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Comic-Besprechung - Mosaik Sammelband 54: Der Hexenprozess

Geschichten:
Nachdruck der Hefte
Mosaik 213 - Besuch beim Kaiser
Mosaik 214 - Hetzels Hexenhatz
Mosaik 215 - Abflug ohne Wiederkehr
Mosaik 216 - Im Tal der Drachen

Autoren: Walter Hackel, Jens-Uwe Schubert (Co-Autor)
Zeichner: Steffen Jähde, Ulf S. Graupner, Thorsten Kiecker, Andreas Pasda, Lona Rietschel, Irmtraut Winkler-Wittig

Story:

Nach dem Zeitsprung weg von den Wikingern landen die Abrafaxe wieder in Lübeck im Jahre 1181 und damit prompt im Konflikt zwischen Herzog und Kaiser. Aufgrund ihrer Verbundenheit zu Barbarossa müssen die drei Faxe die Lübecker vor der Zerstörung ihrer Stadt retten. Gesagt, getan. Nach der erfolgreichen Mission ziehen sie sich wieder auf ihre Burg zurück, in deren Umfeld plötzlich eine Hexenjagd stattfindet, deren Initiator kein geringer als Graf Hetzel ist. Die Abrafaxe helfen den beiden unschuldigen Frauen, werden dabei aber selber dem Pakt mit dem Teufel beschuldigt. Nur ein weiterer Zeitsprung kann die drei vor dem Tod auf dem Scheiterhaufen bewahren. Diese Flucht bringt sie aber weit zurück in die Vergangenheit. Im Mesozoikum müssen sie sich vor den Angriffen der Dinosaurier in Sicherheit bringen. 



Meinung:
Die Mittelalter-Serie des Mosaik geht dem Ende entgegen und die Abrafaxe nutzen ihre Zeitsprungfähigkeiten so oft, wie in keiner anderen Serie davor oder danach. Der Nachdruck von vier Ausgaben der monatlichen Mosaik-Serie von 1993 in einem Sammelband vereint die Reise der drei Kobolde von Amerika, nach Deutschland bis zu den Dinosauriern. Anscheinend versuchte die Redaktion Anfang der 90iger Jahre durch eine Vielzahl unterschiedlicher Handlungsorte mehr Leser anzulocken. Das populäre Thema Dinosaurier wurde just in diesem Jahr mit dem Kinoblockbuster Jurassic Park 1 noch weiter beflügelt und das Mosaik wollte wohl ein großes Stück von dem Kuchen abbekommen, was den eher zweifelhaften Sprung ins Mesozoikum erklären würde.
War im letzten Band der Ausflug zu den Wikingern auch lediglich ein Mittel der Redaktion, um auf eine damalige Museumsausstellung hinzuweisen, so wird mit dem Sprung zu den Dinosaurier zum wiederholten Male die Handlung der Mittelalterserie gestört. Warum man erst aufwendig die an sich sehr interessante Geschichte zu Zeiten Barbarossas vorantreibt, um dann auf aktuelle Ereignisse einzugehen, ist aus heutiger Sicht absolut unverständlich. Im vorliegenden Band wird unter anderem die Hexenverfolgung thematisiert, wobei dieser wichtige Punkt der damaligen Zeit viel zu kurz angerissen wird. Die Geschehnisse um Trudel und ihre Mutter bieten dem Leser eine allseits bekannte Story von der Verfolgung allein lebender Frauen bis zur Verurteilung dieser auf dem Scheiterhaufen. Dies hat fast den Anschein, als wenn die Redaktion kurz vor Schluss noch unbedingt das Thema aufgreifen wollte und dann aber keine Zeit mehr für eine intensive und notwendige Beschäftigung mit dem Thema blieb. Über die unlogischen Aktionen in der Dino-Story muss hier wohl kein Wort verloren werden, denn die Handlung mutet mehr nach einem Cartoon, als nach dem Mosaik an. Folglich belegen die Kapitel in dieser Ausgabe nicht gerade die Spitzenplätze in der Mosaik-Historie.
Trotz aller inhaltlicher Ungereimtheiten muss erwähnt werden, dass die Story keineswegs langatmig oder nervig ist. Die Abenteuer sind spannend und stellenweise witzig, daran gibt es nichts zu meckern. Nur passen sie nicht zum positiven Kontext der Mittelalterserie, welche in den letzten Sammelbänden den Lesespaß von Seite zu Seite erhöht hat.

Bei den Zeichnungen fällt auf, dass sehr viel mit kleinen Panels gearbeitet wird, was die Story verdichtet und schnell voranbringt. Dass dabei leider die Zeichenkunst etwas auf der Strecke bleibt, ist eine unschöne Folge dessen. Dennoch sind die Darstellung im vorderen (Barbarossa-)Teil gelungen und versprühen auf der ein oder anderen Seite einen witzigen Charme.

Wie in jedem Sammelband, bekommt der Leser noch einige Artikel passende zur gerade erlebten Handlung geboten. Mit „Der ewige Kaiser“, „Der Held der neuen Generation“ (über Floribert von Wackerstein) und „Hexenhysterie“ befinden sich drei lesenswerte Infotexte am Ende des Bandes, welche noch einmal ausführlich die damaligen Zusammenhänge Revue passieren lassen und sich einem Freund der Abrafaxe auseinandersetzen. Zwischen den einzelnen Heften gibt es noch jeweils ein Gespräch mit einem Redaktionsmitglied, wo die Zeichner und Autoren auf humorvolle Art dem Leser vorgestellt werden.

Fazit:

Der 54. Sammelband enthält eine konfuse Storyline, die nur in der ersten Hälfte punkten kann. Danach ist die Redax mehr auf Effekthascherei aus, was die Handlung stark nach unten zieht. Somit wird dem Leser hier eine durchwachsene Ausgabe geboten, die sicherlich nicht zu den Glanzstunden der Mosaik-Serie zählt. Fans der Faxe können dennoch zugreifen, denn Witz und Abenteuer bilden durchgängig die Basis der Erzählungen.



Mosaik Sammelband 54: Der Hexenprozess - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Mosaik Sammelband 54: Der Hexenprozess

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Mosaik Steinchen für Steinchen

Preis:
€ 10,90

ISBN 10:
3941815172

ISBN 13:
978-3941815179

118 Seiten

Positiv aufgefallen
  • interessante Ereignisse rund um das mittelalterliche Lübeck
  • umfangreicher Redaktionsteil
Negativ aufgefallen
  • konfuse Storyline mit vielen Zeitepochen
  • Handlung wirkt stellenweise gehetzt und oberflächlich
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Rezension vom: 02.08.2011
Kategorie: Mosaik
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