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Comic-Besprechung - Batman & Robin 2: Batman vs. Robin

Geschichten:
Der Schwarze Ritter Teil 1-3
Autor:
Grant Morrison
Zeichner: Cameron Sinclair
Farben: Alex Sinclair, Tony Avina

Batman gegen Robin Teil 1-3
Autor:
Grant Morrison
Zeichner: Andy Clarke, Dustin Nguyen
Tuscher: Scott Hanna
Farben: Janelle Siegel, Mike Marts, Alex Sinclair, Tony Avina


Story:

Dick Grayson verfolgt einen waghalsigen Plan. In einer Kohlengrube in England befindet sich eine Lazarusgrube. Was liegt also näher sie für eine Wiederbelebung des verstorbenen Bruce Wayne zu nutzen. Vor lauter Eifer übersieht Dick dabei die Gefahren und plötzlich muss ein vor kurzem noch querschnittsgelähmter Damian gegen das antreten, was da aus der Lazarusgrube entsteigt.

Er kann von Glück sagen, dass ihm seine Mutter eine neue Wirbelsäule verpassen konnte. Glück? Nicht wirklich. Denn Thalia al Ghul gibt die Kontrolle über ihren Sohn nicht so leicht auf. Und das gerade zu einem Moment, wo Dick Grayson hinter ein unglaubliches Geheimnis in Wayne Manor kommt. Hat Bruce Wayne etwa in der Vergangenheit Zeichen für die Gegenwart hinterlassen?



Meinung:
Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa. In der letzten Rezension zu Batman & Robin 1 wurde betont, wie sehr sich die Geschehnisse des Bandes in die aktuell laufende Batman-Serie fügten. Aber natüüüüüüüüüürlich fügen sie sich so wunderbar ein, denn schließlich handelt es sich bei den Tradepaperbacks um die Kollektion der ersten Ausgaben der Serie. Man sollte mit offenen Augen herumgehen, wenn man gerade wieder neu in den Bat-Kosmos startet. Dann passieren solche Schnitzer erst gar nicht (Hand heben, wem das ohne diesen kleinen Kotau gar nicht erst aufgefallen wäre). Gerade weil Grant Morrison am Ruder ist, der nicht gerade für einfach gestrickte Plots bekannt ist und schon mal selbst die Übersicht verliert.

Übersicht ist dann auch das richtige Stichwort, um gleich zum aktuellen Batman & Robin 2 überzuleiten. Die lässt zu Beginn nämlich erstmal auf sich warten. Recht unvermutet startet das Abenteuer mitten in London mit Batman, Knight und Squire, die innerhalb kurzer Zeit eine Bombe finden und entschärfen müssen. Die Suche wird zur Hetzjagd durch die Stadt der tausend Schornsteine. Bei dem was da eigentlich dahinter steckt bleibt allerdings ein großes Fragezeichen zurück, denn plötzlich befindet man sich nach etwas detektivischem Brabra in einer Kohlenmine und wartet vor einer frisch gefundenen Lazarusgrube auf die Erweckung von ... tadaaa ... Batman alias Bruce Wayne. Mit dabei Batwoman, die zuvor vom Crime Coven und King Coal geopfert werden sollte und ein paar im Dunkeln leuchtende Gesellen. Zeitlich will das auf den ersten Blick nicht passen, wenn dann die bösen Jungs eigentlich in der Mine hocken und Batman und Squirel erst mal die Lage klären, der Knight aber verlauten lässt, dass Batmans Leiche schon eine ganze Weile in der Lazarusgrube vor sich hinköchelt. Viel zu sehr am Rande abgehakt wird dann, warum die Leiche trotz DNA-Vergleichs gar nicht Batmans ist. Was im Grunde viel wichtiger ist, als das ganze Brimborium mit den ganzen Ablegern aus der Bat-Family.

Ein Schuh wird auch nicht draus, wenn plötzlich die Dialoge vertauscht sind. Man fährt mit dem Comic am Besten, wenn man diesen Teil möglichst ausblendet. Richtig los geht es dan wieder in Gotham, wo sich ein an den Rollstuhl gefesselter Damian eines nicht gerade vernünftigen Argumenten zugänglichen Batmans erwehren muss. Wir erinnern uns, in Band 1 von Batman & Robin schoss ihm Flamingo in den Rücken und ließ ihn ohne Gefühl in den Beinen zurück. Wie schön es mit einer Comic-Realität zu tun zu haben. Da wird Damian von seiner Mutter einfach eine neue Wirbelsäule eingesetzt und schwupps di wupps, ein zwei Tage Erholung und warme Wickel, ist der Junge wieder voll einsatzbereit. Wäre Barbara Gordon doch nur eine Böse gewesen.

