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Comic-Besprechung - Classiccomics – Integral 1

Geschichten:

In 80 Tagen um die Welt
Reise zum Mittelpunkt der Erde
Text: Jules Verne 
Zeichnungen: Ramon de la Fuente



Story:

Der erste Integralband von „Classiccomics“ präsentiert zwei der erfolgreichsten Werke von Jules Verne. „In 80 Tagen um die Welt“ schildert die hinlänglich bekannte Geschichte um den englischen Exzentriker Phileas Fogg, seinem Diener Passepartout, seiner Reisegefährtin Aouda und Detektiv Fix. Fogg wettet, dass es ihm gelingen wird, in 80 Tagen einmal um die Welt zu reisen. Das er von Fix für einen Bankräuber gehalten wird, stellt sich erst am ende der langen Reise heraus und hätte ihm fast noch den Sieg gekostet. In „Reise zum Mittelpunkt“ begibt sich der Leser mit Professor Otto Lidenbrock, seinem Neffen Axel und dem Isländer Hans ins Erdinnere. Dabei stoßen Sie auf Trockenheit und Dürre und auf viele prähistorische Tiere. Über den Stromboli gelangen sie wieder an die erdoberfläche.
Redaktionelle Seiten, die Informationen zum Zeichner de la Fuente, zum Autoren Verne und zu den beiden abgedruckten Werken enthalten – wie beispielsweise Verfilmungen etc. – runden das Gesamtbild der Ausgabe ab. 



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Zwischen 1974 und 1978 brachte es der Verlag „Schwager & Steinlein“ auf insgesamt 13 Classiccomics. Vertreten waren die Abenteuergeschichten der Weltliteratur – von Jules Verne bis James Fenimore Cooper. Gezeichnet und umgesetzt wurden die Geschichten von dem spanischen Künstler Ramon de la Fuente. Kult Comics widmet sich dieser reihe des zumeist unterschätzten Zeichners und bringt dabei auch bisher in Deutschland unveröffentlichtes Material heraus. So wie im ersten Band, der neben den Klassiker „In 80 Tagen um die Welt“ auch in deutscher Erstveröffentlichung das Werk „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ enthält.
Ramón de la Fuente wählte wie sein älterer Bruder Victor und sein jüngerer Bruder Chiqui eine künstlerische Laufbahn. Er begann mit der Illustration von Kinoplakaten und Covern für den Verlag Dólar in Madrid. Als er 1976 beauftragt wurde eine Comic-Adaption von „Die Schatzinsel“ für den Verlag AFHA zu zeichnen, folgten weitere Aufträge, hauptsächlich für Comic-Adaptionen von Jules Vernes Werken, die in ganz Europa veröffentlicht und übersetzt wurden. Leider stirbt der Künstler auf dem Höhepunkt seiner Karriere 1984 an einer Krankheit.
Es ist schön, dass der Verlag mit der Neuedition der Classiccomics einem fast verloren gegangenen Juwel die gebührende Plattform liefert. Und es ist noch schöner, dass sich Kult Comics nicht darauf beschränkt, die alten Vorlagen einfach nur nachzudrucken, denn bei den Bänden ist so ziemlich alles neu, so dass der Klassiker in völlig verändertem – natürlich besserem – Licht strahlt. Dafür wurden zunächst einmal die Seiten neu vom Original gescannt. Es kam hier das FM-Raster-Verfahren zum Einsatz, dass Farbverläufe und -intensität besonders hervorheben. Gerade bei dem typischen de la Fuente Stil ein eindeutiger Vorteil. Sein „verwaschener Stil“, bei dem die Grenzen von Personen und Dingen nicht immer glasklar voneinander getrennt werden, können durch einen unsauberen Druck eine schlampige Arbeit vermitteln. Das wäre im Fall von de la Fuenta aber nicht nur unfair, sondern würde auch einen schlechten Stil des Rezensenten bedeuten. Bei dem spanischen Künstler zeigt sich im Gegenteil sowohl im Artwork als auch in der Farbgestaltung die ganze Größe. Beides lässt sich in der neuen Edition hervorragend beurteilen.
Die Übersetzung der Bände ist auch neu und wer zufällig noch ein altes Exemplar der „Schwager & Steinlein“-Version im Schrank hat, sollte sich hier die Unterschiede einmal genau ansehen. Das ist schon phänomenal, was da früher so im Deutschen „getextet“ wurde. Die eigentlich Leistung von de la Fuente ist es dabei nicht, dass er sich so nah am Original von Jules Verne gehalten hat, sondern dass ihm das gelingt, ohne lange erzählende Texte einzustreuen. Das ist zwar bei anderen Literaturadaptionen an der Tagesordnung, der Spanier kommt aber fast ohne aus und treibt seine Geschichte mit Dialogen voran. In diesem zusammenhang wurde von Kult Comics dann auch gleich das hässliche Maschinenlettering in lesefreundliches Handlettering umgeändert. Ein rundum zufrieden stellendes Ergebnis.



Fazit:

Der kultige Klassiker endlich in einer ihm gebührenden Edition. Kult Comics hat alles richtig gemacht und offeriert einen zeitlosen Klassiker der Abenteuercomics. Ich gebe neun von zehn Arne Saknussemms.



Classiccomics – Integral 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Classiccomics – Integral 1

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Kult Comics

Preis:
€ 30

ISBN 13:
978-3-96430-125-3

152 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Klassiker in angemessener Edition
  • Schöner Druck
  • Redaktionelle Seiten
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 17.07.2021
Kategorie: Alben
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