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Comic-Besprechung - Grandville 5: Supreme

Geschichten:

Grandville 5: Supreme
Autor / Zeichner: Bryan Talbot, Colorist: Bryan Talbot, Alwyn Talbot, Angus McLie, Jordan Smith, Jesse Kindzierski



Story:
Detective Inspector Archibald LeBrock geniesst seine Zeit mit der schwangeren Billie und während sie ihre Hochzeit vorbereiten, erzählt er ihr von seiner Vergangenheit. Doch der brutale Verbrecher T-Rex Tiberius Koenig will nicht nur Londons Unterwelt übernehmen, sondern auch grausame Rache an LeBrock nehmen. Schließlich hatte dieser Koenigs Bruder getötet. Eh er sich versieht, gilt LeBrock als Mörder und wird nicht nur von seinen ehemaligen Kollegen gejagt, sondern auch von Killern. Gelingt es ihm, seinen Namen reinzuwaschen und gleichzeitig seine Familie zu schützen?


Meinung:
Fans der Serie Grandville müssen jetzt ganz stark sein. Denn mit dem fünften Band der Ausnahmereihe liegt nun das Finale der Serie vor.  Im kurzen Nachwort erläutert der Autor und Zeichner in Personalunion Bryan Talbot die Gründe für diesen Entschluss. Zum einen sagt er, dass nun der Höhepunkt erreicht sei und er mit dem aktuellen Band seiner Meinung nach den besten der Reihe geschaffen habe. Und da man aufhören soll wenn es am schönsten ist, entschließe er sich dazu andere Projekte anzugehen. Zum anderen weist er noch einmal daraufhin wie arbeitsintensiv Grandville war und er sich nun etwas erholen muss und sich einfacheren Themen widmen will. Was alles äußerst bedauerlich ist aber durchaus verständlich.

Und so kann man hier auf seine zwei Gründe näher eingehen. Das hier der beste Band der Reihe vorliegt, ist schwer zu sagen. Denn schlecht war bislang kein einziger. Jeder für sich war ein Meisterwerk und obwohl ein Stammpersonal vorhanden ist und einzelne Handlungsfäden und Entwicklungen  in den Charakteren die Geschichten lose miteinander verknüpften, so stand doch jeder Band auch für sich. Was unter anderem daran lag das jeder thematisch anders gewichtet war und unterschiedliche Subtexte beinhaltete und dementsprechend die Atmosphäre und die Stimmung auch immer wieder wechselte. So kann man nicht sagen, dass hier der Beste vorliegt, denn alle sind qualitativ gleich hochwertig. Doch in einem muss man Talbot Recht geben: man soll aufhören bevor sich die Muster abnutzen und alles noch frisch und nicht ausgelutscht wirkt.

Das mit der Arbeitsintensivität nimmt man dem Zeichner und Autor sofort ab. Denn hier steckt nicht nur viel Recherchearbeit drin, wenn man das historische Dekor ansieht, sondern generell sind die Zeichnungen sehr liebevoll und meisterhaft. In ihnen kommen so viele Anspielungen vor, Witz, historische Details und Zitate das es leicht die Story hätte überdecken können, was aber nicht der Fall ist, sondern im Gegenteil diese unterstützt, der Leserschaft aber immer wieder etwas zum Entdecken gibt. Zudem hat es wohl noch nie einen so erotischen Dachs wie Billie gegeben. Aber wie Talbot mit den einzelnen Tieren, ihrer Rolle in der Geschichte und den Charakteristika spielt welche man den jeweiligen Tierarten zuschreibt und diese hier einbaut, ist einfach wunderbar.

Wie schon gesagt hat jeder Band eine unterschiedliche Gewichtung und steht insofern für sich. Hier liegt ganz klar eine große Verbeugung vor Sir Arthur Conan Doyle und seiner berühmtesten Schöpfung Sherlock Holmes vor.  Die ganze Struktur der Erzählungen wird hier zitiert wenn der Comicheld LeBrock von seiner Lehrzeit berichtet und bei einem Meister der Deduktion in die Leere ging, der nicht nur die typischen Insignien und den Charakter von Sherlock Holmes besitzt, sondern dessen Scharfblick auf die Spitze treibt, da er als Falke gezeichnet wird. Aber nicht nur in diesem Nebenstrang spielt der typische Ablauf das am Ende eine große Auflösung präsentiert wird eine gewichtige Rolle, sondern auch in der Hauptgeschichte weswegen die letzten Seiten schon fast eine Art Anti-Klimax darstellen.

Aber auf eine äußerst geschickte Art und Weise wird der traditionsreiche englische Krimi im Sinne von Sir Arthur Conan Doyle und Agatha Christie mit der amerikanischen Tradition des Hard Boiled Thrillers im Stile eines Dashiell Hammett und Raymond Chandler verknüpft.  Während das Setting, die Atmosphäre und die Deduktion an Holmes erinnert, so können die Action und die Gewalt auch einem Philip Marlowe Roman entstammen. Diese Vermischung passt auch gut zu dem Hintergrund des Steampunk, schließlich wird hier eine historische Epoche in einer alternativen Version mit Science-Fiction-Elementen erzählt und schon die Herangehensweise mit den anthropomorphen Tieren ist eine Vermischung und alles zusammen ergibt etwas Dynamisches, Neues, Herausragendes. Grandville ist einfach großartig und macht von der ersten Seite an süchtig und man kann nur hoffen das Talbot irgendwann zu der Reihe zurückkehrt obwohl er ein wundervolles Schlussbild findet das im Grunde alles sagt.


Fazit:
Jeder Band aus der Serie steht für sich als Meisterwerk dar. Der vorliegende Abschlussband ist da keine Ausnahme. Emotionen, Spannung, Witz, Erotik, Action, Atmosphäre, Dekor, Setting und Gewalt: alles stimmt. Und zeichnerisch gilt in jedem Panel etwas zu entdecken.


Grandville 5: Supreme - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Grandville 5: Supreme

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Schreiber und Leser

Preis:
€ 32,80

ISBN 10:
3946337759

ISBN 13:
978-3946337751

168 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Action, Spannung und Humor
  • Setting, Dekor, Atmosphäre
  • Zitate und Verweise
  • gute Farbgebung und Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • dialoglastiger Schluss
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 18.01.2019
Kategorie: Alben
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