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Comic-Besprechung - XCT

Geschichten:

XCT
Autor: Nikki Kopp, Zeichner: Timo Wuerz



Story:

In der Zukunft ist Aids besiegt und Waffen weltweit geächtet. Die Jugend hat ihre eigene Stadt und alles scheint hervorragend zu sein. Doch Corky weiß genau, was wirklich abgeht.



Meinung:

Die Timo Wuerz-Retrospektive im Popcom-Verlag geht weiter. Dieses Mal wird sich ausgiebig dem Werk "XCT" gewidmet, den der Künstler in den 90er Jahren gemeinsam mit dem Autoren Niki Kopp erschaffen hat. Und das Ergebnis sorgte damals für Furore.

Denn die beiden erschufen eine Story, die dem Lebensgefühl der damaligen Jugend entsprach. Die zweiteilige Serie, die 1997 von Carlsen herausgebracht worden war, war bunt, laut und schon fast schrill. Dabei stach besonders die Tatsache hervor, das Timo Wuerz zum damaligen Zeitpunkt das erste Mal mit dem Computer arbeitete und so seine Bilder, die er vorher mit Acryl malte, nachträglich überarbeitete und mit besonderen Effekten versah. Das Ergebnis war beeindruckend und ist kein bisschen schlecht gealtert.

Die Story handelt von Cory, einer jungen Frau, die in XCT lebt, der Stadt der Jugend. Eines Tages trifft sie einen alten Feind wieder, der von ihr wissen möchte, wo ein bekanntes Waffenlager steckt. Sie kann ihm gerade so entkommen, worauf er mehrere Bomben in der Stadt platzieren lässt. Es kommt zu einem Katz- und Mausspiel zwischen den beiden.

XCT atmet den Geist der 90er Jahre in jederlei Hinsicht. Die Story ist wild und turbulent. Und bietet gleichzeitig auch einen faszinierenden Einblick in eine Welt, die komplett anders ist, als die aktuelle. Aids ist geheilt und Waffen sind geächtet, was zu so interessanten Aspekten führt, wie Vaginasprengstoff oder Wasserpfeifen, die aus Kondomen hergestellt worden sind. Es sind diese Aspekte, die eben auch dazu führen, dass die Welt des Comics zukünftig wirkt, auch wenn andere Details, siehe die Computerbildschirme, gleichzeitig auch wiederum veraltet sind.

Gleichzeitig sollte man sich unbedingt auch die umfangreichen redaktionellen Extras durchlesen, die mit in diesem Band enthalten sind. So gibt es neben einem informativen Interview mit den beiden Schöpfern des Comics auch einen Einblick in das Skript sowie andere Zusammenarbeiten der beiden.

Die Story selbst ist spannend. Es ist eine Achterbahnfahrt, der man sich unterzieht. Und vor allem eine, in der der Gegenspieler von Corky Nybakk glänzen kann. Es ist ein Katz und Mausspiel zwischen den beiden. Mal ist der eine im Vorteil, mal der andere. Und wiederholt überrascht er mit neuen Aspekten seines Planes, wodurch Corky in Zugzwang gerät.

Allerdings kann die Story nicht rundherum überzeugen. Sie hat deutliche Längen, etwa die Passagen, in denen Nybakk lang und ausführliche die Hintergründe der Geschehnisse erklärt. Oder Stellen, in denen man das Gefühl hat, dass hier wichtige Informationen fehlen. Wie etwa der Beginn, wo Corky aus irgendwelchen Gründen bewaffnet ein Büro stürmt und überrascht feststellt, dass sich dort Nybakk aufhält. Was ihr ursprünglicher Plan ist, wird nicht erklärt. Man hat es einfach zu akzeptieren. Und so etwas schmälert dann doch deutlich das Lesevergnügen.

Deshalb wird das Album am Ende zum "Reinschauen" empfohlen.



Fazit:

Was Timo Wuerz und Nikki Kopp mit "XCT" präsentieren ist eine laute Story, die den Zeitgeist der 90er Jahre perfekt einfängt und wiedergibt. Das Faszinierende an der Geschichte sind die Illustrationen von Timo Wuerz, die er damals mit dem Computer nachträglich verfremdete. Sie sind sehr gut gealtert. Doch auch die Erzählung an sich kann überzeugen, da sie überwiegend von dem Katz- und Mausspiel zwischen Corky und Nybakk geprägt ist. Leider hat die Erzählung Längen und offene Punkte, die nicht erklärt werden.



XCT - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

XCT

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 16,00

ISBN 13:
978-3-8420-2582-0

112 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Fängt den Zeitgeist der 90er perfekt ein
  • Illustrationen von Timo Wuerz
  • Redaktionelle Extras
Negativ aufgefallen
  • Geschichte hat Längen und Löcher
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Rezension vom: 26.03.2017
Kategorie: One Shots
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