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Comic-Besprechung - Superdupont: Renaissance

Geschichten:
Superdupont 1: Renaissance (Superdupont - Renaissance)
Autor: Gotlib, Karim Belkrouf, Zeichner: Francois Boucq

Story:

Er ist der beste und größte Franzose aller Zeiten. Denn er ist Superdupont! Und er ist stolzer Vater geworden. Mal sehen, was dieses Duo miteinander erleben wird.



Meinung:

Wer ist "Superdupont"? Es ist der Name einer Figur, die bereits in den 70er Jahren ein Frankreich ihren ersten Auftritt hatte. Es ist eine Parodie auf Superhelden und Franzosentum. Und sein Neuauftritt, der auf den Namen "Renaissance" hört, ist jetzt bei Splitter erschienen. Diese Geschichte wurde von Gotlib ("Die Digodossiers") und Karim Belkrouf, dessen Deutschlanddebut dies ist, geschrieben, derweil die Zeichnungen von niemand geringerem als Francois Boucq stammt.

Superdupont, der französischste aller Helden, wird Vater. Ein kleiner Superdupont wird geboren. Und während sich die Frau Mama von den Strapazen der Geburt erholt, bricht der Vater mit seinem Sohn zu einer kleinen Spritztour auf. Er lehrt ihn alles übers Superheldendasein und ist mächtig stolz auf sein Baby. Doch das Böse schlummert nicht, sondern wartet nur auf die passende Gelegenheit.

Ein Superheld wird Vater und was folgt ist eine Reihenfolge diverse Absurditäten. Der Plot? Ist gerade noch so vorhanden. Doch darum geht es dem Kreativteam auch nicht. Es geht ihm darum, Superheldenklischees durch den Kakao zu ziehen und dabei auch noch einige Landesgewohnheiten zu parodieren.

Die Erzählweise? Betont übertrieben. Kenner der Superheldencomics werden sich an das Silver Age erinnert fühlen. Alles wird bombastisch beschrieben und wenn der Superheld mal einen Monolog hält, ist dies Standard.

Und so gerät etwas Selbstverständliches wie das Wechseln einer Windel zu einem heroischen Akt. Der noch dazu so schnell geschieht, das selbst Standbilder nicht hinterherkommen. Daran merkt man, dass das Kreativteam seinen Spaß hatte. Und dass sie Fans der Materie sein müssen, denn viele Dinge kann man nur dann nachvollziehen, wenn man sich mit der Welt der Superhelden auskennt.

Interessant ist dabei auch die Charakterisierung von Superdupont. Er wird als leicht egozentrisch dargestellt. Jemand, der sich schon mal weigert einen verunglückten Zivilisten zu retten, weil er gerade mal keinen Bock hat. Oder der eine Stewardess abkanzelt, weil sie nicht auf sein Baby aufgepasst hat, wobei er derjenige ist, der für einen Moment abgelenkt war.

Und doch ist man nachsichtig mit der Figur. Eben weil alles so übertrieben dargestellt wird. Wenn zum Beispiel der frisch gewordene Vater vor lauter Freude über die Dächer der nahegelegenen Dächer hüpft oder das Baby mal eben die Mutter fast vollständig leersaugt. Man kommt einfach aus dem Schmunzeln und Lachen nicht mehr raus.

Was aber auch an den Zeichnungen von Francois Boucq liegt. Der Künstler stemmt diese übertriebenen Szenen mit Leichtigkeit. Was vor allem auch daran liegt, dass auch bei ihm die Figuren überdramatisch dargestellt werden. Da wachsen Grinsen in die Breite, während die Brüste der werten Frau Mutter wie leere Papiertüten auf dem Bett liegen. Das passt alles perfekt zur Geschichte und ist einfach nur grandios.

Und so ist dieser Band ein "Klassiker" und ein "Splashhit".



Fazit:

"Superdupont: Renaissance" ist die Wiedergeburt des französischsten aller Superhelden. Geschrieben von Gotlib und Karim Belkrouf und grandios gezeichnet von Francois Boucq erlebt man eine Geschichte, die sich selbst nicht ernst nimmt und dabei Superheldencomics und Franzosentum kräftig durch den Kakao zieht. Alles wirkt übertrieben und ist gerade deshalb so gut geworden.



Superdupont: Renaissance - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Superdupont: Renaissance

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 15,80

ISBN 13:
978-3-95839-354-7

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Eine gelungene Parodie von Superhelden
  • Silver Age und Franzosentum werden durch den Kakao gezogen
  • Gelungene Zeichnungen von Boucq
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 15.01.2017
Kategorie: One Shots
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