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Comic-Besprechung - Nocterra 2: Auf die Tube, fertig. Flucht!

Geschichten:

Nocterra 2: Auf die Tube, fertig, Flucht ! (Nocterra Special: Blacktop Bill, Nocterra 7-11)
Autor: Scott Snyder, Tony S. Daniel, Zeichner: Tony S. Daniel, Colorist: Marcelo Maiolo



Story:

Zwar konnte Val ihren Bruder Emory davor bewahren zu einem Schattenmonster zu werden, doch die vermeintliche Zuflucht wurde zerstört. Allerdings wissen Val, Em und Bailey nun das es eine Möglichkeit gibt, die Lange Nacht zu beenden. Doch sie wissen nicht wo sich der Ort mit der Maschine befindet. Die Koordinaten befinden sich ausgerechnet dort, wo Blacktop Bill zu dem gemacht worden ist, was er ist. Doch dieser hat mit seinen ehemaligen Auftraggebern auch noch eine Rechnung offen und so verbünden sich die Helden mit dem Serienkiller.



Meinung:

Der zweite Band von Nocterra fängt sehr stark an da die Leserschaft sehr geschickt auf eine falsche Fährte gelockt wird. Es mag manche ein bisschen abschrecken da hier einer der größten Schurken der Serie, Blacktop Bill, eine Hintergrundgeschichte bekommt. Oft sollte man von diesen Background- und Origin-Storys Abstand nehmen da dadurch oft die Schurken etwas von ihrem Nimbus einbüßen und sie menschlicher werden lässt.  So auch hier, wenn ein Familienvater mit einem düsteren Geheimnis vorgestellt wird. Aber das ist die falsche Fährte und man wird sehr geschickt in die Irre geführt. Auch wenn gleich auf der ersten Seite ein zeichnerischer Fehler vorhanden ist, indem ein Auge ausgespart wurde. Aber der Nimbus von Blacktop Bill wird beileibe nicht angekratzt. Man erfährt zwar etwas mehr über seine Vergangenheit, aber das macht die Figur noch monströser. Bill war schon immer durchgeknallt, unberechenbar und ein gnadenloser Mörder. Nicht nur aus Profession, sondern auch aus Spaß.
Hier wird also weder der Schurke angekratzt, noch ein tragisches Schicksal geschildert. Stattdessen erhöht das die Spannung für den kompletten Band, da sich im Laufe der Story der Hauptgegenspieler mit den Helden verbündet. Da man nun aber noch mehr weiß um die Grausamkeit und Unberechenbarkeit von Bill, ist jede Szene mit ihm sehr spannend ausgefallen.

Das wären die größten Stärken des zweiten Bandes. Ansonsten lässt er leider gegenüber dem Auftakt nach. Was auch daran liegt, das die Erzählperspektive wechselt. Im ersten Band war noch die Heldin Val die hauptsächliche Erzählstimme und Perspektive, wohingegen es nun Bailey ist. Val wird dadurch sehr an den Rand gedrückt und bekommt schon fast eine Nebenrolle und wirkt aufgrund ihres Führungsstatus zunehmend unsympathisch was vermeidbar gewesen wäre. Vor allem ist Bailey zeichnerisch und vom Tonfall her deutlich reifer geworden als zu Beginn was unlogisch ist, da die erzählte Zeit gar keinen so großen Sprung gemacht hat. Es sind nicht Jahre vergangen, sondern eher Wochen.

Auch so sind manche Handlungen der Charaktere nicht gerade nachvollziehbar. Manche viel versprechenden Charaktere wie etwa eine schöne Frau die in einer Art Walkürenrüstung steckt, verschwinden viel zu schnell aus der Serie, andere hingegen bleiben komplett oberflächlich. Aber die Motive sind manchmal schwer fassbar. Warum wollen etwa manche, dass die ewige Nacht andauert? Keine Ahnung, aber man braucht halt aus dramaturgischen Gründen auch menschliche Gegner da die Monster ansonsten wohl auf Dauer etwas eintönig hätten werden können. Zudem dürfte es eine Geschmackssache sein, das der Urheber der Monster wohl aus einer anderen Dimension kommt was die Story komplett zu Fantasy werden lässt und eine unnötige Distanz zwischen sich und der Leserschaft schafft, da nun auch der realistische Ansatz der für das Gruselgefühl beim Lesen sorgen kann, abgeschafft worden ist.

Der Band hat zwar weiterhin seine Momente. Und durch die Action kann man sich auch gut unterhalten fühlen, aber letztendlich hat man doch mehr Fragezeichen vor sich während der Lektüre und ärgert sich um die verpassten Chancen. Und so hadert man doch etwas mit sich wegen des Cliffhangers am Ende. Gibt man der Serie weiterhin eine Chance?



Fazit:

Ein starker Anfang und es gibt immer wieder starke Momente und einen guten Cliffhanger. Aber leider lässt der Band doch ziemlich nach da die Motivationen unlogisch sind und manche zentralen Charaktere sehr an den Rand gedrängt werden. Auch geht die Serie immer stärker in den Fantasybereich.



Nocterra 2: Auf die Tube, fertig. Flucht! - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Nocterra 2: Auf die Tube, fertig. Flucht!

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 20,00

ISBN 10:
3966589672

ISBN 13:
978-3966589673

168 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • interessante Charaktere
  • Leserschaft in die Irre geführt
  • Cliffhanger
  • Action und Spannung
Negativ aufgefallen
  • zeichnerische Fehler
  • Hauptfiguren an den Rand gedrängt
  • Diskrepanz erzählte Zeit und Wachstum Charakter
  • unlogische Handlungen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 11.01.2024
Kategorie: Hefte
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