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Comic-Besprechung - H.G. Wells – Die Insel des Dr. Moreau

Geschichten:
Text: Dobbs
Zeichnungen: Fabrizio Fiorentino
Kolorierung: Matteo Vattani


Story:
Edward Prendick ist ein Schiffbrüchiger. Nachdem sein Schiff in Flammen aufgegangen war, versank es mit Mann und Maus im Pazifischen Ozean. Sein Glück scheint es zu sein, dass er von einem Kauffahrer auf hoher See aufgelesen wird. Doch seine Glückssträhne hält nicht lange. Noch nicht ganz wieder gesund, wird er schon wieder über Bord geworfen und findet sich auf einer Insel des Schreckens wieder. Denn ein halb wahnsinniger, halb genialer Wissenschaftler führt hier grauenvolle Experimente durch, mit denen er Wesen schafft, die irgendwo zwischen Mensch und Tier angesiedelt sind. Experimente, von denen er glaubt, sie unter Kontrolle zu haben. 


Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Herbert George Wells gehörte zu den schillerndsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Seine Neigung zum weiblichen Geschlecht ist legendär, er war persönlich befreundet mit George Bernhard Shaw, Roosvelt und Lenin, war ein Autodidakt und mit weit über 100 Romanen einer der produktivsten Schriftsteller seiner Zeit. Vor allem aber war er ein Warner vor einer zügellosen Technokratie. Dieser Grundgedanke kommt besonders in seinem 1896 – und damit noch ganz am Beginn seiner Karriere – erschienenen Werk „Die Insel des Dr. Moreau“ zum Tragen.
Wells führt uns einen Wissenschaftler vor, der – getrieben von dem Leitgedanken etwas Neues, noch nie Dagewesenes zu schaffen – sämtliche moralischen und ethnischen Bedenken über Bord wirft. Er lässt seinem wissenschaftlichen Treiben bedenkenlos Raum. 
Der Bedeutung des Buches für das Gesamtwerk des englischen Schriftstellers folgend, hat der französische Szenarist Dobbs es – neben „Die Zeitmaschine“, „Krieg der Welten“ und „Der Unsichtbare“ – in seiner Reihe von Comicadaptionen zu den Werken von H.G. Wells mit aufgenommen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, denn mehr noch als in den anderen Bänden ist bei „Die Insel des Dr. Moreau“ der theoretisch philosophische Teil von großer Bedeutung.
Wells war ein Meister darin, seine Gedanken zur Welt in spannende Geschichten zu verpacken, wie er es bereits bei seinem ersten großen Erfolg, „Die Zeitmaschine“, tat. Und mehr noch als in diesem Werk, musste Dobbs es schaffen die hintersinnigen Gedanken des Schriftstellers in kleine Sprechblasen und erläuternde Text zu kürzen. Das gelingt ihm gut. Sicherlich ist es kaum möglich die komplexen Gedankengänge von Wells ohne Verlust zu kürzen, aber Dobbs liefert auch keine Abschrift, sondern eine Adaption.
Ihm zur Hilfe steht Fabrizio Fiorentino, der bisher vor allem auf dem us-amerikanischen Comicmarkt mit Superhelden beschäftigt war. Seine Zeichnungen sind es, die den Teil von Wells Geschichte erzählen, die Dobbs strich. Er lässt uns an der Resignation von Edward Prendick teilhaben, zeigt uns dann seine Angst, seine Wut bis hin zu seinem Wahnsinn. In unerwarteter Weise liefert er detailreiche Zeichnungen, die das ganze Grauen der unmenschlichen Kreuzungsversuche des Dr. Moreau einfangen.
Bei seiner Kritik an einer distanz- und empathielosen Wissenschaft, darf allerdings eines nicht vergessen werden: Wells liefert eine grandios spannende Geschichte ab, irgendwo angesiedelt zwischen Mary Shellys „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ und der zeitgenössischen Science-Fiction-Literatur. Und das Team Dobbs/Fiorentino gelingt es, diesen genialen Plot in die Neunte Kunst zu übertragen.


Fazit:
Dobbs liefert einen weiteren Beweis dafür, dass die Wellsschen Romane noch längst nicht überholt sind. Eine tolle Adaption, bei der der Tiefsinn, aber auch die Spannung aus dem Werk des englischen Schriftstellers erhalten bleibt.


H.G. Wells – Die Insel des Dr. Moreau - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

H.G. Wells – Die Insel des Dr. Moreau

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 15,80

ISBN 13:
978-3-95839-505-3

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Wells Idee bleibt erhalten
  • Tolles Artwork
  • Spannung bis zum Schluss
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 11.01.2018
Kategorie: Alben
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