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Comic-Besprechung - Luna, Hektor und der Professor 1 – Der Schatz von Aschkor

Geschichten:

Geschichte 1
Autor: David Norman, Zeichner: David Norman



Story:
In dem Debüt von dem Illustrator und Storyboardzeichner David Norman „Luna, Hektor und der Professor 1 – Der Schatz von Aschkor“ wird uns eine Abenteuergeschichte für Kinder vorgelegt. Luna und Hektor sind zwei gewitzte Schüler, die sich besonders gut bei Scherzartikeln auskennen. Luna ist ein aufgewecktes kluges Mädchen und Hektor ein guter Sportler. Beide sind mit dem Professor Linnaeus T. Copperbottom befreundet. Dieser lädt sie in den Schulferien dazu ein, mit ihm die Schatzkammer des Königs Aschkor auszugraben. Die beiden Jugendlichen lassen sich nicht lange bitten und begeben sich mit dem Professor nach Ägypten. Doch einige Schurken heften sich an ihre Fersen, um den Schatz in die Hände zu bekommen.


Meinung:
Nimmt man den Band das erste Mal in die Hände, fällt zuerst das extrem langweilige Cover auf. Doch auf den zweiten Blick offenbart es seine Raffinesse und erzielt seine Wirkung. Man achte auf die rechte untere Ecke. Hier merkt man den Background des Künstlers als Illustrator. Doch leider ist das auch eines der größten Mankos des Comics. Die Hintergründe sind hervorragend gestaltet, sei es durch die stimmungsvolle Farbgebung (zum Beispiel auf Seite 21 der Sternenhimmel) oder die kreative Perspektive auf Seite 14, die den Schiffsrumpf bis zum Meeresboden erweitert. Leider geht das alles auf die Kosten der zeichnerischen Dynamik. Die Figuren wirken bewegungsmäßig unbeholfen und die Mimik bleibt sehr statisch. Emotionen werden mehr durch fast psychedelisch wirkende, Hintergründe verdeutlicht, während die Gesichter ziemlich gleich bleiben. Nur die Augen werden mehr oder weniger aufgerissen. Der Professor offenbart eine mimische Vielfalt wie Keanu Reeves oder Steven Seagal. Er würde wahrscheinlich keine Emotion erkennen, wenn sie ihm in den Allerwertesten beißen würde. Und die Schurken sind sehr schablonenhaft gestaltet und erinnern an die Stereotypen aus den Fünfzigern: unrasiert, langes Kinn, dunkles Haar und leicht körperlich deformiert.

Handlungstechnisch wird eifrig aus dem Fundus der Abenteuergeschichten geschöpft: Reise in ein exotisches Land, fiese Schurken (meist fremdländischer Herkunft), grandiose Natur, versunkene Stätten, Paläste, Schätze, tödliche Fallen. Da nichts davon ironisch gebrochen wird oder mit den Versatzstücken kreativ gespielt wird, bietet der Band somit leider nichts Neues und nur Einsteiger, sprich Kinder, werden deswegen daran Freude haben. Die Witze, die sich viel auf Stinkbomben und Niespulver beziehen, werden auch nur Kinder zum Lachen bringen.

Die kleinen Cameos hingegen werden aber nur Insider entdecken können: wer genau hinsieht kann in den Hintergründen Kapitän Haddock, Corto Maltese und Ray Banana entdecken.


Fazit:
Ein Einsteigercomic für Kinder. Die unwahrscheinliche Handlung, die infantilen Witze und die undynamischen Zeichnungen werden erwachsene Leser eher abschrecken.


Luna, Hektor und der Professor 1 – Der Schatz von Aschkor - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Luna, Hektor und der Professor 1 – Der Schatz von Aschkor

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Epsilon Verlag Mark O. Fischer

Preis:
€ 12,50

ISBN 10:
3-86693-070-4

ISBN 13:
978-3-86693-070-4

54 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Hintergründe
  • Cameos
Negativ aufgefallen
  • infantile Witze
  • Undynamisch
  • Stereotyp
  • Klischee
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2.5
(4 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 13.01.2010
Kategorie: Alben
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