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Comic-Besprechung - Silver 3: Das Lied vom Blut

Geschichten:
Silver 3: Das Lied vom Blut
Autor / Zeichner: Stephan Franck


Story:
Der Plan geht voran und das Trickster-Team um Finnegan ist kurz davor, den enormen Silberschatz von Dracula zu stehlen. Doch eines Nachts entdeckt die Vampirjägerin Rosalynd das die Vampir-Prinzessin Lillian das Schloss verlässt. Da sie mit der untoten Fürstin noch eine alte Rechnung offen hat, verfolgt sie die Blutsauger. Der anschliessende Kampf droht jedoch den Plan aufzudecken und die Tarnung zunichte zu machen.


Meinung:
Im dritten Akt schwächelt die Story von Silver etwas. Damit muss man leider festhalten, dass die Serie mit jedem Band etwas schwächer geworden ist. Vielleicht bekommt der Zeichner und Autor in Personalunion Stephan Franck im vierten und letzten Band noch mal die Kurve und legt ein fulminantes Finale hin.

Aber warum fällt dieser Band relativ schwach aus? Das liegt nicht daran, das etwa ein Drittel des Bandes aus Action besteht. Ganz im Gegenteil: die erste Hälfte ist sogar ziemlich stark. Die Vampirjägerin welche die Bande von Dieben und Betrügern begleitet, hat nämlich noch eine eigene Agenda die sie ihren Gefährten verschwiegen hat. Als sie nun ihre Zielperson dabei beobachtet wie sie nachts ausreitet, so folgt sie ihr und bringt damit die Tarnung und den Plan in höchste Gefahr. Die sich anschließenden Actionszenen sind äußerst spannend und von den Zeichnungen her nicht nur stimmungsvoll ausgefallen, sondern auch äußerst dynamisch. Hier merkt man deutlich, dass Franck aus dem Trickfilmbereich stammt und weiß wie man Tempo und Dynamik suggeriert. Es ist kein Wunder, das gerade in diesen Szenen alles sehr filmisch wirkt und so die Expressivität des Strichs, die schon fast an Frank Miller und Mike Mignola erinnert, etwas aufhebt. Im Gegensatz zu den ersten zwei Teilen sind die Panels aber manchmal etwas größer geworden und bieten einen starken Zoom mit Nahaufnahmen wo man sich angesichts der ausufernden Schwarzflächen oftmals etwas länger orientierten muss. Dennoch sind gerade die Zeichnungen und die Inszenierung wie bisher die größte Stärke der Serie. Es ist immer noch sehr gut mit vielen dramatischen und dynamischen Wechseln in den Perspektiven und stark ausgearbeiteten schwarzen Flächen versehen, so dass man bezüglich des Rhythmus und der Perspektivenwechsel alles auch als ein Lehrbuch nehmen könnte.

Leider kann die Story da nicht mehr mithalten. Die Grundidee ist ja bestechend, indem ein Heist Genre mit dem klassischen Dracula von Bram Stoker verknüpft wird. Mittlerweile ist die Bande in Draculas Schloss untergetaucht und infiltriert die große Feier zur Walpurgisnacht. Der Tanz der Vampire lässt grüßen. Leider zieht sich das sehr in die Länge und der größte Schwachpunkt besteht in einem großen inhaltlichen Sprung. Die Gruppe wird von Dracula enttarnt, aber leider wird das nicht gezeigt wie die einzelnen Mitglieder gegangen genommen werden, sondern stattdessen wird ein Mitglied der Gang mit den bereits gefangenen Komplizen konfrontiert. Da wurde viel Potential verschenkt. Der größte Fehler besteht aber darin, dass bedauerlicherweise im Off-Kommentar viel von der Spannung aufgehoben wird. Es entpuppt sich nämlich alles als ein Teil des Plans und da dieses angekündigt wird, ist die scheinbare Rettung wenig überraschend. Vor allem ist dieses Mittel zur Flucht etwas unlogisch, da man sich die Vampire nicht als so dumm vorstellen kann.

So nimmt man ein etwas ungutes Gefühl aus dem Band mit. Aber angesichts der beeindruckenden Gestaltung sieht man der Fortsetzung  dennoch entgegen. Vor allem da sich nach den Regeln des Subgenres des Heist noch im kommenden Finale typische Wendungen ergeben müssten, inklusive Verrat eines Gangmitglieds. Und so ist man gespannt, ob die Genreregeln befolgt werden.


Fazit:
Auch wenn die Story vor allem in der zweiten Hälfte deutlich schwächelt, so ist die zeichnerische Umsetzung immer  noch erstklassig und kann schon fast als Lehrbuch für graphische Gestaltung von Tempo und Dynamik gelten. Da nimmt man die inhaltlichen Sprünge und ärgerliche Vorwegnahmen durch den Off-Kommentar durchaus in Kauf.

Silver 3: Das Lied vom Blut - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Silver 3: Das Lied vom Blut

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Schreiber und Leser

Preis:
€ 16,95

ISBN 10:
3946337287

ISBN 13:
978-3946337287

152 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • Umsetzung der Actionszenen
  • Atmosphäre
Negativ aufgefallen
  • inhaltlicher Sprung
  • Off-Kommentar der Spannung verdirbt
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Rezension vom: 21.01.2018
Kategorie: Alben
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