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Comic-Besprechung - Vasco 30: Eisiges Gold

Geschichten:
Vasco 30: Eisiges Gold
Autor: Luc Révillon, Chantal Chaillet, Zeichner: Dominique Rousseau, Colorist: Chantal Chaillet,  Dominique Rousseau

Story:
Vasco reist mit einer großen Menge Gold nach Russland, um dort freie Handelswege zu verhandeln. Doch es drohen nicht nur Räuber und der eisige russische Frühling, sondern der russische Großfürst ist auch ein unberechenbarer, brutaler Mann. Zudem wird seine Macht durch einen anderen Fürsten herausgefordert und auch die Mongolen müssen für den Handel gewonnen werden. Vasco droht zwischen alle Fronten zu geraten.


Meinung:
Dreißig Bände sind schon eine ordentliche Leistung und Vasco erlebte 40 Jahre lang seine Abenteuer. Angesichts des detailreichen Strichs ist es schon mehr als bemerkenswert das fast jedes Jahr eine neue Geschichte herauskam. Nun endet die Serie Vasco allerdings. Folglich geht eine Ära zu Ende und manche Leserinnen und Leser die mit der Reihe um den Bankier aufgewachsen sind, dürfte es wohl sehr schwer um das Herz werden.

Wer aber nun erwartet das viele Fäden einer übergeordneten Handlung zusammengeführt werden und alle persönlichen Konflikte innerhalb der Familie, der Vasco entstammt, nun eskalieren und sich auf die eine oder andere Art lösen, viele Zitate und Gastauftritte von anderen Bänden aus der langen Serie erfolgen, der irrt sich. Da so gut wie alle Bände für sich standen und kein Zyklus entstand, sondern höchstens mal ein Zweiteiler, gibt es auch wenig wiederkehrendes Personal oder nicht aufgelöste Konflikte. Zwei zentrale weitere Charaktere haben hier einen Auftritt, aber ansonsten wird hier noch einmal ein einziges, in sich abgeschlossenes Abenteuer erzählt.

Zeichnerisch ist das sehr  stimmungsvoll eingefangen im schneebedeckten Russland. Atmosphärisch ist das absolut überzeugend und man wird bei der Lektüre förmlich in das gute Setting hineingezogen, spürt den Frost und auch die Action ist recht dynamisch.

Leider kann da die Story nicht ganz mithalten. Es gibt zwar Überraschungen und dramaturgische Wendungen, das liegt aber nur deswegen vor, weil der Plan von Vasco der Leserschaft nicht mitgeteilt wird. Das ist ein sehr billiger Trick, aber durchaus wirkungsvoll. Nur wird das dann nicht unbedingt spannend, da die Widrigkeiten und Rückschläge beim Vollzug eines Planes nicht erkannt werden, sondern man im Grunde nur auf den nächsten Effekt, die nächste Überraschung, wartet der einen hoffentlich etwas schlauer macht. Zudem bedient man sich am Ende auch noch eines leichten Deus ex Machina Effekts. Der wird zwar noch begründet, so dass man ihn gerade noch hinnehmen kann, aber das führt alles zu einer zwar angenehmen Lektüre, wirkt aber nicht sonderlich durchdacht. Dazu gehört auch der merkwürdig distanzierte Abschluss wenn sich zwei Freunde voneinander verabschieden und man als Leser weiß, dass die Serie endet und sich die beiden so auf Comicseiten nicht wiedersehen werden. Etwas mehr Emotionen hätten der Szene gut getan. Vor allem da die eigentliche Story auch keinen richtigen Abschluss findet.

Immerhin ist der Epilog recht tröstlich wenn ein alter Held seine Memoiren schreibt. Was nämlich immer noch die Option offen lässt mehr zu erzählen und zumindest die Phantasie der Leserschaft wenn nicht später noch die anderer Autoren und Zeichner zu befeuern. Eine alte Bekannte tritt auf und manches was man als Eskalationspunkt gerne gelesen oder erwartet hätte, wird hier sehr unspektakulär im Dialog nachgeholt. Aber auch  hier gerät der Schluss nicht wirklich rund und gerade das letzte Panel will nicht so richtig passen. Da hätte man sich etwas Prägnanteres gewünscht.

Man bekommt aber grundsolide Unterhaltung für die Freunde des frankobelgischen Comics geboten. Aber es bleibt viel zu viel in der Luft hängen. Vor allem für ein Ende einer langlebigen Serie. Oder ist es nur ein Symptom für die Ermüdungserscheinungen welche wohl letztlich zum Einstellen führte?


Fazit:
Grundsolide Abenteuerunterhaltung bei der aber etwas zu viel in der Luft hängt. Für einen Abschluß einer langlebigen Serie hätte man sich auch einige prägnantere Szenen gewünscht.

Vasco 30: Eisiges Gold - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Vasco 30: Eisiges Gold

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Finix Comics

Preis:
€ 15,80

ISBN 10:
394805715X

ISBN 13:
978-3948057152

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Setting
  • atmosphärische detailreiche Zeichnungen
  • überraschende Wendungen
Negativ aufgefallen
  • einige billige dramaturgische Kniffs
  • es bleibt viel in der Luft hängen
  • für einen Abschluss wenig prägnante Szenen
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Rezension vom: 26.10.2020
Kategorie: Vasco
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