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Comic-Besprechung - Hellboy 18: Hellboy und die B.U.A.P. 1955

Geschichten:
Hellboy 18: Hellboy und die B.U.A.P. 1955 (Hellboy and the B.P.R.D.: 1955)
Naturgeheimnis

Autor: Mike Mignola, Chris Roberson, Zeichner: Shawn Martinbrough, Colorist: Dave Stewart

Okkulte Spionage
Autor: Mike Mignola, Chris Roberson, Zeichner:  Brian Churilla, Colorist: Dave Stewart

Verbrannte Erde
Autor: Mike Mignola, Chris Roberson, Zeichner:  Paolo und Joe Rivera, Colorist: Dave Stewart

Story:
1955 war Hellboy noch als Agent bei der B.U.A.P. tätig und ging diversen Fällen nach. So wird er bei einem Einsatz in Oregon nicht nur mit einem Monster, sondern auch mit Rassismus konfrontiert. Auch auf einer Insel im Pazifik kommt er nicht zur Ruhe. Neben mutierten Tieren macht ihm ein sowjetischer Spion zu fassen, während sein Ziehvater in London eine Ahnung von dem neuen Spiel der Geheimdienste bekommt. Merkwürdige Spontanverbrennungen in Florida führen zu einem unerwarteten Gegner.


Meinung:
Die eigentliche Serie Hellboy ist bekanntermaßen zu Ende und der Höllenjunge tot. Und in der aktuellen Serie um die B.U.A.P. wird ein  Kampf gegen die Apokalypse geführt. Im Grunde also schlechte Voraussetzungen für neue Geschichten. Doch zum Glück gibt der erzählerische Kosmos von Mike Mignola noch sehr viel her, was neue Storys ermöglicht. Auch wenn nun die Hellboy-Serie laufend weiter nummeriert wird, so ist die Umbenennung in Hellboy und die B.U.A.P. bezeichnend. Schließlich geht es hier um frühere Abenteuer die jeweils in einem bestimmten Jahr spielen.

Im aktuellen Band spielen die Geschehnisse im Jahre 1955 und es gehört zu den großen Stärken das realhistorische Gegebenheiten eingefangen werden wie auch popkulturelle Referenzen vorkommen. Letzteres ist bei Hellboy nicht neu, da Mignola Pulp liebt und immer sich immer wieder auf die klassischen Magazine, Comics, Radiosendungen bezog. Nur passen die hier eingebauten Referenzen zu dem Jahr in dem sie spielen.

So startet die erste Story mit dem Flair klassischer Monsterfilme. Hellboy und ein schwarzer Agent befinden sich auf einer Farm auf der Rinder von einem großen unheimlichen Wesen gerissen wurden. Das atmet den Geist von Filmen wie Tarantula und Formicula. Dabei wird auch der Rassismus der Epoche thematisiert, denn der schwarze Agent wird angefeindet, diskriminiert und beleidigt.  Da die erzählerische Struktur nicht aufgebrochen werden sollte und es hier immer noch um eine gradlinige Actionhorrorgeschichte geht, werden diese Aspekte vornehmlich im Dialog behandelt, was es etwas plakativ werden lässt und es etwas Dozierendes und nichts Emotionales hat. Dennoch ist es sehr lobenswert das es hier angesprochen und eingebaut wird.

Die zweite Story hat deutliche Anleihen an Godzilla. Gut, das ist nicht das erste Mal, aber wenn Hellboy auf einer Insel ist auf der Tests mit Atombomben gemacht worden sind und nun ein mutiertes Tier sie angreift, so ist das eindeutig. Aber diese Geschichte ist tiefschichtiger da hier auch der Kalte Krieg deutlich vorhanden ist und sich die Welt der Spionage auch auf das Okkulte und Paranormale erstreckt. Gerade in den Nebenhandlungen werden wohl einige künftige Geschichten vorbereitet. Lobenswert ist hier das es eine eindeutige Strukturierung in Gut und Böse nicht gibt.

Neben der Einbindung all der Referenzen und zeithistorischer Aspekte haben alle Geschichten doch den typischen Hellboy-Touch mit dem ironischen Ton. Die letzte Geschichte fällt da etwas aus dem Rahmen da hier nicht zitiert wird, aber auch die ist gelungen. Nicht nur wegen der Spannung, sondern auch wegen der überraschenden Wendung am Ende. Wenn man so will spiegelt sie die Bewusstwerdung dessen wider welche Sünden in der Vergangenheit begangen worden sind, was zunächst durch die Rebellion der Jugend durch den Rock`n`Roll und letztlich in den 1960ern kulminieren sollte.

Durch die im Kern abgeschlossenen Geschichten ist dieser Band auch sehr einsteigerfreundlich, da die Kontinuität zu den Vorgängern hauptsächlich durch die Figuren hergestellt wird. Zeichnerisch sind alle Teilnehmer stark an Mignola orientiert, was Fans freuen dürfte, aber eine eigene Handschrift vermissen lässt. Dennoch gibt es an den Zeichnungen absolut nichts auszusetzen. Sehr empfehlenswert.


Fazit:
Es werden nicht nur gradlinige Action-Horror-Storys erzählt, sondern auch Bezüge und popkulturelle Referenzen eingebaut die zu dem Jahr passen in welchem die Handlung spielt. Empfehlenswert.


Hellboy 18: Hellboy und die B.U.A.P. 1955 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Hellboy 18: Hellboy und die B.U.A.P. 1955

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 22

ISBN 10:
3959811497

ISBN 13:
978-3959811491

144 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Spannung und Action
  • zeithistorische Aspekte des Jahres eingebaut
  • popkulturelle Referenzen
Negativ aufgefallen
  • Fehlen eigener Handschrift bei Zeichnungen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
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Rezension vom: 19.12.2019
Kategorie: Hellboy
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