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Comic-Besprechung - Coda 2

Geschichten:

Coda 2 (Coda 5-8)
Autor: Simon Spurrier, Zeichner: Matias Bergara, Colorist: Matias Bergara, Michael Doig



Story:

Hum ist mit seiner geliebten Frau vereint. Doch als er den Kopf eines Ylben stahl, um daraus Magie zu gewinnen, raubte er einen  falschen Körperteil. Nun hat er stattdessen einen nervenden Gesprächspartner, aber immerhin das Rezept für einen Trank, um seine Frau von ihrem Fluch zu befreien. Doch will diese das überhaupt? Schließlich braucht sie die damit einhergehende Kraft, um ihre Rache zu erlangen. Als sie die Spur des Schuldigen der sie verfluchte aufnimmt, droht die Situation zu eskalieren.



Meinung:

Leider ist der zweite Band von Coda schon ein Beispiel dafür, wie schnell Pulver verschossen sein kann. Dabei leidet die Serie wie viele andere daran das der Beginn, die Prämisse, das Ausgangssetting bekannt ist. Und wenn das dann dargestellt ist und der Tonfall gesetzt ist, ist das folgende kaum noch innovativ. Man kennt sich in der fiktionalen Welt aus und meist krankt es dann an der Story die erzählt werden muss.

Genau das ist hier der Fall. Simon Spurrier ist ohne Zweifel ein guter Autor und die Ausgangslage von Coda mit der Verbindung Fantasy und Post-Apokalypse-Science-Fiction ist hervorragend. Eine epische Schlacht wie im Fantasy-Genre üblich, hat die Welt verwüstet und es gibt kaum noch Magie. In bester Mad Max-Manier irrt der namenlose mürrische Held durch die Lande, um Magie für seine Frau aufzutreiben, die er von einem Fluch befreien will. Jetzt findet man sich in dieser Welt zurecht und es gibt immer noch ein paar satirische Seitenhiebe auf Genre-Klischees welche eine gewisse Meta-Ebene erschaffen. Und doch ist es sehr viel weniger als in dem furiosen Auftakt. Aber das größte Problem ist nun, wie eine Story in der etablierten Welt erzählt werden soll. Andere Serien bleiben im episodischen wie etwa Conan und Judge Dredd was im kleineren Format oder mit jeweils abgeschlossenen Geschichten am besten funktioniert. Allerdings drohen dann Wiederholungen und damit die Bildung von Klischees was Müdigkeitserscheinungen auslösen kann und die Serie totlaufen lässt. Man kann gespannt sein, wie Spurrier das handhaben wird, denn das Episodische wird durch die satirischen Hiebe ausgeklammert. Sonst gerät er in die Falle das zu bedienen was er eigentlich kritisiert.

Die Geschichte ist hier immer noch unterhaltsam, dynamisch und spannend. Aber der Witz ist deutlich weniger geworden. Ja, er kommt noch vor, aber nur sporadisch. Symptomatisch dafür ist die Tatsache, dass ein heimlicher Held der Serie, das ständig schlecht gelaunte Einhorn, hier kaum noch eine Rolle spielt. Der Fokus liegt nun auf den Helden Hum und seiner Frau und wie er sie heilen will und sie nur ihre Rache will. Insgesamt hat so die Geschichte stark nachgelassen. Man wünscht den beiden durchaus ein Happy End. Aber der Grundkonflikt ist einfach: wenn Hum seine Frau von dem Fluch befreien kann, hat sie kaum noch die körperliche Macht ihre Rache zu bekommen. Eine Spannung von außen, sprich von Bedrohungen, ist hier allerdings kaum vorhanden. Insgeheim erhofft man sich am deutlichen Bruch am Ende des Bandes, der mehr als deutlich die Storyarc beendet, dass auch mit der Serie Schluss ist. Schließlich will man sie noch als gut in Erinnerung behalten.

Was nicht heißen soll das der Band schlecht ist. Zwar ist die Story eher flau, aber das Grundthema besteht darin wie ein Mann seine Frau zähmen will was in der heutigen Zeit den anachronistischen Part des Fantasy-Genres offenlegt. In Coda hat ja durchaus die Frau die Zügel und das Schwert in der Hand. So ist es durchaus ein Teil der Meta-Ebene das der Machismo in der Fantasy ausgedient hat und angesichts des Feminismus nicht mehr funktioniert. So ist die Heldin hier auch absolut nicht sexualisiert wie etwa Red Sonja. Es hat alles immer noch seinen Reiz, aber es wirkt etwas ermüdet nach dem Anfangssprint und da einige Handlungsfäden abgeschlossen werden, bleibt es jedem selbst überlassen ob man die Serie als Fan verlässt oder sich möglichen Enttäuschungen bei einer Fortsetzung aussetzt.



Fazit:

Es machen sich die ersten Ermüdungserscheinungen breit. Es ist immer noch unterhaltsam, aber der Witz ist fast raus und die Story mau. Immerhin vermag die Meta-Ebene mit Feminismus in der Fantasy interessante Aspekte zu verleihen.



Coda 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Coda 2

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 25,00

ISBN 10:
3966585715

ISBN 13:
978-3966585712

128 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Feminismus in der Fantasy
  • Dynamik zwischen den Charakteren
  • satirische Seitenhiebe
Negativ aufgefallen
  • weniger Witz
  • Story recht flach
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Rezension vom: 14.06.2022
Kategorie: Hefte
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