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Comic-Besprechung - Gung Ho 5

Geschichten:

Die weiße Flut
Text: Benjamin von Eckartsberg 
Zeichnungen: Thomas von Kummant



Story:

Fort Apache ist in großen Schwierigkeiten. Die Spannung zwischen den Jugendlichen und Erwachsenen zielt unweigerlich auf ihr katastrophales ende. Die Gewalt nimmt zu. Denn Paulines Tod hat die Wut der Jugendlichen entfesselt, die sich gegen die Führer der Kolonie wenden. Währenddessen sind Zack, Archer und Yuki Gefangene einer Jugendgang, den Ausgestoßenen. Und die Reißer kommen immer näher. Ihr Ziel ist eindeutig die Kolonie und als die handvoll Menschen entdeckt, dass es auch eine Art „Super-Reißer“ gibt, deren Größe enorm ist, scheint alles zu spät zu sein. Nichts scheint die Bewohner mehr retten zu können. 



Meinung:

Ich glaube, es war 2014, als ich in einem Comicladen den ersten Band der nun abgeschlossenen, fünfteiligen Comicserie „Gung Ho“ in den Händen hielt. Und ich war geflasht. Was für ein Werk, was für ein Plot, was für Zeichnungen. Mit „Die weiße Flut“ erreicht die Serie nun ihren fulminanten Abschluss.
Der ganze Plot der Geschichte hat mich von der ersten Seite des ersten Bandes umgehauen: In der nahen Zukunft hat sich das, was von der Menschheit übrig geblieben ist, in ummauerte Städte und Siedlungen geflüchtet, die versuchen, das Territorium neu zu besiedeln, indem sie sich vor der weißen Plage, den Reißern, schützen. Als zwei Waisenkinder, Archer und Zack, in der stark reglementierten Gemeinschaft von Fort Apache ankommen, stehen sie im starken Konflikt zwischen der Akzeptanz dieser Regeln einerseits und der Überschreitung derselben infolge ihrer jugendlichen Impulse andererseits.
Gung-Ho ist ein postapokalyptischer Comic im Stile von The Walking Dead. Was die beiden Autoren interessiert sind die Beziehungen zwischen den Figuren und vor allem zwischen der Gruppe der Jugendlichen und den Erwachsenen. Da liefert gerade der fünfte Band eine wirkungsvolle Geschichte. Diese Mini-Gesellschaft ist absolut faszinierend, weil sie die Imperative einer jeden Gesellschaft zwischen Gerechtigkeit, Freiheit und Ordnung konzentriert umsetzt. Hinter diesen Konzepten stehen nicht die gleichen Visionen der Erwachsenen und der Jugendlichen, was die Gesellschaft oft auf die Probe stellt. 
Das große Tableau der Charaktere ist sowohl grafisch als auch durch das Szenario hervorragend charakterisiert. Möglicherweise ist die einzige Schwäche Bagster, der  Bösewicht, der am wenigsten glaubwürdig scheint und in dem letzten Teil in einer herrlichen Hommage an den Italo-Western zur Geltung kommt. 
Was in Walking Dead funktionierte (die Umsetzung der Gesellschaft in einer extremen Krisensituation), funktioniert auch hier mit dem Schwerpunkt auf den Generationskonflikt und den damit verbundenen Themen, wie beispielsweise Musik, Flirten, Alkohol, der Übergang zum Erwachsensein. Apropos Musik: ich habe mich vom ersten band an gefragt wann und wie oft der Text von den Beastie Boys abgedruckt wird. 
Gegenüber den Zeichnungen von Robert Kirkman, die oft hingeschmiert und lustlos wirken, entwirft Thomas von Kummant am Computer ganze Welten. Ich bin auf jeder Seite gerne mit ihm durch die postapokalyptischen Orte gegangen, in denen die Natur sich zurückholt, was ihr genommen worden ist. Von Kummant verleiht seinen Zeichnungen einen Realismus, indem er an unser visuelles Gedächtnis appelliert und ein paar Striche oder Farbkleckse in eine sehr aussagekräftige Anatomie und Bewegung verwandelt. 
Glücklicherweise öffnet das Ende des Bandes mannigfache Möglichkeiten. Autor und Zeichner hatten anfangs gesagt, dass nach fünf Bänden Schluss ist. Das Ende ist offen und so hoffe ich darauf, dass es irgendwann vielleicht noch mal einen zweiten Zyklus geben wird.



Fazit:

Das Endzeitepos hat sein vorläufiges gefunden. Ein tolles Artwork erzählt eine gute Geschichte. Unterhaltung auf hohem Niveau. Ich gebe dafür neun von zehn „Sexy Beast“-T-Shirts.



Gung Ho 5 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Gung Ho 5

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 25

ISBN 13:
978-3-96658-431-9

104 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Abschlussband
  • Artwork
  • Charaktere
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 19.07.2021
Kategorie: Alben
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