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Comic-Besprechung - Milan K. 3: Krieg der Silowiki

Geschichten:
Milan K. 3: Krieg der Silowiki
Autor: Sam Timel, Zeichner / Colorist: Corentin


Story:
Milan konnte sein Vermögen in allerletzter Minute noch retten. Doch das führt nun dazu, dass der russische Präsident Palin weiß, das Milan noch am Leben ist. So leitet er einige Schritte gegen den Sohn seines verhassten Feindes ein. Doch Palin hat auch andere Gegner und so wollen Verschwörer Milan auf ihre Seite ziehen.


Meinung:
Mit dem dritten Teil liegt nun der Abschluss des ersten Zyklus des Wirtschaftsactionkrimis Milan K. vor. Auch wenn es im Innencover obligatorisch heißt, das alle Ähnlichkeiten zwischen realen und historischen Personen rein zufällig wären, so ist es doch ein Hohn, denn die Parallelen zu aktuellen historischen und politischen Begebenheiten, genauer: zu Putin und sein Russland, sind unübersehbar. Vor allem da hier erwähnt wird, dass der fiktive Präsident in Milan K. einen Großteil seiner Macht seinem Geheimdienst verdankt da dessen Loyalität ein wichtiger Pfeil des Systems ist. Was wieder eine Anspielung auf den Ex-KGB Mann Putin ist, der mal sagte, dass der Untergang der UdSSR eine der größten Katastrophen der Geschichte gewesen wäre. Auch Putins Umgang mit mächtigen Wirtschaftsbossen, der im Comic zum Verwechseln ähnlich Palin heißt, die sich ihm nicht anbiedern wie etwa Chodorkowski, wird hier aufgegriffen und in der Realität wie auch im Comic gibt es einen Dissidenten der mit Plutonium vergiftet wird. Alle Ähnlichkeiten der Erzählung mit realen Personen und Ereignissen seien also rein zufällig? Wer es glaubt.

Aber das sind nicht die einzigen Ähnlichkeiten die man hier vorfinden kann. Besonders die Verwandtschaft zu der Wirtschaftskrimiserie Largo Winch sind unübersehbar, auch wenn hier deutlich mehr Action und Politik eine Rolle spielen. Fans der wie der anderen Serie wird es nicht schrecken.

Stattdessen bekommt man eben eine spannende Erzählung. Was macht es also, wenn eine Eigenständigkeit fehlt? Erstaunlicherweise hat man es im letzten Teil auf einmal etwas eilig, indem man einige Prozesse, Entwicklungen und Pläne einfach überspringt und auf gefühlt jeder vierten Seite steht, das einige Wochen oder Monate seit den letzten Szenen vergangen sind. Das gibt der Lektüre etwas bruchstückhaftes, episodenartiges, indem wieder nur eine weitere Szene gezeigt wird, welche dann Monate später erst ihre Erfüllung findet. Das ist recht unbefriedigend. Intention war wohl, den Helden nicht aus den Augen zu verlieren.  Allerdings bleibt dessen Reifung aufgrund der ganzen Sprünge etwas auf der Strecke, da man so seine Entwicklung nicht nachvollziehen kann. Dementsprechend ist manches auch etwas unglaubwürdig.

Und doch ist es spannend, denn man will wissen, wie sich Milan gleich einem ganzen Staat entgegen stellen kann und sich gegenüber einem skrupellosen und mächtigen Staatenlenker behaupten will. So ganz logisch ist das Ende dann doch nicht. Das er mit einer Erpressung davonkommen will? Naja. Auch wenn Diktatoren das öffentliche Bild von sich genau kontrollieren wollen und sich also sehr um die öffentliche Meinung scheren, so ist es ihnen doch meist egal wie es um ihr Image im Ausland bestellt ist. Auch ist ein solcher Gegner meist zu mächtig, als dass er trotzdem keine Gegenschritte einleiten würde.
Trotz mancher Ungereimtheiten und unklarer Dramaturgie sind doch die Actionszenen sehr gelungen und sehr rasant inszeniert. Allerdings reißt der dritte Band die Serie nicht ganz raus, so das nur ein „Ganz nett“ übrig bleibt.


Fazit:
Ausgerechnet im Finale wollte man zu viel und die vielen Zeitsprünge lassen die Handlung zerfasern und beliebig erscheinen. Auch ist manches recht unglaubwürdig. Dafür ist die Action sehr gut gestaltet und die Lektüre spannend.


Milan K. 3: Krieg der Silowiki - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Milan K. 3: Krieg der Silowiki

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Alles Gute!

Preis:
€ 14,95

ISBN 10:
3943808939

ISBN 13:
978-3943808933

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gestaltung der Actionszenen
  • Spannung
Negativ aufgefallen
  • zu viele zeitliche Sprünge
  • Unglaubwürdigkeit
  • Entwicklungen kaum nachvollziehbar
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Rezension vom: 02.03.2016
Kategorie: Alben
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