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Comic-Besprechung - Punisher Max 49: Der letzte Weg

Geschichten:

Punisher Max 49: Der letzte Weg (Punisher Max 17 - 22)
Autor: Jason Aaron
Zeichner
: Steve Dillon
Colorist: Matt Hollingsworth



Story:
Zwar ist der Punisher aus dem Gefängnis entkommen und mittlerweile körperlich wieder fit. Aber wie will er ohne Geld und ohne Waffen gegen den Kingpin Wilson Fisk bestehen, der die ganze Stadt kontrolliert? Zudem hat der mächtige Gangster noch einen neuen skrupellosen weiblichen Leibwächter: Elektra. Doch nicht nur der Punisher hat es auf den Kingpin abgesehen, sondern auch dessen Ex-Frau Vanessa. Der allseitige Hass staut sich auf für ein bluttriefendes Finale.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Der Abschluß der Tetralogie um den Punisher von Jason Aaron und Steve Dillon kommt unter einem sehr treffenden Titel heraus. Der letzte Weg ist nicht nur derjenige zu der finalen Konfrontation mit dem Kingpin, sondern Frank Castle kommt nun auch endlich nach Hause. Nach 30 Jahren Krieg, der auf seinen Einsatz in Vietnam folgte, kommt er nun endlich zum Heim. Aber ob er Frieden findet? Mancher mag jetzt einen Verdacht haben, worin das bestehen könnte, aber der Spaß an diesem kleinen und überraschenden und vor allem schockierenden Meisterwerk soll nicht verdorben werden.

Jedenfalls ist dieses Werk ein sehr starker Band, der zwar aufgrund der vielen Action zwangsläufig psychologisch nicht mehr so dicht sein kann (und ist) wie der vorherige, aber er hat genügend Elemente, um zu einem Serienklassiker zu werden. Vor allem dürfte er zu einigen Diskussionen einladen. Marvelfans werden sich nämlich mit einigen Entwicklungen nicht sonderlich anfreunden können. Aber Aaron siedelt seine Erzählung nicht in der üblichen Marvelkontinuität an, sondern orientiert sich eher an den Geschichten von Garth Ennis. Aaron als auch Ennis zeigen den alternden Castle, der mittlerweile mit 60 Jahren noch seinen Krieg führt. Im Gegensatz zu der fortlaufenden Kontinuität, in der die Figuren selten altern, sondern sich höchstens entwickeln.

Jedenfalls ergibt das einige Freiheiten, die Aaron sehr gut und ausführlich nutzt. Was auch so manche der Schocks ergibt. Allein was hier mit Elekta gemacht wird, ist erstaunlich. Gut, die Aspekte waren immer schon bei der Figur angelegt, aber hier sind sie in der Max-Serie ausführlich dargestellt, weil eben die ganze Reihe für eben solches geschaffen wurde. Und einige der Marvelikonen, egal ob Held oder Schurke, machen hier essentielles durch.

Da sich im Laufe der letzten Bände einiges an Hass zwischen den Figuren aufgebaut hat, werden die Kämpfe auch extrem brutal geführt. Hier gibt es keine Zurückhaltung mehr und vor allem die Kämpfe Mann gegen Mann sind von extremer Härte gekennzeichnet. Aber der Band setzt nicht nur auf den Effekt und die Schocks, sondern führt die psychologischen Entwicklungen der letzten Bände zu einem gelungenen Ende. Vor allem wird auch aufgezeigt, wie Stärke sich zu einer Last entwickeln kann. Denn man kann sich nie auf ihr ausruhen, sondern muss sie immer wieder neu demonstrieren, was paradoxerweise dazu führt, das man an Stärke verliert da die Demonstration einen langsam aber sicher auslaugt. und das geht allen Figuren so. Fury etwa ist völlig verbittert und seine Sicht am Ende auf den Punisher ist schon überraschend. In dieser Form werden in der Demontage einiger Figuren deren Mythologie nur bestärkt. Denn was in den gängigen Heften manchmal nur dezent angelegt ist, wird hier deutlich herausgearbeitet, was den Blick auf die anderen Verkörperungen entscheidend verändern wird. Denn Mythen wollen mit immer neuen Facetten bekräftigt werden. Das wissen nicht nur die Figuren wie der Punisher und der Kingpin, sondern auch der Autor Jason Aaron. So kann niemand an Kraft verlieren und dieser Band strotzt nur so davon, indem er dieses thematisiert.

Die meisterhaften Collagen von Steve Dillon tragen einen wesentlichen Teil dazu bei. Er schafft es mit einigen Bildern und Arrangements einen Kreis zu den früheren Bänden zu schließen und Bezüge herzustellen und wieder aufzugreifen. Alles in allem ist dieses wirklich der letzte Weg und ein großer Kreis wird geschlossen.

Der Punisher-Zyklus von Jason Aaron ist neben der langen Strecke von Garth Ennis das beste was jemals zu diesem Anti-Held veröffentlicht worden ist. Ein Meisterwerk.



Fazit:
Ein schockierender, bewegender, konsequenter und intelligenter Abschluß der Tetralogie von Aaron und Dillon. Dieser Band ist nichts weniger als ein Meisterwerk und der Run von Aaron ist neben der langen Strecke von Garth Ennis das Beste, was je für den Punisher geschrieben worden ist.

Punisher Max 49: Der letzte Weg - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Punisher Max 49: Der letzte Weg

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 13:
4196453216955

132 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Schocks, Emotionen und Gewalt
  • konsequentes und intelligentes Ende
  • Demontage der Helden mit gleichzeitiger Mythifizierung
  • auch zeichnerisch wird der Kreis geschlossen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 30.11.2012
Kategorie: Punisher
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