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Comic-Besprechung - Eternum 1

Geschichten:
Der Sarkophag
Text: Christophe Bec Zeichnungen: Jaouen Salaün


Story:
Wir schreiben das Jahr 2297. Die Menschheit hat ihren Herrschaftsbereich ausgedehnt und fördert wichtige Rohstoffe auf Planten außerhalb unseres Sonnensystems. In einer der Minen, „irgendwo inmitten der Milchstraße“, stoßen bei Förderarbeiten die Minenarbeiter auf einen Sarkophag. Das sofort informierte „Konsortium“, ein internationaler Zusammenschluss um das Überleben der Menschheit zu garantieren, schickt augenblicklich Wissenschaftler los, um das Ding zu erforschen. Als diese nach 41 Tagen auf dem Planeten eintreffen, sind alle Bergarbeiter, bis auf einen niedergemetzelt. Niemand kann sich erklären, was hier geschehen ist. Es scheint so, als hätten sich die Arbeiter gegenseitig umgebracht. Kurzerhand wird der Überlebende und der Sarkophag an Bord des Raumschiffs der Wissenschaftler genommen und der Rückweg zur Erde angetreten. Doch als das Schiff dort wieder nach 41 Tagen ankommt, lebt an Bord keiner mehr. Alle Besatzungsmitglieder sind einem Massaker zum Opfer gefallen. Eine Vielzahl an Fragen bleiben ungeklärt.

Meinung:
Über 70 Alben hat Christophe Bec in seiner rund 20-jährigen Karriere bisher geschrieben. Ein immenser Ausstoß und fast alle sind im Bielefelder Splitter Verlag erschienen. Nicht zu Unrecht gilt der Franzose als einer der emsigsten Arbeiter seiner Zunft.
Seine Geschichte haben ein deutliches Ziel: Sie wollen spannende Unterhaltung bieten. Nicht mehr und nicht weniger. Und genau das gelingt Bec auch in seinem neuesten Streich bei Splitter: „Eternum“. 
Der Plot der Geschichte lässt einen ziemlich schnell an die großen Klassiker des Science-Fiction denken. Die Atmosphäre erinnert an die großen Filmklassiker „Aliens“ oder „The Thing“. „Das Konsortium“ ist beispielsweise nicht weit entfernt von der „Firma“ in Alien. Der Sarkophag, der aufgebrochen wird, könnte auch ein Eisblock sein der schmilzt – wie in „The Thing“. Bec äußerte sich in einem Interview mit der Zeitschrift „Zack“ zu den Filmen und die Parallelen zu seinem Werk insgesamt: „Ja, diese beiden Filme gehören zu meinem persönlichen Pantheon. Aber ich könnte noch die Filme von Stanley Kubrick, Oliver Stone, Roman Polanski, Sergio Leone und Neil Marschall hinzufügen“. Neben der düsteren Grundstimmung aus den Filmen, hat Bec ins Zentrum seiner Geschichte ebenfalls den Erstkontakt mit extraterrestrischen Wesen gesetzt. 
Bec ist einer von jenen Autoren, die sich von diesen Geschichten angezogen fühlen. „Ich werde ganz einfach vom Unbekannten angezogen. Das, was der Mensch möglicherweise auf unserem Planeten noch nicht entdeckt hat, fasziniert mich“, erinnert er sich im Interview. Natürlich ist die Frage erlaubt, ob eine solche Nähe zu den Filmen nicht etwas einfach und damit langweilig ist. Die Frage kann mit einem eindeutigen „Nein“ beantwortet werden. Bec gewinnt den grundlegenden Szenarien immer wieder neue Aspekte ab. Und obwohl dem Leser der Grundtenor möglicherweise bekannt vorkommt, lässt die Geschichte von „Eternum“ immer wieder aufs Neue gruseln.
Dies ist auch ein Verdienst der graphischen Umsetzung. Denn die Bilder, die Jaouen Salaün zur Geschichte liefert, sind düster und in blau und grün gehalten – Farben der Kälte und des Unbehagens. Sie verstärken den Eindruck einer abweisenden Zukunftsvision. Der Leser findet kein Panel, bei dem er sich gemütlich einrichten kann, wo er einmal kurz entspannen kann. 


Fazit:
Wer Bec lies, der möchte keine schwierigen und hochphilosophischen Comics mit Metaebenen lesen. Wer Bec wählt, der möchte Spannung, fremde Welten und einen unheimlichen Plot. Genau das liefert „Eternum“ auf das Vortrefflichste. Schnörkellose, mitreißende Science-Fiction. Das ist zwar gewiss nicht neu, aber bei Bec einfach immer wieder genial!



Eternum 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Eternum 1

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 14,80

ISBN 13:
978-3-95839-321-9

48 Seiten

Eternum 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Spannende Atmosphäre
  • Düsteres Artwork
  • Bec in Höchstform
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 11.11.2016
Kategorie: Alben
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