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Comic-Besprechung - The Walking Dead 23: Dem Flüstern folgt der Schrei

Geschichten:
The Walking Dead 23: Dem Flüstern folgt der Schrei (The Walking Dead 133-138)
Autor: Robert Kirkman, Zeichner: Charlie Adlard, Inker: Stefano Gaudiano, Colorist: Cliff Rathburn


Story:
Die verschiedenen Siedlungen sind dabei einen Jahrmarkt zu organisieren. Jesus allerdings stolpert über die Flüsterer, denen er gerade noch entkommen kann. Es gelingt ihm noch eine Gefangene zu machen, die das Gefüge ordentlich erschüttern wird. Zudem gerät Maggie in Gefahr, da sie Carl nach einer Prügelei schützt.


Meinung:
Die Spannung in diesem dreiundzwanzigsten Band der Erfolgsserie The Walking Dead ist eher psychologischer Natur. Zwar sind schon seit einiger Zeit die Zombies deutlich in das Hintertreffen geraten, was einige Fans sehr enttäuschen dürfte, aber der Spannung tut das keinen Abbruch. Vor allem da hier zwei zentrale Dimensionen miteinander  kollidieren. Auf der einen Seite hat man die Zivilisation. Die ersten Teile berichteten von dem Untergang derselben und wie die Menschen versuchen damit klarzukommen. In den letzten Ausgaben rückte der Versuch sie wieder aufzubauen immer stärker in das Zentrum der Serie. Doch neben den logistischen Schwierigkeiten und der immer noch vorhandenen Gefahr durch die Zombies, gibt es da noch andere Hindernisse.

Auf der anderen Seite herrschen nämlich noch die Techniken und psychologischen Dimensionen vor die man brauchte, um zu überleben. Um eine funktionierende Zivilisation zu gründen und vor allem sie aufrecht zu erhalten, benötigt man die Bereitschaft mit anderen zusammen  zu arbeiten, Vertrauen und ein gewisses Maß an Empathie. Andererseits ist da immer der Überlebensinstinkt. Zwar sorgt der dafür, dass man sich auch immer an andere hält, sich also vielleicht einem Führer anschließt oder den Nutzen einer Gruppe erkennt, um das Überleben zu sichern, da man sich gegenseitig schützt und die Aufgaben teilt. Aber das Eigeninteresse spielt da immer noch die größte Rolle spielt. Man schließt sich anderen an, damit man selber überlebt. Man hilft, damit einem geholfen wird. Man profitiert von dem Wissen und dem Können anderer. Im Zuge der Bedrohung ist das ein rein strategischer Ansatz, der nicht verinnerlicht werden muss. Selbst Rick ging es so, wenn er szenenweise das Wohl seines Sohnes Carl über das der Gruppe stellte.

Und diese psychische Schutzvorrichtung ist nicht einfach abzustellen. Gerade jetzt wo die Zivilisation sich langsam wieder bildet, kann man sich aufgrund seiner Erfahrungen nicht mehr wirklich sicher fühlen. Dieser Konflikt macht auch viele Charaktere unberechenbar. Man kann sich oft nicht sicher sein, ob in manchen Momenten der Egoismus oder der Gedanke an das höhere Wohl im Vordergrund stehen wird. Besonders deutlich wird das, wie in diesen Zivilisationen Strafen verhängt werden sollen. Es gibt kein Gesetz mehr. Nur dasjenige des Stärkeren. Im Willen zum Überleben wurden bislang auch moralische Grenzen verletzt, etwa indem Feinde schlicht und einfach getötet wurden. Doch nun muss man wieder zusammenleben. Wie soll man also eine Strafe verhängen und wie sie durchsetzen wenn es kein Justizsystem mehr gibt? Wer legt das Maß der Strafe ohne Regelwerk fest? Da drohen persönliche Sympathien und Antipathien und der individuelle Nutzen wieder die Oberhand zu behalten. Es ist spannend, diese Entwicklung zu einer höheren Zivilisationsstufe zu beobachten.

Zudem erfährt man mehr über die Flüsterer und weiß diese noch nicht recht einzuordnen. Interessanterweise liegt hier der Erzählschwerpunkt viel mehr auf Carl Grimes als auf dessen Vater Rick der bislang immer die Hauptfigur war. Aber angesichts der neuen Zeit ist es logisch, dass die Kinder in den Fokus rücken. Als Äquivalent zu Carl wird die sechzehnjährige Lydia eingeführt, welche Teil der Flüsterer ist und einen alternativen Entwurf bietet. Und als sich dann schließlich die Flüsterer offen zeigen, steigt die Spannung.


Fazit:
Auch ohne den massiven Einsatz von Zombies ist die Serie spannend, da hier Konflikte innerhalb der Siedlungen auftreten und man die neu eingeführte Gruppe der Flüsterer noch nicht einzuordnen weiß.

The Walking Dead 23: Dem Flüstern folgt der Schrei - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Walking Dead 23: Dem Flüstern folgt der Schrei

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 16

ISBN 10:
3864254175

ISBN 13:
978-3864254178

144 Seiten

Positiv aufgefallen
  • psychologische Spannung
  • Recht ohne Gesetz
  • unberechenbare neue Gegner
  • Hauptpersonen geraten in Gefahr
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 18.12.2015
Kategorie: The Walking Dead
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