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Comic-Besprechung - Hamatora 01

Geschichten:

Geschichten:
Hamatora Band 1
Original Story: Yuuki Kodoma, Natsu Matsumai 
Manga: Yuuki Kodma
Scenario: Yukinori Kitajima



Story:
Falls jemand ein Problem in Yokohama hat, wendet er sich am besten an die Detektei Hamatora. Deren Inhaber Nice ist ein sogenannter Minimum-Holder und besitzt damit übernatürliche Fähigkeiten. Doch die Facultas-Akademie, an der er einst war, will, dass er zurückkehrt. Woran er natürlich überhaupt kein Interesse hat.

Meinung:
Es ist keine Seltenheit, dass viele Mangaschaffende diverse Seitenprojekte haben. Man denke nur Hiro Mashima, der neben seiner Serie "Fairy Tail" auch wiederholt Miniserien und Oneshots erschafft, wie zum Beispiel "Monster Hunter Orage". Auch Yuuki Kodama gesellt sich zu dieser Riege an vielbeschäftigten Künstlern hinzu. Neben seinem Manga "Blood Lad", der bei Tokyopop herauskommt, arbeitet er auch an der Serie Hamatora, die von Kazè veröffentlicht wird. Wobei er in diesem Fall die Reihe nicht im Alleingang stemmt. So hat er die ursprüngliche Geschichte gemeinsam mit Natsu Matsumai entworfen. Und das Szenario der Geschichten stammt aus der Feder von Yukinori Kitajima, der auch das Skript zu der Animeserie "Brynhildr in the Darkness" schrieb.

Bereits von Anfang an war Hamatora als Multimediakonzept geplant, zu der auch ein Anime existiert, der ebenfalls von Kazè angeboten wird. Der Manga selbst wird mit drei Bänden abgeschlossen sein. Wobei Teil 2 Anfang Juni vorangekündigt ist.

Minimum Holder sind Menschen, die über besondere Fähigkeiten verfügen. Einige können sehr weit dehnen. Andere haben Augen wie ein Adler. Was nahezu alle gemeinsam haben: Sie werden an der Akademie ausgebildet. Doch Nice ist ein Sonderfall, in jederlei Hinsicht.

Er war der beste Schüler aller Zeiten. Und er hat die Akademie vorzeitig abgebrochen um sich eigenständig zu machen. Er hat ein Detektivbüro in Yokohama und ermittelt in ungewöhnlichen Fällen. Wie zum Beispiel einem mysteriösen Stalker. Oder zwei Terroristien, die ebenfalls über ein Minimum verfügen. Und gleichzeitig möchte die Akademie ihren besten Schüler wieder zurückhaben. Und schickt den zweitbesten Schüler aller Zeiten los, um sich der Sache anzunehmen. Doch mit Hilfe seines überragenden Intellekts und seines Minimums Cannonballs, behält er am Ende immer die Oberhand.

Leser von US-Comics werden beim Lesen der Inhaltswiedergabe ein leichtes Deja Vu-Erlebnis haben. Schließlich erinnert das Prinzip mit den Minimumholder und ihren besonderen Kräften sehr an Marvels X-Men. Wobei es natürlich auch gewisse Unterschiede gibt. In Hamatora werden die Fähigkeiten herangezüchtet, während sie bei den X-Men eine Laune der Natur sind.

Im Kern präsentiert sich Hamatora als ein Detektivmanga, dessen Fälle allesamt bizarrer Natur sind. Wobei meistens außer Nice und seiner Partnerin Hajime immer noch weitere "Minimum Holder" beteiligt sind. Doch wer jetzt meint, hier ernstgemeinte Fälle wie bei "Detektiv Conan" vorzufinden, der dürfte schnell enttäuscht sein. Denn hier wird nicht verlangt, dass man seinen eigenen Grips anstrengt, sondern dass man sich unterhalten fühlt. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

Doch dieses Ziel erreicht das Kreativteam problemlos. Was auch an dem Protagonisten liegt. Dabei ist schöne, das Nice eben nicht nur dank seines Minimums die typischen Auseinandersetzungen gewinnt. Sondern auch, weil er intelligent und aufmerksam ist. Anhand kleinster Details kann er so zum Beispiel im zweiten Fall aufdecken, dass der der Verdächtige nicht alleine wohnt sondern auch noch einen Partner hat. Genauso wie er entdeckt, dass Murasaki, der von der Akademie geschickt wurde, um ihn zurückzuholen, ebenfalls ein Minimum hat.