Den Beipackzettel versäumte Damian allerdings zu lesen, wo er über die Risiken und gerade auch über die Nebenwirkungen aufgeklärt wurde. Die sind in seinem Fall nicht unbeträchtlich und kaum ist die Krise des wiederauferstandenen Batman vorüber, zieht die Puppenspielerin im wahrsten Sinne des Wortes an ihren Fäden. Mit der neuen Wirbelsäule gab es die ferngesteuerte Körperkontrolle gleich dazu. Ausgerechnet als er und Dick Grayson einem unglaublichen Geheimnis in der Geschichte der Waynes entdecken und bisher unbekannte Areale von Wayne Manor erkunden, schlägt Thalia al Ghul zu. Kein geringerer als Slade Wilson a.k.a. Deathstroke dient ihr.

Der zweite Handlungsbogen schreitet deutlich besser strukturiert voran, als dies Der Schwarze Ritter vermochte. Dennoch schleicht sich ein ähnliches Gefühl ein, so als würde man wichtige Dinge einfach nicht gesagt bekommen. Als fehlten relevante Nebenhandlungs- oder Erklärungsstränge. Was da alles innerhalb von sechs Kapiteln präsentiert wird, hätte inhaltlich locker auf acht Kapital gepasst. Da wird die Möglichkeit verpasst die Geschichte in Ruhe und durchdacht zu erzählen. Autor Grant Morrison wirkt etwas gehetzt, als drängte ihn der eigene Erzähldruck. Nicht unwahrscheinlich, verstrickt er sich manchmal zu sehr in seinen Geschichten, verliert sogar den Überblick. Und relativ früh spürt man auch den Drang heraus, endlich wieder den originalen Batman zurückzuführen, ihm seinen gebührenden Platz im DC-Kosmos wieder zu geben.

Dieses Bedürfnis hätte Morrison ruhig zügeln können. Dick Grayson und Damian Wayne sind nämlich ein hervorragendes Gespann. Gerade auch weil Dick nun einmal nicht die Vaterrolle einnehmen kann, sondern Damian ihn als Gleichgestellten, wenn nicht sogar als Unterlegenen sieht. Die Reibungen zwischen den beiden sind spürbar. Nebenbei müssen sie sich beide in ihre neuen Rollen einfühlen. Insbesondere für Damian wird in Batman & Robin 2 klar, was er alles aufgeben muss, um weiter den Verbrechensbekämpfer für Gotham zu geben.

Beobachtet man die beiden, wünschte man sich beinahe, Bruce Wayne käme erstmal nicht zurück. Einfach um Dick und Damian etwas mehr Zeit zu gönnen. Kleine Bissen sind jedoch nicht Grant Morrisons Ding. Er muss sich immer ordentlich etwas abbeißen, um damit dem Leser ordentlich zu kauen zu geben. Das große Bild ist für ihn das Interessante, die Restrukturierung des Batman-Mythos. Wer hört schon den leichten Trommelwirbel neben den großen Pauken.

Und irgendwie funktioniert es ja. Dafür hat Morrison einfach zu viele Ideen, deren Umsetzung in Bilder sicherlich manchen Zeichner herausfordert. Ganz so wild wie in der Final Crisis, die das Ende Batmans einläutete, treibt er es in Batman & Robin nicht. Zumindest nicht im zweiten Band. Cameron Stewart und Andy Clarke bringen den dunklen Ritter gut zu Papier. Der eine mit kräftigen, der andere mit sehr feinen Linien. Beides gut anzuschauen, da jeder Zeichner sehr charakter- und ausdruckstarke Figuren mit seinem Pinsel kreiert. Stewart legt actionhaltige Panels konsequent sehr dynamisch an, während sie sehr schön in die klare Struktur der sonstigen Panels eingebettet sind. Clarke hält sich bei einem variantenreichen Panelaufbau mehr zurück und strukturiert seine Seiten sehr klar. Dadurch fehlt manchmal etwas Bewegung und die Szenen wirken teils etwas starr oder wie eingefroren. Dennoch überzeugen beide durch eine konstante Qualität (auch wenn Clarke im letzten Kapitel etwas unter die Arme gegriffen werden muss).

Auch wenn Batman & Robin 2 (noch) nicht die Rückkehr von Bruce Wayne bedeutet, kehrt am Ende des Bandes jemand ganz anderes zurück. Dick Grayson und Damian Wayne steht dadurch einiges an Ärger ins Haus.


Fazit:
Grant Morrison bewegt sich mit großen Schritten auf die Rückkehr von Bruce Wayne zu. Das dringt dem Band aus jeder Pore. Etwas vernachlässigt er darüber die konsequente Erzählung der Geschichte und die Ausleuchtung der Charaktere. Manche Schritte sind nun einmal zu groß. Trotzdem sind Dick Grayson und Damian ein gutes Gespann, weshalb einen Waynes Rückkehr fast traurig stimmen muss.


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Batman & Robin 2: Batman vs. Robin

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 10:
978-3-86201-220-6

ISBN 13:
978-3-86201-220-6

156 Seiten

Batman & Robin 2: Batman vs. Robin bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • the Return of Bruce Wayne begins here
  • Dick und Damian ein gutes Gespann
  • viele Elemente in die Story gemixt
Negativ aufgefallen
  • über die großen Schritte, werden die kleinen weniger beachtet
  • etwas konfuser Beginn
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Rezension vom: 23.12.2011
Kategorie: Batman
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