nicht übermäßig detailliert, doch es gibt häufige Perspektivwechsel, die Spannung und Dynamik erzeugen.

Während in Japan bereits elf Bände des Manga erschienen sind, gibt es dort seit Juli 2022 sechs Episoden einer Anime-Verfilmung.



Fazit:

Eine nette Serie über Teenager und Vampire, die sich gar nicht so unähnlich sind. Flüssig erzählt und angenehm zu lesen. Sollte man hineinschauen.



Call of the Night 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Call of the Night 1

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 7,50

ISBN 10:
3842079311

ISBN 13:
978-3842079311

192 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Nette Teenager-Geschichte über aufkommende Sexualität
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 12.10.2022
Kategorie: Mangas
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