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Comic-Besprechung - Green Lantern Sonderband 24: Die Neuen Wächter 2

Geschichten:
Was geschieht in Las Vegas Nevada
Autor:
Geoff Johns; Zeichner: Doug Mahnke; Tuscher: Christian Alamy, Tom Nguyen, Keith Champagne, Doug Mahnke; Farben: Randy Mayor, Gale Eltaeb

Hoffnung strahlt hell
Autor:
Geoff Johns; Zeichner: Doug Mahnke; Tuscher: Christian Alamy, Keith Champagne, Doug Mahnke; Farben: Randy Mayor

Lorek Tarr Lok
Autor:
Geoff Johns; Zeichner: Doug Mahnke; Tuscher: Christian Alamy, Keith Champagne, Doug Mahnke; Farben: Randy Mayor, Gabe Eltaeb

Fürst der Furcht
Autor:
Geoff Johns; Zeichner: Doug Mahnke; Tuscher: Christian Alamy, Keith Champagne, Doug Mahnke Shawn Moll; Farben: Rod Reis

Vision in Rot
Autor:
Geoff Johns; Zeichner: Doug Mahnke; Tuscher: Christian Alamy, Keith Champagne, Tom Nguyen, Mark Irwin; Farben: ‚Randy Mayor

Die Neuen Wächter: Finale
Autor:
Geoff Johns; Zeichner: Doug Mahnke; Tuscher: Christian Alamy, Tom Nguyen, Keith Champagne; Farben: Randy Mayor



Story:

Die Jagd nach den Entitäten erreicht überraschenderweise ihr Finale. Etliche Probleme treten auf, als die Entitäten anfangen sich Wirtskörper zu suchen und die Corps schließlich darüber in Streit ausbrechen, welche Konsequenzen dies für sie zeitigt. Doch der unliebsamen Gäste kein Ende. Nicht nur findet sich Black Hand, ehemals Black Lantern, auf einmal in den Reihen der violetten Lanterns wieder, sondern auch der aktuelle Schurke bringt bei seinem Auftritt gleich Parallax mit, der sich sogleich einen neuen Wirt sucht. Kennen sie Furcht, Barry Allen? Und als wäre das nicht genug, macht der Spectre weiterhin Jagd auf den Schlächter, was Atrocitus mit allen Mitteln zu verhindern sucht. So langsam ruft dieses ganze Chaos dann die JLA auf den Plan, aber Hal Jordan will von deren Unterstützung nichts wissen. Was ist los im Staate Dänemark, wenn einem plötzlich die Feinde näher, als die eigenen Freunde sind?



Meinung:
Erlebte Geschichte in Comic-Form und mit Superhelden. Durch Bedrohungen von außen erreicht man Befriedung im Inneren. So lässt sich der Zyklus um Die Neuen Wächter zusammenfassen. So haben Staatenlenker zu allen Zeiten versucht Ruhe in ihren Nationen zu schaffen. Differenzen werden übergebügelt, denn plötzlich ziehen alle an einem Strang. Dass dies jedoch nicht ohne Reibungen funktioniert, zeigt der Green Lantern Sonderband 24, der die Geschichte aus dem 22ten Band der Reihe fortsetzt. Zuletzt sahen wir, wie ausgerechnet Hal Jordans Erzfeind Hector Hammond von der Entität der orangenen Laterne besessen wurde und der Green Lantern und Larfleeze nichts anderes übrig blieben als ihre Hasenfüße unter die Arme zu nehmen und das Weite zu suchen. Die wilde Hatz wird nahtlos fortgesetzt und die beiden unfreiwilligen Kameraden werden vor größerem Schaden nur bewahrt, weil Hammond hinter etwas ganz anderem her ist und verschwindet. Carol Ferris, du wirst eine böse Überraschung erleben.

