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Comic-Besprechung - Outcast 2: Unermesslicher und endloser Zerfall

Geschichten:
Outcast 2: Unermesslicher und endloser Zerfall (Outcast 7-12)
Autor: Robert Kirkman, Zeichner: Paul Azaceta, Colorist: Elizabeth Breitweiser


Story:
Auch bisher war das Leben von Kyle Barnes nicht gerade einfach. Schreckliche Ereignisse um seine Mutter und seine Frau haben ihn alles gekostet und nur seine Schwester hält zu ihm. Als er jetzt erkannte, das er eine Begabung hat, die es ihm ermöglicht Dämonen zu bekämpfen, erscheint vieles in einem anderen Licht. Doch was geht eigentlich vor in der Welt. Und sind die exorzierten Geister etwa immer  noch aktiv?

Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Es war schon beim Auftakt der Serie etwas überraschend, dass Robert Kirkman sich als Thema dem Exorzismus zugewandt hat. Nicht nur ist das Thema nach einem deutlichen Boom in letzter Zeit deutlich weniger zu finden, da es sich etwas abgenutzt hat, sondern bietet auf der inhaltlichen Ebene auch relativ wenig Innovationen bzw. ist es in den Mustern recht festgefahren. Die letzten Spielfilme, die da versuchten eine Kniffe und Twists einzubringen, sind fast allesamt gescheitert.

Ein solcher übersinnlicher Thriller bietet thematisch also eigentlich recht wenig Raum für eine ausgefeilte Handlung. Da fragt man sich natürlich, wie damit gleich eine ganze Serie gestaltet werden soll. So tritt die eigentliche Handlung jetzt schon auf der Stelle. Dafür gibt es einige Anspielungen auf mögliche größere Hintergründe. Das hält den Leser schon bei der Stange, da man wissen will ob das was sich hier verhängnisvoll anbahnt auch wirklich eine Gefahr bedeutet oder nur in der Psyche der Protagonisten vorhanden ist. In einer bezeichnenden Szene herrscht eine große Spannung vor, ohne dass klar gemacht wird, ob die Situation gefährlich ist. Der Held hat erfahren, dass viele vermeintlich Exorzierte immer noch unter dem Einfluss des Bösen stehen könnten. An einer Tankstelle beobachtet er misstrauisch die anderen Menschen, die ihn wiederum anblicken. Sind sie besessen oder nur von seinem Verhalten befremdet? Das bleibt unklar und damit ist dieses große Panel extrem spannend ausgefallen.

Anhand dieses Beispiels ahnt man es schon: auch wenn die Handlung eher gemächlich voranschreitet, wobei es da natürlich auch einige Ausnahmen gibt, bietet das Thema eben den notwendigen Raum für Charaktere. Und es immer schon die große Stärke von Robert Kirkman gewesen, Charaktere zu entwerfen und sich anhand von Situationen wachsen zu lassen. Das ist auch ein wesentliches Erfolgsmerkmal seiner Reihe The Walking Dead wo es darum geht wie die Menschen mit der Bedrohung umgehen. Da folgt man den Charakteren gerne und ist gespannt wie sehr sie verändern. In zweiten Band von Outcast ist es denn auch ausgerechnet eine sehr intime Szene, die einem am längsten im Gedächtnis bleibt, da sie sehr tief in den Charakter der Hauptpersonen geht. In Outcast ist es noch persönlicher als in The Walking Dead da hier das Leid nicht nur physisch, sondern auch emotional und psychisch, ja sogar seelisch im ganzen Sinne, erfolgt. Es geht nicht nur darum, seine Haut zu retten, sondern seine Seele. Und die Angriffe der Dämonen erfolgen auch auf psychischer Ebene, indem sie versuchen den Helden alle Grundlagen zu entziehen und sie anfällig zu machen und somit zu Schwächen. Dafür ist die präzise Charakterisierung natürlich notwendig. Welches hier hervorragend gelingt.

Azaceto hat bei Sean Phillips gut abgeguckt und die intimen Momente sind sehr stark, während manche Hervorhebungen, durch kleine Panels in größeren, nicht nur Akzente setzen, sondern manchmal auch eine reine Spielerei sind, da sie auf die falsche Spur führen. Vor allem am Anfang wird da eine Szene dramatisiert, die eine solche Gestaltung nicht unbedingt nötig gehabt hätte und so geht der Effekt als reine Hascherei durch. Ansonsten sind es die dunklen Farben die durchaus ein starkes Noir-Feeling haben, welche eine einzige düstere Atmosphäre schaffen. Man kann gespannt sein wie es weitergehen mag.


Fazit:
Spannend und zeichnerisch mit einem passenden Noir-Flair versehen. Die Spannung resultiert auch aus den persönlichen Momenten der Figuren die hier durchaus komplex sind. Man kann gespannt sein, wie sich die Serie entwickeln wird.


Outcast 2: Unermesslicher und endloser Zerfall - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Outcast 2: Unermesslicher und endloser Zerfall

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 22

ISBN 10:
3864258057

ISBN 13:
978-3864258053

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • komplexe Charaktere
  • sich allmählich steigernde Entwicklung
  • Spannung
  • zeichnerische Umsetzung
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 28.04.2016
Kategorie: Alben
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