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Comic-Besprechung - 100% Marvel 38: Spider-Man - Mit grosser Kraft...

Geschichten:
Autor: David Lapham , Zeichner: Tony Harris, Inker: Jim Clark , Colorist: J.D. Mettler

Story:
Was wäre, wenn Du ein normaler Teenager wärst, der in der Schule ständig von irgendwelchen Angebern geärgert wird. ..und plötzlich bekommst Du Superkräfte? Würdest Du ein Superheld werden oder (was wahrscheinlicher ist) deine Kräfte für Ruhm und Reichtum einsetzen? Peter Parker hat Letzeres getan und wurde zum gefeierten Catcher Star.

Meinung:
100% Marvel: Spider-Man - Mit grosser Kraft... beherbergt die komplette 5-teilige Miniserie Spider-Man with Great Power aus dem Jahre 2008. Die Idee zur Serie kam Autor David Lapham als er Amazing Fantasy 15 durchblätterte und auf zwei Panels stieß, in denen Stan Lee kurz die Wrestler Karriere von Spider-Man erwähnte. Lapham nahm diese Anspielung zum Anlass, einen größeren Plot um Peter Parkers Versuch zu entwerfen, aus seinen übermenschlichen Kräften Geld zu machen.

Nachdem Kurt Busiek schon in Spider-Man: die ersten Jahre die Anfänge des Teenager-Superhelden zum Gegenstand einer eigenen Serie machte, ist die Idee also nicht neu. Nach knapp 50 Jahren Spider-Man fällt es den Kreativen wohl immer schwerer dem Superhelden neue Aspekte und aufregende Geschichten zu entlocken. Mit Lapham versucht sich immerhin kein Green Horn an Spider-Mans Vergangenheit sondern ein Autor, der für seine bahnbrechende Independet Serie Stray Bullets verdientermaßen einen Eisner Award einheimste.

Nachdem die Miniserie etwas schleppend beginnt und man eigentlich wenig Neues über den Netzschwinger erfährt, gewinnt die Geschichte mit der Einführung von Tiffany Lebeck und deren ambivalenter Beziehung zu Peter Parker/Spider-Man etwas an Fahrt. Highlight der Miniserie ist aber weniger die nette Wrestler- Story Line sondern das geschickte Ineinanderweben der Anfangsabenteuer der Fantastischen Vier in die Lebenswelt von Spider-Man. Der Wandkrabbler begegnet nämlich Marvels Vorzeigesuperheldenteam während ihrer ersten Kämpfe gegen den Miracle Man (ursprünglich in FV Vol 1 #3) Namors Seeungeheuer (FV Vol 1 #4 ). Für Kenner der beiden Serien – und sicher nicht nur für die - ist dieses Retro Crossover ein echtes Schmankerl.

Positiv macht sich auch die gespannte Beziehung zu Peters Parkers Zieheltern bemerkbar, die in der Regel in einem sehr positiven Licht beleuchtet wird, in dieser Ausgabe aber wesentlich realistischer wirkt. Dass man den Tod Onkel Bens in den letzten Panels nur andeutet und nicht als melodramatischen Höhepunkt verwurstet, darf man der Qualität des Autors zuschreiben.
Auch Tony Harris, der für seine Arbeiten an Starman und Ex Machina bekannt sein dürfte, macht seinen Job ordentlich und überzeugt vor allem, wenn ohne Kostüme agiert wird. Seine Stärken in der Charakterzeichnung und Mimik konnte er vor allem bei Ex Machina unter Beweis stellen.

Fazit:
Spider-Man with Great Power ist ein weiterer gelungener Versuch, die Vergangenheit des Netzschwingers zu beleuchten. Die Story überzeugt zwar nicht mit völlig neuen Ideen, beinhaltet aber einige nette Details, die den vorliegenden Band nicht nur für altgediente Fans lesenswert macht.

100% Marvel 38: Spider-Man - Mit grosser Kraft... - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

100% Marvel 38: Spider-Man - Mit grosser Kraft...