Denkt man zunächst als Leser, wird dann aber im Laufe der Geschichte etwas enttäuscht, wenn man diese Konfrontation erwartete (und auf die ja irgendwie hingearbeitet wurde). Es kommt ganz anders. Man bekommt den Eindruck, Geoff Johns habe sich in eine Sackgasse geschrieben und versuche sich jetzt an einem eher unlogischen und dramaturgisch gehasteten Befreiungsschlag. Denn mittendrin scheint der liebe Autor bemerkt zu haben, dass er wohl langsam zum Ende kommen muss. Mühselig hatte sich der Gegner auf die Jagd nach den Entitäten gegeben, hatte sich sogar die Manhunter angeeignet und sein möglichstes getan eine direkte Konfrontation, die seinen Plan vereiteln konnte, zu vermeiden. Man darf schließlich nicht sein Ziel aus den Augen verlieren. Er wollte die Entitäten gefangen nehmen und sie auf seinem Heimatplaneten oder was auch immer verwahren. Und nun reitet er plötzlich auf dem Rücken von Parallax in die Schlacht gegen die Lanterns und lässt die böse gelbe Kreatur auch noch Besitz vom Flash ergreifen. Da entlockt man dem Leser ein leises „Aber ... aber wieso?“ Und der Comic antwortet schlicht: „Ja, weil ... also ... ich muss weg!“

Einfach alle Protagonisten auf das Spielfeld geworfen, einmal kräftig durchgeschüttelt und am Ende wird schon der gewünschte Abschluss zustande kommen. Schließlich ist ja noch die Identität des Bösewichts zu enthüllen. Da hat Geoff Johns mal wieder in der Lantern-Historie gekramt. Aber das soll jeder selbst sehen. Es sind wirklich alle da. Von grün zu gelb, von blau zu violett, von orange zu ... schwarz!? Auf gewisse Weise mischt sogar ein alter Bekannter des Black Lantern Corps (pst ... nicht weiter sagen: Black Hand) mit und wirft bezüglich der mitgefühlsduseligen violetten Stäbchenhalter einiges an Fragen auf. Aber wenn auch die wenig durchdachte Vorgehensweise - beim Pokern würde man wohl all-in dazu sagen - des neuen beziehungsweise alten Gegners zu wünschen übrig lässt, so macht er doch eine gute Figur, allein schon, weil er an annähernd glaubhaftes Motiv hinter sich weiß. Zu lange musste er mit ansehen, wie die verschiedenen Corps ihre Macht vergeudeten und letztlich alles immer schlimmer machten. Irgendwie keine ungerechte Sichtweise, bedenkt man welche Katastrophen dank der ganzen Lantern-Verwicklungen über den Kosmos gekommen waren. Letztlich natürlich kein Grund plötzlich wahnsinnig zu werden und zu versuchen alle emotionale Instabilität aus dem Universum zu tilgen. Was auch immer das ist und wie das gelingen soll, klingt doch schon mal bedrohlich, oder nicht? Jetzt echt mal!

Obwohl es also ein großes Zusammengemische ist, macht der Green Lantern Sonderband 24 dennoch (oder gerade deswegen) viel Spaß. Besonders Larfleeze etabliert sich langsam als ständiges Gag-Relief, ohne allzu albern zu wirken. Da schnappt sich doch der alte Langfinger und berufsmäßige Geier mir nichts dir nichts einfach die Brieftasche vom Flash. Geld und Geheimidentität (!) gehen so erstmal flöten. Man gut, dass da nicht Prof. Zoom, Captain Cold, Weather Wizard oder sonst jemand aus Flash’s Rouge-Gallery zugegriffen hat. Gar nicht auszudenken. Wer auf so Humoriges nicht steht, der bekommt stattdessen mal wieder ein ordentliches Paket Action geliefert, in bewährter Green Lantern Manier. Denn eines kann man sich bei diesem Comic eigentlich immer sicher sein, es geht mächtig zur Sache. Schon jemand einen wässrigen Mund, wenn es zwischen Spectre und der Entität der roten Lanterns, dem Schlächter, endlich zur finalen Konfrontation kommt? Das braute sich bereits seit der vorletzten Ausgabe zusammen und der Schlächter macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Das bietet wieder ordentlich Schauwerte, gerade weil der Schlächter die interessanteste Inkarnation einnimmt, sobald er in seinem Wirtskörper steckt und auch nicht so gesprächig ist, wie seine Kollegen aus dem anderen Farbenspektrum. Aber selbst der in diesem Band auftauchende Parallax-Flash kann sich sehen lassen. Die Besessenheit steht dem roten Blitz ausgezeichnet.

