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Comic-Besprechung - Akira – Farbige Neuausgabe 1

Geschichten:
Text und Zeichnungen: Katsuhiro Otomo

Story:
Der erste Sammelband der farbigen Neuausgabe gibt die ehemals ersten drei bei Carlsen erschienenen Bände wieder: „Die alte Stadt“, Tetsuos Macht“ und „Eine Falle für die Clowns“.
Tokio 1992: Eine Atombombe zerstört die Stadt. 38 Jahre später ist der Wiederaufbau in vollem Gang. Es regiert in den Machtzentralen ein diffuser militärisch-wirtschaftlicher Komplex und auf den Straßen brutale Jugendgangs. So wie Kaneda mit seinen Jungs auf ihren Motorrädern. Sie durchstreifen die Stadt auf immer neuen Herausforderungen. Auf einer ihrer Touren kommt es zu einem schicksalhaften Unfall, in dem Kanedas Freund Tetsuo und ein kleines Kind mit dem Gesicht eines Greises verwickelt sind. Aber noch ehe sie den Freak zur Rede stellen können, löst er sich vor Kanedas Augen in Luft auf. Und das ist nicht das einzige Mysterium: Tetsuo wird vom Militär in ein Krankenhaus gesteckt, aus dem er äußerst seltsam wiederkommt. Ist er im Besitz von übernatürlichen Kräften? Zwischen den beiden Freunden entsteht ein Machtkampf. Als Kaneda wenige Tage später zufällig das greise Kind auf der Straße wiederbegegnet, beginnt eine wilde Jagd. Und während sich Tetsuo an die Spitze der Clowns setzt, einer anderen Jugendgang, um seinen Kampf gegen Kaneda fortzusetzen, wird dieser hineingezogen in den Kampf zwischen Widerständlern und dem mysteriösen Colonel. Und wer oder was ist Akira, vor dem alle so schreckliche Angst haben?



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Im April 1991, ich befand mich noch in meiner Lehre zum Buchhändler, bestellte ein Kunde bei mir die Neuerscheinung „Akira“ aus dem Carlsen Verlag. Ein Manga! Als Leser franko-belgischer Comickunst rümpfte ich die Nase und tat meinen Job. Der Band kam am nächsten Tag und irgendwie lockte mich das Cover einen Blick hineinzuwerfen. Ich las nicht mehr als zehn Seiten und bestellte mir den Manga augenblicklich. Seitdem weiß ich: „Akira“ ist Faszination, Schnelligkeit und Action!
Über Otomo und sein Werk wurde schon dermaßen viel geschrieben, dass es schwer fällt hierzu noch etwas Sinnvolles zu sagen. Wer– wie Moebius es ausdrückte – den „Hardrock-Comic der 90er Jahre“ noch nicht kennt, der sollte dies schnell nachholen. Denn was der japanische Künstler abliefert ist ein irrer Ritt durch ein postatomares Tokio der mitreißt. Nicht zuletzt aufgrund des zeitgleich 1991 in die deutschen Kinos gekommenen Zeichentrickfilm, löste der Manga einen Hype aus. 
Die erste Ausgabe des Kult-Manga erschien zwischen April 1991 und Juni 1996 in 20 Bänden. Wobei der letzte Band lediglich Zusatzmaterial enthielt. Dieser Ausgabe wurde extra für den nicht-japanischen Markt umgestaltet. Das bedeutete die Leserichtung wurde geändert, japanische Soundwords verschwanden aus den Panels und der komplette Manga wurde mit Farbe versehen. Zwischen Mai 2000 und Juli 2001 erschien dann eine 6-bändige Gesamtausgabe, die sich am Original orientierte. Das heißt in schwarz-weiß und mit japanischer Leserichtung. Die jetzige Ausgabe greift die Farb-Edition vom Anfang der 1990er-Jahre wieder auf.
Der auffälligste Unterschied zwischen der 90er-Ausgabe und der neuen Gesamtausgabe ist das Papier. Das ehemals raue wurde gegen ein Hochglanzpapier getauscht. Ob dies nun ein Vor- oder Nachteil ist, mag jeder Leser für sich selbst entscheiden. Die Meinungen gehen unter Comiclesern was das Papier angeht derart auseinander, dass ein Verlag es unmöglich allen recht machen kann.
Außerdem fällt auf, dass die Übersetzung durchgesehen wurde und an einigen wenigen Stellen verbessert wurde. Zudem wurde ganz am Beginn die Seitenfolge dem Original angepasst – das sechste, ganzseitige Panel wurde vorgeschoben. Zwar ist die Schrift verkleinert worden, aber das ist in diesem Fall tatsächlich gut für die Lesbarkeit des Mangas, da es zu weniger Trennungen innerhalb der Sprechblasen kommt.
Was ist negativ aufgefallen an der Gesamtausgabe? Da ist zum einen die Verkleinerung. Zwar ist die neue Farb-Edition alles in allem sogar etwas größer, aber der Satzspiegel und damit die einzelnen Panels wurden verkleinert. Das ist schade. Noch stärker fällt ins Gewicht, dass es leider wieder nur eine Softcover-Ausgabe ist – zwar als stabiles Klappcover aber dem Manga hätte endlich eine schöne Hardcover-Ausgabe gut zu Gesicht gestanden. Auch etwas mehr Bonusmaterial wäre schön gewesen. Die Einleitung von Kai-Steffen Schwarz zum Phänomen Akira liest sich zwar sehr gut und führt schön an den Manga heran, aber da ist für die kommenden Ausgaben sicherlich noch Luft nach oben.



Fazit:
Ein grandioser Manga in einer Neuausgabe, die nicht vollständig zufrieden stellt. Die Farbversion empfehle ich allen, die mit der japanischen Lesart so ihre Probleme haben. Akira war vor über 25 Jahren ein Phänomen und die Serie ist weder angestaubt noch hat sie von ihrer Faszination verloren.



Akira – Farbige Neuausgabe 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Akira – Farbige Neuausgabe 1

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 29,99

ISBN 13:
978-3-551-73931-5

360 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Neue Schrift
  • Farbversion endlich wieder erhältlich
  • Klassiker
Negativ aufgefallen
  • Leichte Verkleinerung
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Rezension vom: 20.04.2019
Kategorie: Alben
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