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Comic-Besprechung - Mein Junge

Geschichten:
Mein Junge spricht, Schrecken in Brügge, Im Zoo von Antwerpen, Mein Junge wächst heran
Autor, Zeichner: Oliver Schrauwen


Story:
Die Geschichten des Autors handeln von einem Vater und dessen Beziehung zu seinem körperlich stark zurückgebliebenem Sohn.

In “Mein Junge spricht” macht der Vater mit seinem Filius Ausflüge, um ihm die Architektur und das Golfen zu zeigen, Dinge von denen der Vater sehr angetan ist. Später trifft sich der Vater mit drei Freunden, um ihnen den Sohnemann zu präsentieren. Mit der Situation sichtlich überfordert, bekommt keiner seiner Freunde auch nur einen Ton heraus. Wieder zu Hause eingetroffen bringt er seinen Sohn voller Stolz ins Bett und lässt den Tag ausklingen, als ihm plötzlich das Ausmaß seines Schauspiels klar wird und er sich eingestehen muss, dass er seinen Sohn nicht aufrichtig liebt.

In "Mein Junge wächst heran" wächst der Sohn am Frühstückstisch plötzlich binnen kürzester Zeit zu einem normalen Mann heran. Der Vorgang stoppt allerdings nicht, sondern der Sohn altert rasend schnell weiter, bis er als alter Greis stirbt und nur noch sein Skelett übrig ist. Plötzlich schreckt der Vater aus dem Schlaf hoch, er rennt in das Schlafzimmer seines Sohnes und ihm wird klar, dass er geträumt hat. Er weckt seinen Jungen auf, um ihm zu sagen, dass er bloß niemals größer werden soll.


Meinung:
Das Werk von Oliver Schrauwen hebt sich definitiv von der breiten Comic-Masse ab. Dies wird bereits beim Anblick des Covers klar und dieser erste Eindruck verstärkt sich im weiteren Verlauf durch den ungewöhnlichen Zeichenstil und die Farbgebung, die beide an den Stil der Zeitungsstrips des frühen 20. Jahrhunderts erinnern.

Die im wahrsten Sinne des Wortes bizarre Geburtsstunde, in der die Mutter des Jungen stirbt, dient dem Comic als Einleitung und ebnet damit den Weg für weitere groteske Momente, deren Höhepunkt in dem Pygmäenaufstand im Antwerpener Zoo mündet. Die zentrale Botschaft des Werkes platziert der Autor bereits in der ersten Geschichte "Mein Junge spricht". Hier stellt Oliver Schrauwen den Zwiespalt des Vaters zu seinem Sohn in den Mittelpunkt und zeigt, wie der Vater versucht seinen Sohne nach seinem Bild zu formen, um ihn aufrichtig lieben zu können. Hierdurch gelingt es Oliver Schrauwen, trotz manch überzogener Momente, einen emotionalen Schirm über seine Geschichten zu spannen, indem er eine Figur schafft, mit der sich der Leser schnell identifizieren kann, weil er sich früher oder später selbst die Frage stellen wird... "Wie würde ich mich in der Situation verhalten?".


Fazit:
Eine echte Comicalternative, die sich neben dem nostalgischen Stil besonders durch seine erwachsene Botschaft auszeichnet, die selbst auf der Rückseite des Comics noch ihren Platz findet.


Mein Junge - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Mein Junge

Autor der Besprechung:
Frank Strotmann

Verlag:
Reprodukt

Preis:
€ 15,00

ISBN 13:
978-3-938511-97-8

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Ungewöhnlich
  • Nostalgisch
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 25.10.2008
Kategorie: One Shots
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