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Comic-Besprechung - The Spirit 3

Geschichten:
US-The Spirit Heft 13-18
Autor: Sergio Aragonés, Mark Evanier, Glen David Gold, Eduardo Risso, Dennis O´Neil
Zeichner: Mike Ploog, Paul Smith, Walden Wong, Aluir Amancio, Ty Templeton, Phil Hester


Story:
Will Eisner´s Superdetektiv muss in diesem Band acht knallharte Fälle lösen. Es beginnt mit einem Raub von 100 Diamanten und einem seltenen Tiger, der unerwartet in den Besitz dieser Diamanten kommt. Weiter geht es mit einer russischen Nichte, die nach Amerika gekommen ist, um das Erbe ihres Onkels anzunehmen. Doch einige andere Leute sind auch heiß auf das Erbe. Geschichte Numero Drei handelt von einer Verbrecherbande, die in Central City ihr Unwesen treibt und den Spirit beinah ermordet. Doch der Spirit wäre nicht der Spirit, wenn es ihm nicht gelingen würde, diesen Fall zu knacken. Die letzten fünf Geschichten sind etwas ausführlicher und behandeln ziemlich komplexe Fälle, wie die Morde an einer Mediziner-Gruppe, den Schmuggel von Diamanten, dem Mord beim Filmdreh, dem groß angelegten Versicherungsschwindel, der in Mord ausartet und den Raub von ein paar Mumien in Ägypten.

Meinung:
Will Eisner schuf 1940 einen Detektiv, der bis heute nichts von seinem Reiz verloren hat. Die acht Geschichten in diesem Band sind durchweg spannend und amüsant. Die Autoren lassen den Spirit immer zwischen zwei Stühlen sitzen. Zum Einen will er verzwickte Kriminalfälle lösen und zum Anderen bekommt er dabei jedes Mal Probleme mit seiner Freundin Ellen Dolan, die ein wenig naiv ist und doch den Spirit nur für sich allein haben will. So kommt es manchmal zu Konstellationen, die dem Leser ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubern. Denn der Spirit ist sehr überzeugend bei der Aufklärung der Kriminalfälle, aber weniger selbstsicher beim Umgang mit den Frauen.

Doch diese Punkte werden erst ab der vierten Geschichte wichtig. Davor gibt es drei kürzere Storys von Gastautoren. Diese sind nicht so tiefgründig und bestehen auch nur aus wenigen Seiten. Hervorzuheben ist hier die Geschichte "In den kalten Abgründen eines eisigen Herzens", die vollkommen ohne Worte auskommt. In den Sprechblasen befinden sich nur Ausrufe, Fragezeichen oder kleine Symbole, so dass der Leser auch ohne Worte die Geschichte verstehen kann. Dies hat etwas von einem Stummfilm. Sie hat zwar inhaltlich dadurch keinen Tiefgang, aber gerade weil der Leser verstärkt auf die Bilder achten muss, bildet sich eine Vielschichtigkeit heraus, die andere Geschichten in diesem Heft nicht ansatzweise haben.

So richtig los geht es mit der Detektivarbeit aber erst ab der vierten Geschichte. Nun folgen spannende und actionreiche Stories, die dem Leser fesseln. Es ist nicht immer die Tat, die an erster Stelle steht, manchmal platzt der Spirit auch unbewusst in einen Fall, und schafft es dadurch vor dem Polizeichef Dolan die Angelegenheit aufzuklären. Sergio Aragonés schafft es mit diesen Mitteln, also dem Verhältnis des Spirits zu Dolans Tocher und der Zusammenarbeit vom Spirit mit dem Polizeichef eine zwischenmenschliche Ebene aufzubauen, die zwar nichts mit den Fällen zu tun hat, aber der ganzen Sache einen amüsanten Teil entgegenstellt.

Somit kann man Sergio Aragonés nur für diese Geschichten beglückwünschen. Der Spirit ist im 21. Jahrhundert angekommen und fühlt sich anscheinend mächtig wohl hier. Die Stories wissen zu fesseln und dürften dem Leser dazu bringen, das Heft sicherlich noch das ein oder andere Mal in die Hand zu nehmen.

Dazu haben aber natürlich auch die Zeichnungen beigetragen, welche in diesem Heft von verschiedenen Künstler angefertigt worden sind. Im Grunde genommen gibt es keine großen Unterschiede zwischen den einzelnen Comics. Nur Ty Templetons Version des Spirits fällt etwas aus dem Rahmen. Er hat den Spirit zurück in die 40iger Jahre versetzt und die Zeichnungen der damaligen Zeit angepasst, was sehr überzeugend aussieht. Ebenfalls noch etwas besonderes hat Phil Hester bei der Geschichte ohne Wort geschaffen. Die Zeichnungen enthalten viel Schatten und wenige helle Farben. Dies passt sehr gut zur Handlung von Gail Simone.

Richtig gut wird es dann ebenfalls ab der vierten Geschichte, wo Paul Smith den Bleistift in die Hand nimmt. Seine Panels sind farbenfroh, sprühen vor Slapstick und geben die Mischung aus Krimi und Komödie perfekt wieder. Daran gibt es also wahrlich nichts auszusetzen.

Fazit:
Mit dem dritten Band der The Spirit - Reihe hat Panini einen richtig guten Comic nach Deutschland gebracht, der Krimi, Action, Abenteuer und Komödie perfekt in sich vereint. Die Geschichten sind spannend und kurzweilig. Die grafischen Darstellungen der einzelnen Zeichner weiß ebenfalls zu überzeugen. Somit kann hier als Abschluss nur folgende Aussage getroffen werden: Zugreifen !!

The Spirit 3 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Spirit 3

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 10:
3866077440

ISBN 13:
978-3866077447

148 Seiten

Positiv aufgefallen
  • gute Stories
  • gute Zeichnungen
  • gute Mischung aus Krimi und Komödie
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 18.04.2009
Kategorie: The Spirit
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