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Comic-Besprechung - John Constantine: Hellblazer 2

Geschichten:

John Constantine: Hellblazer 2 (John Constantine: Hellblazer 7-12)
Autor: Simon Spurrier, Zeichner: Aaron Campbell, Matias Bergara, Colorist: Jordie Bellaire



Story:

John Constantine bekommt es mit Fabelwesen zu tun. Doch woher kommen auf einmal eine Meerjungfrau und ein Einhorn? Zudem wird eine Verkörperung Englands zu schändlichen Zwecken missbraucht. Langsam erkennt John das sein älteres Ich aus der Zukunft hinter all dem steckt. Doch warum will er selber seine Seele? Langsam ahnt John was sein Ich aus der Zukunft plant. Doch wie er soll sich selber austricksen? Und kostet ihn das nicht wieder Freunde und Verbündete?



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Fans von Hellblazer und seinem Protagonisten John Constantine müssen jetzt stark sein. Insbesondere diejenigen welche ihre Probleme damit hatten das der Magier in das reguläre DC-Universum eingebettet worden ist und der Horror und der Ton etwas verwässert worden waren. Schließlich fand die neue Hellblazer-Serie unter dem Black Label zu alter Vertigo Stärke zurück. Doch nun ist schon mit dem zweiten Paperback Schluss mit der Serie. Das ist vor allem der Corona-Pandemie zuzuschreiben.

Simon Spurrier führte Constantine wieder zu seinen Wurzeln zurück. So ist das mehr als passend das die Serie unter dem Black Label veröffentlicht worden war, da es zeichnerisch wieder experimenteller und weniger glatt gestaltet werden konnte, was die aus den Fugen geratene Welt innerhalb des Horrorgenres besser zur Geltung bringt als glatte, flächige Zeichnungen wie man sie oft bei den Superhelden findet. So konnte Spurrier auch in die Vollen gehen und es war losgelöst von Superhelden, wo sich auch andere Figuren in deren Kontinuität fügen müssen. 

Eine Lektüre des ersten Bandes empfiehlt sich auf jeden Fall. Nicht nur weil er sehr stark ist, sondern weil der vorliegende zweite nahtlos mit dem ersten verknüpft ist und beide einen großen Handlungsbogen bilden. Dabei scheinen manche Kapitel eigenständig und nur lose miteinander verbunden zu sein. Es gibt einen Hauptschurken der auftritt und die bösen Ereignisse in Gang bringt. Zunächst ist das die einzige dramaturgische Klammer, aber am Ende wird alles verbunden, festgezurrt und aufgeklärt. Schließlich ist der Schurke das ältere Ich von John Constantine. Er tritt also gegen sich selber an. Was überkonstruiert erscheint, macht am Ende aber durchaus Sinn. Das sei aber hier nicht verraten. Neben den dramatischen Momenten kommt der Horror natürlich nicht zu kurz.

Gerade in den ersten Kapiteln kann er durchaus überraschen da es oft aus einer unerwarteten Richtung kommt. Zunächst hat man eine ungewöhnliche Liebesgeschichte vor sich in der ein Fabelwesen eine große Rolle spielt, wobei das Böse nicht von dieser neudefinierten Sagengestalt herrührt. Hier wird nämlich die zerstörerische Kraft der Liebe aufgezeigt. Insbesondere wenn eine Frau in einer schädlichen Beziehung mit einem prügelnden, ausnutzenden und betrügerischen Mann steckt und sich selber etwas vorlügt was den Charakter des Partners und der Beziehung angeht. Das ist sehr stark gemacht und sehr gut in den Horrorkontext eingebettet ohne plakativ zu werden. Bewegend und schockierend zusammen, welches eine große Wut auslöst,  was schon eine große Kunst ist.

Auch das folgende Kapitel überrascht mit dem Auftauchen einer Fabelfigur welche völlig gegen den Strich gebürstet wird und ganz klassisch Sozialkritik mit Mythen und Horror verbinden kann. Es geht hier vor allem um elitäres Denken und wie ein Fabelwesen, welche ja auch oft in der Heraldik vorkommen, real werden soll, aber natürlich alles ganz anders kommt. Später kommen auch intelligente Hiebe gegen den Rechtspopulismus vor. Alles also schon in den guten Vertigo-Tagen vorhandenes wird hier wieder in alter Stärke eingeflochten.

Bis dann John gegen sein älteres Ich antritt und erneut große Schuld auf sich lädt. Zusammen mit den Zeichnungen Campbells, welche exzentrisch zu zerfließen scheinen und besonders düster sind, ergibt das einen starken Hellblazer-Band der auch Alt-Fans bedingungslos empfohlen werden kann da hier nichts weichgespült ist.



Fazit:

Hervorragend. Unter dem Black Label findet John Constantine zu alter Vertigo-Stärke zurück. Intelligente Subtexte, Spannung, schwarzer Humor, Horror und Dramatik machen den Band mit den expressiven Zeichnungen zu einem einzigen Vergnügen.



John Constantine: Hellblazer 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

John Constantine: Hellblazer 2

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,00

ISBN 10:
3741622788

ISBN 13:
978-3741622786

172 Seiten

Positiv aufgefallen
  • intelligente Subtexte
  • düstere expressive Zeichnungen
  • Fabelwesen neu interpretiert
  • Spannung und Dramatik
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 14.08.2021
Kategorie: John Constantine Hellblazer
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