Optionen und weiterführende Links



In der Datenbank befinden sich derzeit 18.381 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

Comic-Besprechung - Uncanny X-Men 1

Geschichten:
Uncanny X-Men 1 (Uncanny X-Men (2016) #1-5)
Autor: Cullen Bunn, Zeichner: Greg Land, Inker: Jay Leisten, Colorist: Nolan Woodard, Übersetzung: Jürgen Petz

Story:

Sie sind X-Men. Doch anders als ihre Freunde gehen sie bei ihrem Ziel, das Überleben der Mutanten zu sichern, alles andere als zimperlich vor. Denn die Zeiten sind hart und es kommt auf jedes Leben an.



Meinung:

Bislang war es so, dass die "Uncanny X-Men"-Serie die Schwesterserie zur "X-Men"-Reihe war. Harte, brutale Action, in der der Tod eines Feindes sogar gewollt ist, war eher das Thema der "X-Force"-Serie. Doch die Zeiten haben sich geändert, wie Cullen Bunn ("Deadpool: Killustrierte Klassiker") und Greg Land ("Iron Man") klar machen.

Seit der Terrigen-Nebel über die Erde zieht, sind die Mutanten wieder eine bedrohte Spezies. Und es gibt leider Personen, die dies nutzen wollen, um ihnen den gar auszumachen. Um dies zu verhindern hat Magneto ein besonderes Team um sich versammelt. Denn seine X-Men bestehen aus dem zum Helden gewordenen Sabretooth, Psylocke, M und Archangel. Und ihnen ist jedes Mittel Recht, um ihre eigene Rasse zu retten.

Es ist schon ein ungewöhnliches Team, das man hier vor sich hat. Im Prinzip besteht es aus lauter Mördern oder Figuren, die kein Problem haben, Leben anderer Personen zu nehmen. Und in dieser Konstellation ist ausgerechnet Sabretooth die Figur, die am heldenhaftesten rüberkommt und es sogar vermeidet, Menschen zu töten.

Wer sich jetzt fragt, woran das liegt? Der sei auf das "Axis"-Event verwiesen, dass vor zwei Jahren von Marvel Comics herausgebracht wurde. Damals wurden auf Grund eines Zauberspruchs diverse Figuren quasi umgedreht: Sprich aus Gut wurde Böse und umgekehrt. Das Sabretooth weiterhin gut geblieben ist, ist eine der wenigen Konsequenzen dieser Storyline.

Dabei ist interessant, wie die Charaktere untereinander umgehen. M genießt jeden Moment ihres Lebens und hat keine Skrupel, Leute umzubringen. Magneto ist der Anführer des Teams, der sich im Laufe der Geschichte auch noch als skrupelloser Manipulator erweist, der, um seine Ziele durchzusetzen, keinerlei Scheu hat, auch das Leben Unschuldiger zu gefährden. Psylocke gibt so etwas wie den moralischen Konterpart, wobei auch sie seit ihrer X-Force-Mitgliedschaft wenige Hemmungen hatte, andere umzubringen. Sabretooth hingegen vermeidet es, Leben zu nehmen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Und Archangel erscheint mysteriös und ohne Persönlichkeit.

Außerdem tauchen auch noch Mystique und Fantomex in der Story auf. Deren Verbindung zu Magnetos Team wird erst am Ende der Story offenbar und ist vielversprechend.

Hauptsächlich dreht sich die Geschichte um die sogenannten Dark Riders, einer Schurkengruppe, die man vor allem aus den 90ern her kennt. Und die dementsprechend "extrem" dargestellt wurden. Doch diese Extremität passt in diesem Fall zu der düsteren Geschichte, in der sehr viele Figuren sterben. Was auch zu der Story passt. Es unterstreicht einfach, dass die Lage ernst ist.

Gleichzeitig wird auch an Plots für die Zukunft gearbeitet. Es fällt die Missstimmung zwischen M und Storm auf. Und es stellt sich die Frage, welche Konsequenzen die Taten der Uncanny X-Men haben werden.

Greg Land hat unter vielen Comicfans keinen allzu guten Ruf. Ihm wird vorgeworfen, immer wieder Fotos zu kopieren bzw. die leicht verfremdet in seine Zeichnungen einzubauen. Was oft zu merkwürdigen Momenten führt, in denen die Figuren Gesichter ziehen und Emotionen zeigen, die nicht wirklich zu der Story passen. Die gute Nachricht ist: Überwiegend liefert der Künstler gute Arbeit. Die schlechte ist: Leider gibt es auch immer wieder Szenen, in denen das alte Manko wieder auftaucht. Und das leider nicht einmal, sondern mehrere Male.

Und aus diesem Grund wird das Album zum "Reinschauen" empfohlen.



Fazit:

"Uncanny X-Men" ist ein düsterer und brutaler Comic. Die Figurenkonstellationen sind interessant und wecken das Interesse an der Story. Es wird auch sehr viel für die Zukunft vorbereitet. Leider sind Greg Lands Zeichnungen nicht immer gut geworden, sondern haben mitunter diverse Schwächemomente.



Uncanny X-Men 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Uncanny X-Men 1

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 12,99

ISBN 13:
978-3957988331

116 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Interessante Figurenkonstellation
  • Düsterer Comic
Negativ aufgefallen
  • Greg Lands Zeichnungen schwächeln wiederholt
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 28.12.2016
Kategorie: X-Men
«« Die vorhergehende Rezension
High Rise Invasion 3
Die nächste Rezension »»
Motel Shangri-La
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.


?>