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Comic-Besprechung - The Umbrella Academy präsentiert: You look like Death: Klaus - Eine wandelnde Leiche

Geschichten:

The Umbrella Academy präsentiert: You look like Death: Klaus - Eine wandelnde Leiche (You look like Death: Tales from the Umbrella Academy 1-6)
Autor: Gerard Way, Shaun Simon, Zeichner / Colorist: I.N.J. Culbard



Story:

Klaus, der Tote beschwören kann und zeitweise auch deren Talente annehmen kann, ist ein widerspenstiger Junge, der einzig an dem nächsten Kick interessiert ist. Was letztlich dazu führt, dass er aus der Umbrella Academy hinausgeworfen wird. Irgendwie landet Klaus in Los Angeles wo er einer alternden Schauspielerin auffällt, die ihn unter ihre Fittiche nimmt, um ihre Karriere wieder zu beleben. Doch die Frau besitzt tödliche Geheimnisse. Zudem ist ein Vampir hinter Klaus her, um dessen Kraft zu benutzen.



Meinung:

Spin-Offs zu Comicserien oder auch zu Filmen oder TV-Serien sind meistens so eine Sache. Ähnlich wie nachgetragene Prequels entbehren sie in gewissem Sinne einer Spannung da am Ende der Status Quo vorhanden sein muss, wie man ihn aus dem Hauptwerk her kennt. Sprich: Anakin Skywalker wird zu Darth Vader. Um nur ein deutliches Beispiel zu nennen. Aber gerade bei Comics werden Spin-Offs bekannterweise gerne dazu genutzt, um einige Figuren die sich bei Fans besonderer Beliebtheit erfreuen, näher vorzustellen.

Und genau dieses ist bei dem vorliegenden Band der Fall. You look like Death: Klaus – Eine wandelnde Leiche ist ein Spin-Off zu der Umbrella Academy. Und wie es der Titel schon sagt, steht hier der Charakter von Klaus im Mittelpunkt. Dabei wird zwar am Ende ein Status Quo hergestellt, aber das ist weniger wichtig. Zeitlich noch vor dem ersten Band der Umbrella Academy angesiedelt, ist die wesentliche Ausgangslage das Klaus in Los Angeles lebte und dort eine Detektei betrieb. Als es im Haupthandlungsstrang losgeht, wird er aus Los Angeles zurückgeholt. Ansonsten ist dieser Band wirklich komplett eigenständig zu lesen und man braucht keinerlei Vorwissen. Allerdings auch nicht das Vorwort des Schauspielers der Klaus in der TV-Serie verkörpert. Manch einer könnte anhand dieses konfusen Elaborats schon entnervt das Buch zur Seite legen.

Oder es sollte auf den Drogenkonsum und die teils vorhandene Surrealität einstimmen. In der Hinsicht ist es gelungen. Klaus ist nämlich kein angenehmer Charakter. Es beginnt damit, dass er aus der Academy rausgeschmissen wird, da er rebellisch ist und seine wahren Talente nicht nutzt. Er ist egoistisch, hedonistisch und nur auf der Suche nach dem nächsten Kick. Sei es Futter oder vor allem Drogen. Das macht ihn  nicht gerade sympathisch, aber in gewisser Hinsicht faszinierend. Denn seine Suche nach einem Weg  seine Kräfte sinnvoll einzusetzen ist im Grunde eine Coming-of-Age Story. Das Erkunden, das Reifen seiner Kräfte und die Suche nach einem Lebensweg ist mehr als symbolisch eine Spiegelung einer Reifung eines Teenagers und dürfte so manche ansprechen. Doch worin besteht nochmal die Kraft von Klaus? Er kann mit Geistern reden, sie beschwören und für eine Zeit ihre Kräfte annehmen. Dass die dauernde Beschäftigung mit dem Tod und den Toten einen nicht unbedingt psychisch stabil werden lässt, dürfte weniger überraschen. Hinzu kommen schlechte Einflüsse von falschen Freunden, Experimente mit Alkohol und Drogen und Feiern ohne Ende. In Los Angeles hat er in Hollywood dazu alle Möglichkeiten, gerät dort aber auch an eine alternde Schauspielerin, die ein Comeback versuchen will und dazu Klaus benutzen möchte.
Boulevard der Dämmerung lässt grüßen.

Es sind hier auch gerade die Nebenfiguren die den Band faszinierend machen. So etwa die Schauspielerin die etwas ganz anderes ist, ein im Limbus oder Fegefeuer festsitzender Schriftsteller, die Götter von Hollywood, eine mafiöser Vampir in Gestalt eines sprechenden und intelligenten Schimpansen, und so weiter. Klaus ist da mehr ein Katalysator, alle wollen was von ihm und erst am Ende wird er aktiv, als er erkennt, was er wirklich mit seinen Kräften anstellen kann. Immer wieder wird es surreal und schräg was den Band besonders spannend und faszinierend macht. Man fragt sich mit was für Ideen die Autoren und der Zeichner noch um die Ecke kommen werden. Was zu einer anregenden Lektüre führt und man mehr wissen will. Und der Charakter reift und wird sympathischer. Sehr gut.



Fazit:

Schräg und die Reifung des zunächst unsympathischen Anti-Helden steht deutlich für das Erwachsenwerden. Zwar etwas sperrig erzählt, aber faszinierend und surreal.



The Umbrella Academy präsentiert: You look like Death: Klaus - Eine wandelnde Leiche - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Umbrella Academy präsentiert: You look like Death: Klaus - Eine wandelnde Leiche

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 22,00

ISBN 10:
3966585677

ISBN 13:
978-3966585675

176 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Surreal voller schräger Ideen
  • interessante Figuren
  • Anspielungen
Negativ aufgefallen
  • Titelheld teils sehr unsympathisch
  • teilweise etwas sperrig
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
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Rezension vom: 15.05.2022
Kategorie: Hefte
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