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Comic-Besprechung - Der Skorpion 13: Tamose, der Ägypter

Geschichten:

Text: Stephen Desberg
Zeichnungen: Luigi Critone



Story:

Er möchte wissen, was mit ihrem Kind geschehen ist. Aber die Zigeunerin ist eine Expertin im Umgang mit Giften und zögert nicht, sie gegen den Skorpion einzusetzen, der daraufhin das Bewusstsein verliert. Als er wieder zu sich kommt, erfährt er, dass er des Mordes beschuldigt wird. Er wird an den Hof des Sultans gebracht und von einem Eunuchen gerettet, der ihn zu seiner Geliebten führt. Eine geheimnisvolle Frau, die den Spitznamen Sabbatean trägt und deren Gesicht mit dunklen und geheimen Zeichen verziert ist. Sie bittet ihn, den Namen eines Mannes zu entziffern, der auf ägyptischen Stelen eingraviert ist. Im Gegenzug wird sie ihm helfen, Méjaï zu finden. In Kairo kreuzen sich die Wege von Méjaï und Skorpion erneut. Aber wenn sie ihm die Wahrheit über ihr Kind erzählt, verbietet sie ihm, es zu sehen. Sie droht sogar, den Skorpion zu töten, wenn er sich ihr nähert.



Meinung:

Mit dem 13. Band dieser spannenden Serie beginnt ein neuer Zyklus beginnt ein neuer Zyklus. Passenderweise übergibt auch gleichzeitig Zeichner von Enrico Marini die Verantwortung für das Artwork an seinen Kollegen Luigi Critone, von dem bereits der Band   „Aldobrando“ bei Carlsen erschienen ist. Neuer Zyklus und neuer Zeichner, beim 13. (!!!) Album – kann das gut gehen? Für mich betrachtet kann ich die Antwort geben: Ja! Denn ich war auch die Intrigen um die großen Familien und das Gejammer der Trebaldis leid. Neue Orte, neue Handlung – und neue Zeichnung.
Ich mag Critone und seine Zeichnungen, die ich immer sehr gelungen finde. Allerdings ist es nicht einfach, eine Serie wie „Der Skorpion von jemandem wie Enrico Marini zu übernehmen, und das ist eine Untertreibung, denn er legt die Messlatte sowohl in Bezug auf die Zeichnungen als auch auf die Farben sehr hoch. In diesem letzten Punkt gibt es einen deutlichen Unterschied. In der Tat sind die Farben von Marini strahlender und brillanter. Die Farben von Critone sind stumpfer, aber das ist sein Stil. Marinis weiblichen Figuren erfüllen alle Klischees, die Männer an erotische Frauen anlegen. Ihre Bewegungen sind voller Anmut und Grazie. Fast scheint es so, als ob der Autor und Zeichner allen Männern in den Kopf gucken konnte, beim Entwerfen seines weiblichen Figurentableau. 
Aber ich komme ins Schwärmen. Citrone arbeitet anders. Hier steht die Stimmung mehr im Vordergrund – die Atmosphäre. Und das macht er mit einem sicheren und gefälligen Strich. Aber unterm Strich war ich aber nicht allzu besorgt über den grafischen Teil, da ich die Qualität der Panels von Marinis Landsmann zu schätzen wusste.
Der neue Bösewicht ist sehr charismatisch und die Idee, die Kabbala und den ketzerischen Rabbi Jacob Frank in das archäologische und religiöse Universum von Skorpion einzuführen, ist sehr gut! Allerdings ist es mitunter schwer, sich für diese Geschichte mit ihren komplizierten Dialogen zu interessieren. Waren die Drehbücher der Serie schon immer eher geradlinig vor einem äußerst komplexen Hintergrund, so haben Marinis grafische Kraft und die allgegenwärtige Action die Plots ausgeglichen. Es war die Stärke dieser Ausgewogenheit, die es der Serie ermöglichte, ein sehr großes Publikum anzuziehen. Allerdings hat man hier das Gefühl, dass mit Marini die Action-Hälfte verschwunden ist und wir in einen historischen Comic zurückfallen. Wenn ich mir einen Band von „Der Skorpion“ zur Hand nehme, will ich keinen „Alix“ lesen. Dann möchte ich leichte Unterhaltung für einen verregneten Sonntagnachmittag einen Kaffee und Kekse dabei. Das der Plot des dreizehnten Bandes anders ist, ist an sich kein Fehler, aber es ist nicht die DNA des Skorpions, einer epischen Mantel-und-Degen-Serie mit leichter Action und Humor. Der neue Zyklus ist für meinen Begriff zu angestaubt. Das mag sich ja noch ändern. Neugierig genug bin ich jedenfalls.



Fazit:

In Skorpion, wie wir ihn bisher nicht kannten. Weniger Action, weniger Erotik. Geben wir ihm eine Chance, wie es weitergeht. Ich gebe sieben von zehn Erol Flynns.



Der Skorpion 13: Tamose, der Ägypter - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Der Skorpion 13: Tamose, der Ägypter

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 14

ISBN 13:
978-3-551-74340-4

Positiv aufgefallen
  • Artwork
  • Neue Handlung
Negativ aufgefallen
  • Weniger Action und Erotik
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Rezension vom: 14.10.2021
Kategorie: Alben
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