Auch manch andere Kleinigkeiten navigieren den Band, trotz mancher Effekthascherei und –hasterei, letztlich in einen sicheren Hafen. Zum einen gelingt dies über die bereits angedeutete plötzliche Einbeziehung von Black Hand zu den violetten Lanterns und die Enthüllungen darüber, was die Kraftringe dieser Gruppe ihren Mitgliedern antun. Das lässt auch die bisher bekannten Gesellen in einem anderen Licht erscheinen. Zum anderen, und die hätte man beinahe vergessen, mischt sich plötzlich auch die JLA ein und beginnt Hal Jordans Vorgehen zu hinterfragen. Das ergibt mal eine frischere Perspektive. Denn einmal Hand aufs Herz, mit den netten Jungen aus der Nachbarschaft hat sich Hal in letzter Zeit nicht gerade umgeben. Nicht nur Sinestro fällt unangenehm auf, sondern auch Atrocitus beginnt mit seiner Vorstellung von Sühne und Bestrafung das Moralempfinden der mächtigsten Superhelden der Erde empfindlich zu stören. Selbst wenn er die Richtigen erwischt, sind Atrocitus Methoden nicht mit dem Kodex der JLA vereinbar. Und jetzt auch noch Black Hand bei den violetten Lanterns? Das wird alles mehr, als Supermann, Batman und Co. zu ertragen bereit scheinen, gerade weil Hal Jordan in seiner Arroganz nicht bereit ist, sich zu erklären.

Auf den zweiten Blick vielleicht nicht das unvernünftigste, wenn die Entitäten auf der Erde herumspringen, aber Barry und die anderen fragen sich schon, wo Hals Loyalitäten eigentlich liegen und was ihm ihre Freundschaft noch bedeutet. Man darf gespannt sein, wie sich diese neue Komponente auswirkt, denn im nächsten Band wird erst einmal der eher ungewöhnliche Pakt zwischen Guy Gardner, Ganthet und Atrocitus beleuchtet. Die JLA muss also vermutlich erstmal warten. Bleibt zu hoffen, dass Geoff Johns diesen neuen Handlungsbogen nicht ebenso schnell abwickelt und zum nächsten überleitet, wie bei dem aktuellen geschehen.

Der Comic um Green Lantern hält sein Niveau, selbst wenn manche Problemchen einfach nicht abgestellt werden. Dazu gehört immer noch die schon seit einigen Bänden beobachtete wechselnde Qualität der Tuschezeichnungen, die Doug Mahnkes Zeichnungen in der einen oder anderen Sequenz einiges von ihrem Charakter nehmen. Schade drum.


Fazit:

Nicht gerade der perfekte Einstiegsband, um in den Green Lantern-Kosmos zu finden (sprich gar nicht), aber die Aufgabe übernehmen zum Glück schon ein paar andere Publikationen. Geoff Johns wickelt die Episode um die Jagd nach den Entitäten recht gehastet ab und bricht damit einige interessante Aspekte übers Knie. Dafür macht er andere Fässer auf und blendet den Leser mit massig Action. Recht so. Wer philosophieren will, kann sich in „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ einlesen. Wer sich unterhalten lassen will, greife zu diesem Band.



Green Lantern Sonderband 24: Die Neuen Wächter 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Green Lantern Sonderband 24: Die Neuen Wächter 2

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 10:
4-197124-316950-24

148 Seiten

Green Lantern Sonderband 24: Die Neuen Wächter 2 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • wo so viel los ist, darf man auch mal zugreifen
  • gibt richtig was vor die Umme
  • nächste Bedrohung der Galaxis bereits im Abschussrohr
  • Larfleeze
Negativ aufgefallen
  • nur mit ordentlich Vorwissen zu Verdauen
  • was ist mit diesen Tuschern los
  • Geschichte recht übereilt abgewickelt
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Rezension vom: 02.08.2011
Kategorie: Green Lantern
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