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Comic-Besprechung - Koma 6: Am Anfang

Geschichten:
Koma 6 "Am Anfang"
aus dem französischen "Koma 6 - Au Commencement"
Autor: Pierre Wazem
Zeichner: Frederik Peeters
Farbgebung: Albertine Ralenti

Schluss! Aus! Und Vorbei! Mit dieser Ausgabe endet Koma, und so paradox es klingt, genau hier findet auch alles seinen Ursprung. Nicht umsonst betitelt Autor Pierre Wazem den Band mit "Am Anfang". Bereits in der vorherigen Ausgabe vollzog sich der erste Schlagabtausch zwischen dem Mädchen Adidas und dem namenlosen Wurmwesen, das sich als Schöpfer der Welt sieht. Mit verschiedenen Tricks versucht die Kleine das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden und überraschenderweise weiß sie auch Bescheid, über die Absichten und Hintergründe ihres Kontrahenten. Für den Leser ergibt sich ein spannender Kampf zwischen zwei vollkommen verschiedenen Gegnern, wo von Waffengleichheit beim besten Willen nicht gesprochen werden kann.

Der Autor widmet sich darüber hinaus ausführlich den Nebendarstellern. Geht das Verwirrspiel mit dem Vater von Addidas im Hotel weiter, so enthalten doch die kurzen Ereignisse in der realen Welt viel mehr inhaltlichen Sprengstoff. Denn quasi im Angesicht des nahen Untergangs plaudern die Protagonisten über ihre Beweggründe und über den bislang geheimgehalten Ursprung der Misere. Dabei werden noch einmal einige interessante Details offenbart.

Für den neu eingestiegenen Leser dürften die in diesem Band getätigten Aussagen nur Fragezeichen aufwerfen. Doch so ist es halt am Ende einer durchweg spannenden Serie. Wer Koma wirklich verstehen will, sollte beim Gratis Comic Tag - Heft anfangen und sich chronologisch vorarbeiten. Es lohnt sich, denn der Autor hat hier im Endeffekt eine Serie geschaffen die unglaublich einfallsreich ist und dem Leser durch immer neue Wendung im Storyverlauf überrascht. Dabei reitet Wazem nicht auf ausgetretene Fade. Er schickt stattdessen das Mädchen Addidas auf eine Reise, die mit einem Koffer voller frischer Ideen aufwartet und an keiner Stelle langweilig bzw. vorhersehbar ist.

Den Lesespaß macht unter anderem die kecke Art der Hauptdarstellerin aus, welche nicht einmal in der größten Not den Mund halten kann, sondern, selbst als sie ordentlich Kloppe vom Gegner bekommt, sich immer wieder aufrappelt und deutlich macht, wer hier der Chef im Haus ist. Dies führt zwangsläufig auch zu einem Ende, das dem Leser die Luft wegnimmt. Zum einen stehen hier wirklich bahnbrechende Umwälzungen an und zum anderen setzt der Autor der Serie damit ein Ende, das im Grunde genommen gar keines ist. Aber dies sollte der Leser schon selbst sehen!

Der Zeichner Frederik Peeters hat es wieder nicht leicht. Wie stellt man ein Wesen dar, welches keine feste Körperform hat und sich ständig verändert? Peeters schafft diesen visuellen Spagat mit Bravour, wodurch ein wirklich angsteinflößender Gegner entsteht, der mit zunehmender Seitenanzahl immer unberechenbarer wird. Darüber hinaus sind besonders die Ereignisse im Hotel mit dem Vater von Addidas sehenswert, wo in jedem Panel die Figuren ihr komplettes Aussehen ändern. Hier zeigt sich besonders der Einfallsreichtum des Künstlers durchweg unterschiedliche Personen zu zeichnen, und dies mit einem enormen Detailgrad.
Ansonsten setzt er auf einem Mix von groß- und kleinformatigen Zeichnungen, was besonders bei Ersterem mitunter zu wunderbaren Landschaftsbildern führt. Auch die Folgen des Kampfes werden äußerst sehenswert und in passender Weise dargestellt, sodass inhaltlich und grafisch hier keine Wünsche offenbleiben.

Mit der letzten Koma-Ausgabe hat das Künstler-Duo Wazem und Peeters folglich ein umwerfendes Finale geschaffen, das der überraschenden und durchweg unterhaltsamen Storyline die Krone aufsetzt. Fans der Serie werden sich diesen Band eh zulegen, allen anderen wird geraten, gerade mit Hinblick auf diesen Abschluss, die Serie unbedingt von vorne zu lesen. Es lohnt sich! 



Koma 6: Am Anfang  - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Koma 6: Am Anfang

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Reprodukt

Preis:
€ 12,00

ISBN 13:
978-3-943143-31-7

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • krönender Abschluss
  • witzige Ereignisse mit dem Vater des kleinen Mädchens
  • einfallsreicher Plot
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 18.09.2013
Kategorie: Koma
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