Murasaki ist dabei der perfekte Gegenpart zu Nice. Wobei er in den Geschichten mehr eine passive Funktion innehat und Nice beobachtet. Anders als Nice ist er nicht laut oder lüstern, sondern zurückhaltend und lässt sich nur selten anmerken, was wirklich in ihm vorgeht.

Aber auch die Assistentin von Nice ist interessant. Die meiste Zeit sieht man wie Hajime, ein junges Mädchen, Unmengen an Essen zu sich nehmen, wobei man sich wundert, wo sie das alles lässt. Des Rätsels Lösung wird man gegen Ende des Mangas vorfinden. Und man wird eine schöne Überraschung erleben, die einen schmunzeln lässt. Dabei erfährt man nichts über ihre Vergangenheit, was hoffentlich in den nächsten Bänden geklärt wird.

Der Humor von Hamatora entsteht dabei unter anderem durch Gegensätze. Der zwischen Hajime, einem kleinen Mädchen und den Riesenmengen an Nahrung ist dabei ein Beispiel. Oder der sonst so überheblich und von sich selbst überzeugende Nice, der bei jedem Mädchen oder reiferen Frau sofort weiche Knie kriegt und vor sich hinsabbert. Andere lustige Szenen sind einfach komische Momente, wie zum Beispiel die Szene, in der Nice einem Minimumholder dessen dehnbare Zunge um den Kopf gewickelt hat. Man wird also immer etwas zu lachen oder zu schmunzeln haben.

Die Zeichnungen von Kodawa sind dabei solide. Die Charaktere sind alle interessant designt, wie zum Beispiel das mit Pflastern geklebte Gesicht von Nice oder die unscheinbare Hajime. Sehr schön ist dabei die Liebe zum Detail. So verpasst Murasaki dem Display seines Handys in der einen Geschichte vor lauter Frust Risse, die man in einem späteren Kapitel wieder sieht, auch wenn die Story dabei inzwischen eine andere ist.

Allerdings muss man auch sagen, dass Hamatora Standardkost ist. Zwar gute, aber um am Ende restlos zu überzeugen fehlt noch das gewisse Etwas. Zu sehr wirkt die Geschichte manchmal wie aus üblichen Genreversatzstücken zusammengepuzzelt. Trotzdem sollte man "Reinschauen".


Fazit:
Szenarist Yukinori Kitajima und Illustrator Yuuki Kodama liefern mit "Hamatora Band 1" einen gelungenen Detektivmanga ab. Allerdings sind die Stories mehr bizarrer Natur, als eine Herausforderung an die grauen Zellen. Die Charaktere sind alle prägnant und interessant. Dazu gehört auch der Hauptprotagonist Nice, der mit Hilfe seiner Fähigkeiten und seines Intellekts einen überlegenen Eindruck macht. Die diversen Gegensätze sind dabei eine stete Quelle des Humors. Die Zeichnungen sind solide und von einer Liebe zum Detail geprägt. Das einzige, was man dem Manga vorwerfen muss, ist dass er zu sehr Standardkost bietet.

Hamatora 01 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Hamatora 01

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Kazé

Preis:
€ 6,95

ISBN 13:
978-2889216918

200 Seiten

Hamatora 01 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Bizarre Stories
  • Interessante Charaktere
  • Schöner Humor
  • Solide Zeichnungen mit Liebe zum Detail
Negativ aufgefallen
  • Zu sehr Standardkost
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Rezension vom: 14.05.2015
Kategorie: Hamatora
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