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Comic-Besprechung - Nirvana

Geschichten:
Nirvana
Autor: Jean-Luc Istin
Zeichner: Arnaud Boudoiron
Colorist: Vyacheslav Panarin


Story:
Hurley Judd ist ein einfacher Mann, der einen ruhigen Beamtenjob innehat. Abgesehen von seiner Frau Mya gibt es nichts Aufregendes in seinem Leben. Bis zu dem Tag als seine lebensfrohe Frau spurlos verschwindet. Verzweifelt begibt er sich auf die Suche nach ihr und tritt dem Drogendezernat der Polizei bei. Denn eine neue Droge namens Nirvana ist nicht nur beliebt, sondern auch sehr gefährlich. Hurley ahnt nicht, das seine Suche ihn in das All und auf andere Existenzebenen führen wird.


Meinung:
In der noch recht neuen und schon beliebten Reihe Splitter Double werden bekanntermaßen zweireihige Serien in einem Band zusammengefasst, so dass man bei der Lektüre in den kompletten Genuss der Story kommen kann. Bei Nirvana handelt es sich dabei um Science-Fiction wobei der Zusammenhang zwischen den beiden einzelnen Teilen zunächst gar nicht ersichtlich ist, aber sich die später eingeleitete Handlung dann doch zu einem passenden Sequel entwickelt.

Womit man bei dem zentralen Stichwort dieser Miniserie wäre: Entwicklung. Es ist schon erstaunlich wie sehr die Handlung immer wieder neue Bahnen einnimmt, sich erweitert und die Perspektive im wahrsten Sinne von einem egoistischen Blickwinkel in die fast schon göttliche Sichtweise erweitert. Aber mit das erstaunlichste daran ist, das es funktioniert und der Leser das auch dem Autor abkauft. Was nicht zwangsläufig der Fall sein muss, denn hier werden die unterschiedlichsten Elemente und Genrezutaten miteinander verwoben, das einem schon manchmal schwindlig werden kann. Da muss sich der Leser quasi öffnen, wobei einem da die ersten Seiten schon helfen. Wenn sich ein unscheinbarer Mann auf einem Friedhof mit einem toten Seher trifft, um ihm einige Fragen zu stellen, so ist man zunächst verwirrt und liest dieselbe Stelle direkt noch einmal, um sicher zu gehen, ob man es auch wirklich richtig verstanden hat. Jedenfalls ist man ab da gerüstet und was als Mystery anfing, generiert sich zu einem Noir-Krimi in Science-Fiction Gewand. Inklusive Entführung der Liebsten, eine Falle und das der heldenhafte Polizist zu Unrecht als Verbrecher verdächtigt wird. Da kommen dann gar noch einige Superheldenaspekte vor, welche der Held sogar selber thematisiert, indem er seine Rüstung mit derjenigen von Iron Man vergleicht, sich aber eher in der Rolle von Batman sieht. Bis dahin ist alles durchaus noch logisch, wenngleich man schon ahnt, dass die Droge um deren Zurückdrängung es hier geht, die titelgebende Nirvana, eine weitere esoterische Ebene eröffnet. Was sie auch tut. In erheblichem Maße, wobei es Istin zu Gute kommt, das er sich nicht in einem esoterisch missionarischen Tonfall vergreift. Die Droge löst den menschlichen Körper für eine gewisse Zeit auf und ermöglicht ihm andere Inkarnationen, Einblicke, etc. Ähnlich wie man beim Meditieren eben durch Verlassen des Körpers das Nirvana erreichen will, so wird das hier durch einen künstlichen Stoff geriert. Das der Schurke dann allein schon von seinem Namen her, Shamash, dem Begriff des Schamanen impliziert, bleibt nicht ohne Folgen. Denn gerade im zweiten Teil entdeckt man, dass diese Figur andere Pläne hatte und die Droge nur Mittel zum Zweck war.

Generell gibt es hier neben den Entwicklungen viele überraschende Wendungen und Perspektivwechsel, welche einen schwindeln können aber auch faszinieren und das ganze spannend machen. Und diese Überraschungen sind auch immer wieder logisch, in diesem Rahmen jedenfalls, und haben viel mit der esoterischen Ebene zu tun. Hier sei nur das konsequent zu Ende gedachte Yin-und-Yang-Prinzip erwähnt. Und das die Mutanten, die X-Men lassen grüßen, auch Kräfte wie die der vier Elemente haben, ist nicht nur eine Assoziation an die Fantastischen Vier, sondern eben auch ein Bezug zu einem zentralen Begriff der Esoterik und des Spiritualismus. Dennoch gibt es auch immer wieder klassische Science-Fiction-Elemente, die sich nicht auf eine Blade Runner-Atmosphäre verlassen, sondern im zweiten Teil den Leser auch auf einen fremden Planeten führen. Dessen Name, Equinox, bezieht sich übrigens auf die Tag und Nachtgleiche.

Alles zusammen ergibt einen kühnen Trip, der es schafft nicht allzu sehr abzudriften und vor allem auch durch die realistischen und gut durchkomponierten Zeichnungen geerdet wird. Faszinierend.

Fazit:
Faszinierend. Hier entwickelt sich alles und alles bleibt in seinem Rahmen logisch. Da werden wild die verschiedensten Versatzstücke montiert und esoterisch erhöht ohne dass es überladen oder unstimmig wirken würde. Eine Lektüre wie ein Trip der zum Glück nie psychedelisch wird.

Nirvana - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Nirvana

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 22,80

ISBN 10:
3868697314

ISBN 13:
978-3868697315

120 Seiten

Positiv aufgefallen
  • sich steigernde Entwicklung
  • Verbund vieler verschiedener Elemente
  • Zitate
Negativ aufgefallen
  • esoterische Aspekte sind Geschmackssache
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Rezension vom: 11.12.2014
Kategorie: Rezensionen
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