Autor der Besprechung:
Thomas Digel

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

100% Marvel 38: Spider-Man - Mit grosser Kraft... bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Nette Crossover Idee
  • Schöne Charakterzeichnungen
Negativ aufgefallen
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Bewertung:
2.4
(5 Stimmen)
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Rezension vom: 12.02.2009
Kategorie: 100 % Marvel
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Unser Leser recke schreibt dazu:Note: 3
100 % Marvel: Spider-Man - Mit großer Kraft
Story:
Nachdem Peter Parker von der radioaktiven Spinne gebissen wurde, und nun über Superkräfte verfügt, arbeitet er als Wrestler und gerät in einem Strudel aus Raffgier, Korruption und Ausnutzung. Er vernachlässigt seine Familie, bekommt schlechte Noten in der Schule und umgibt sich mit falschen Freunden. Zudem fängt J.J.Jameson an eine mediale Schmutzkampagne gegen den Superheld und Wrestler Spider-Man anzuzetteln. Doch zualledem nicht genug, auch die Mafia mischt sich in das Spiel ein ...

Meinung:
Vor mehr als 40 Jahren hat Stan Lee eine Comicfigur geschaffen, die anders werden sollte, als all die anderen Superhelden. Menschlich, manchmal zögerlich, verletzlich und glaubwürdig. Demzufolge begibt sich Peter Parker nach Erlangung der Superheldenkräfte auch nicht gleich aufs Superheldenparkett, sondern versucht mit seinen neuen Fähigkeiten erstmal Geld zu verdienen. Doch hier endet Stan Lees Geschichte, und Peter Parker entwickelt sich nach dem Tod von Onkel Ben zum Verbrechensbekämpfer.

Doch was ist dazwischen passiert?
David Lapham hat sich der Aufgabe gestellt, diese kurzen Abschnitte in Peter Parkers Leben etwas näher zu beleuchten. Daraus entwickelte sich eine fünfteilige US-Serie, die sich nicht lange mit der Erlangung der Superkräfte auseinandersetzt, sondern gleich bei der Arbeit als Catcher beginnt.
Beim Ausarbeiten der Story muss der Autor vollkommen in seiner Arbeit aufgegangen sein, denn nicht anders ist es zu erklären, dass diese Geschichte so vielschichtig und umfassend ist.
Peter Parkers Privatleben und seine Arbeit als Catcher mit den dazugehörigen Geschäften und Parties laufen parallel ab und zeigen einen Hauptdarsteller, der allzuoft vergisst, was wirklich wichtig ist im Leben. Dabei wird Peter Parker als egoistischer Draufgänger dargestellt, der das ein oder andere Mal Onkel Ben rüde von der Seite anmacht.

Eine Story mit Witz, Klamauk und Heiterkeit ist "Mit großer Kraft" also keineswegs. Vielmehr herrschen hier Wut, Trauer und Wankelmütigkeit vor, die das Leben des jungen Peter Parker beeinflussen. Ob dies wirklich so war, sei erstmal dahin gestellt. Denn Lapham und Harris erzählen hier ihre Version der ersten Wochen als Spider-Man.

Trotz dieser gewissen Freiheiten, die Lapham als Autor durchaus genießt, muss angemerkt werden, dass er doch ein paar unabänderliche Fakten zum Wohlwollen der Geschichte übergangen hat.
So bekommt Spider-Man hier sein richtiges Kostüm von seiner Managerin Tiffany Lebeck und auch die Vorrichtung zum Abschießen von Spinnenfäden bastelt er sich nur um im Ring erfolgreicher und spektakulärer dazustehen.
Gerade aber das laienhaft zusammengebaute Kostüm hat doch den Charme der ersten Spider-Man Comics ausgemacht. Dieser Punkt wird leider auch vom Zeichner Tony Harris bis auf ein paar Panels komplett übergangen.

Neben diesen Umstand leistet sich Harris des weiteren noch das ein oder anderer Fauxpas. So sind die Gesichtskonturen der Darsteller fast durchgängig verschoben bzw. unrealistisch. Er versucht zwar stark mit gefühlsmäßigen Gesichtsausdrücken zu arbeiten, doch so recht gelingen will ihm das nicht.
Dazu kommt noch der Punkt, dass die Geschichte zeichnerisch in die heutige Epoche umgesetzt wurde, wobei aber eine Rückkehr zu alten Zeichentechniken (am Beispiel der 60iger Jahre) doch sehr förderlich für die Story gewesen wäre.


Fazit:
"Mit großer Kraft" ist ein kurzweiliges Comicheft, das aber durch die Komplexität und zwanghafte Verknüpfung von bestehenden Tatsachen nicht so recht überzeugen kann. Dazu kommt dann noch die durchschnittliche Zeichenkost und fertig ist ein Comicband, der Spidey-Fans enttäuschen wird, für Gewohnheitsleser aber durchaus interessant ist.


Positiv:
- netter Versuch, die Entstehungsgeschichte etwas auszuschmücken

Negativ:
- durchschnittliche Zeichnungen