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Comic-Besprechung - Golias 3: Das Jugendelixier

Geschichten:
Golias 3: Das Jugendelixier
Autor: Serge LeTendre
Zeichner: Jérome Lereculey
Colorist: Stambecco


Story:
Golias konnte seine Schwester retten und macht sich mit seinen Gefährten auf den Heimweg, um seinen verräterischen Onkel zu stürzen. Doch da die Vorräte zu Neige gehen, müssen sie auf einer Insel anlanden. Auf dieser existiert ein Kult der Göttin Hekate, welcher auch Menschenopfer einschließt. Die Schwester von Golias gerät wieder einmal in tödliche Gefahr.


Meinung:
Der dritte Band im Speziellen und die Serie Golias im Allgemeinen zeigen wieder einmal auf, das die Fantasy aus den antiken Sagen stammt. So wie man das Genre der Fantasy heute versteht, sprich welche Elemente vorkommen müssen, um ein Comic diesem Bereich zuordnen zu können, bedient man sich stark der Archetypen die generell aus den antiken Sagen stammen und die schon als Standardbeispiele für deren Nutzung dienen. Was natürlich auch daran liegt, das sie mit zu den ältesten erhaltenen Schriftstücken gehören und alles bis heute im westlichen Kulturkreis prägten.

Hier wird das sehr deutlich, obwohl man sich hauptsächlich der antiken Legenden bedient anstatt sie einfach noch einmal zu erzählen. Somit ist Golias keine neuerliche Sagenadaption, aber die Kombination der einzelnen bekannten Elemente dienen sich der Fantasy an. Da wäre ein Monster welches optisch der Beschreibung des antiken Minotaurus ähnelt, Höllenhunde die zwar nicht dreiköpfig sind aber durchaus an Zerberus erinnern, tapfere Recken, eine Hexe welche einem bösen Kult dient, ein guter Magier und jungfräuliche Opfer. Alles Archetypen mit denen hier weniger gespielt wird, sondern die für eine eigene Geschichte benutzt werden. Zudem werden hier durchaus manche Klischees angewandt. Was nicht ausbleibt, wenn man sich auf die Schultern antiker Handlungsbögen stellt. So schmunzelt man doch etwas, wenn mal wieder, wie gefühlt in jeder zweiten Abenteuergeschichte, Jungfrauen geopfert werden sollen (vorzugsweise nackt). Und der Blick in die Höhle des Kultes lässt durchaus Assoziationen an Indiana Jones und der Tempel des Todes zu. Wobei sich diese Assoziationen selbstverständlich wieder durch die Nutzung der archetypischen Situationen ergeben.

Auffällig ist nur der freie Umgang mit den Archetypen, wobei das nicht heißen soll, dass hier eine Dekonstruktion vorgenommen wird. Sie bekommen immer nur einen leichten Kniff, einen leichten Dreh in eine andere Richtung, was durchaus einen Hauch von Ironie entstehen lässt. So freuen sich die Inselbewohner über  die Ankunft der Prinzessin. Weniger weil sie Rettung verspricht, sondern weil eben sie anstelle einer ortsansässigen geopfert werden kann. Zudem versagt der tapfere Recke Golias in den entscheidenden Momenten. Am Ende wird noch mit einem sehr gelungen Coup aufgewartet. Er ist eigentlich so naheliegend, das man sich fragt warum noch nie jemand darauf kam. Obwohl in dem Film Andy Warhols Dracula schon mal ebenso verfahren worden ist, wurde diese Idee noch nie eingebracht, um die Jungfrau zu retten. Dabei gibt es da natürlich eine sehr naheliegende und angenehmere Methode als gegen alle Viecher kämpfen zu müssen. Hierfür ein dickes „Bravo“.

Ansonsten gibt es hier ein grundsolides Actionabenteuer welches altes Flair mit realistischen und gut montierten Zeichnungen erzählt. So etwa die Rückblende die etwas im Sinne alter Mittelalterzeichnungen oder gar Hieroglyphen erzählt wird und bei der am Ende der Erzähler wechselt, da zeitgleich an unterschiedlichen Orten zwei verschiedene Protagonisten von derselben Geschichte erzählen. So werden sowohl der Leser als auch die Charaktere gleichzeitig auf denselben Stand gebracht und geschickt die Handlungsorte miteinander verwoben. Bei den Actionszenen wird es sehr filmisch und dadurch auch sehr dynamisch und spannend. Vor allem die Zeichnungen machen diese etwas zusammen geklaubte Erzählung schön zu lesen.


Fazit:
Ein grundsolides Actionabenteuer in antikem Gewand, welche sich der Archetypen und Klischees bedient, aber denen immerhin einen leichten Kniff verleiht, so das hier auch immer ein Hauch von Ironie weht. Äußerst gelungen sind die realistischen und gut montierten Zeichnungen.

Golias 3: Das Jugendelixier - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Golias 3: Das Jugendelixier

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Ehapa Comic Collection

Preis:
€ 15,00

ISBN 10:
3770438019

ISBN 13:
978-3770438013

48 Seiten

Golias 3: Das Jugendelixier bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Ironie
  • Spiel mit Archetypen
  • gelungener Kniff
  • gut montierte Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • keine Dekonstruktion oder Innovation
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Rezension vom: 11.12.2014
Kategorie: Alben
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