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Comic-Besprechung - Von Gir zu Moebius – Der Smaragdsee

Geschichten:
Text:  Jean Giraud / Gir / Moebius und diverse
Zeichnungen: Jean Giraud / Gir / Moebius


Story:
Der vorliegende Band versammelt 23 kürzere und weniger bekannte Comics von 1956 bis 1979, die Moebius/Gir verfasst oder gezeichnet hat. Die Spannbreite reicht dabei von den ersten bekannten Versuchen über skurrile Fotocomics bis in die späten 1970er-Jahre. Ein abschließendes und aufschlussreichen Essay des Autors und Literaturkritikers Claude Ecken sowie ein Vorwort des Großartigen Jijé runden den Band ab.



Meinung:
In Deutschland ist schon seit einiger Zeit der Moebius los. Im Bielefelder Splitter-Verlag erscheinen in schöner Regelmäßigkeit die bedeutenden Comics des Zeichners und Texters, bei Egmont macht man sich an einer neuen Gesamtausgabe der Blueberry-Abenteuer von Giraud und im letzten Jahr ging die feine Ausstellung zu Moebius in Brühl zu ende (https://www.splashcomics.de/php/specials/1373 ).
Und aktuell überrascht der Splitter Verlag mit dem Band „Von Gir zu Moebius – Der Smaragdsee“, in dem die frühen Arbeiten des Ausnahmekünstlers veröffentlicht sind. Die chronologische Sortierung der Werke lässt dem Leser die Möglichkeit einem großen Künstler zu folgen auf seinem Weg, hin zu seinem Stil. Nicht alle im Band veröffentlichten Arbeiten lassen bereits erahnen, um welchen kreativen Geist es sich bei ihrem Schöpfer handelte. Das ist auch nicht verwunderlich, stammt die erste Arbeit noch aus der Hand des jungen 18jährigen Künstlers. Aber alle in diesem Band veröffentlichten Seiten lassen die beeindruckende Entwicklung dieses Ausnahmekünstlers erkennen.
Viele Geschichten wurden für das Buch erstmals auf Deutsch veröffentlicht. Daher bildet der Band hierzulande eine unerschöpfliche Quelle, ein informatives Sekundärwerk zu den Arbeiten des Franzosen. Das Buch ist aber keine Einstiegslektüre. Sollte es also tatsächlich da draußen im Comicland noch Leser geben, die den Incal und Arzach oder Leutnant Blueberry noch nicht gelesen haben, für den ist dieser band sicherlich zunächst nicht geeignet. Denn „Von Gir zu Moebius – Der Smaragdsee“ richtet sich an die Kenner des Künstlers. Seine hier versammelten Arbeiten haben in der Regel noch nicht die hohe zeichnerische Qualität, diesen ihm ganz eigenen Stil.
Besonders kurios ist ein Foto-Comic von 1970, der für Pilote entstand. „Die Menschenfänger von Montana“ heißt die Geschichte und dürfte vor allem Sammler begeistern, die das komplette Oeuvre des Künstlers im Regal stehen haben möchte. Mit dem Funny „Frank und Jeremy“ von 1956 hat eine weitere skurrile Arbeit seinen Weg in das Sammelsurium gefunden. Diese sehr frühe Arbeit des Kreativkopfes trägt wesentliche Züge von Lucky Luke in sich. Und beim schnellen ersten Durchblättern hatte ich gar den Eindruck, dass es sich um eine Parodie des Lonesome Cowboy handelt.   
Den Einstieg in diese Geschichtensammlung hat der profunde redaktionelle Beitrag am Ende des Buches geliefert, der auch für Kenner seiner Werke noch einige Überraschungen bereithält. Ich empfehle in jedem Fall mit dem Nachwort zu beginnen, um einen besseren Zugang zu den Geschichten zu erhalten.



Fazit:
Ein schönes Sammelsurium von in der Regel unbekannten Arbeiten Gir/Moebius. Ein Buch für Kenner des Künstlers, die es sich in jedem Fall ins Regal stellen und fleißig konsultieren werden. 



Von Gir zu Moebius – Der Smaragdsee - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Von Gir zu Moebius – Der Smaragdsee

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 25

ISBN 13:
978-3-96219-487-1

144 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Deutsche Erstveröffentlichungen
  • Groteskes Sammelsurium
  • Stilvielfalt
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 04.10.2020
Kategorie: Alben
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