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Comic-Besprechung - DC Bombshells 2: Verbündete und Feinde

Geschichten:
DC Bombshells 2: Verbündete und Feinde (DC Comics: Bombshells 7-12)
Autor: Marguerite Bennett, Zeichner: Mirka Andolfo, Laura Braga, Sandy Jarrell, Maria Laura Sanapo, Marguerite Sauvage, Inker: Juan Albarran, Mirka Andolfo, Laura Braga, Sandy Jarrell, Marguerite Sauvage, Colorist: Wendy Broome, Kelly Diane Fitzpatrick, J. Nanjan, Jeremy Lawson


Story:
Während die Batgirls in ihrer Heimat Gotham City Spione des Deutschen Reiches jagen und ihre Ideale verteidigen, erleben Wonder Woman und Steve Trevor die Schrecken der Schlachtfelder. Batwoman, Zatanna und Catwoman versuchen, einen gefährlichen Nazi auszuschalten, während Stargirl, Mera und  Supergirl mitten in London angegriffen werden. Und ihr Gegner ist übernatürlich und scheint unaufhaltsam zu sein, denn die Toten haben sich erhoben.


Meinung:
Die Reihe basiert auf einer Figurenreihe und das lässt erstmal arges vermuten, da Filme, Spiele und Comics die rein auf Actionfiguren basieren, doch deutlich an Substanz vermissen lassen. Aber bei DC Bombshells hat man es richtig gemacht und allein das Aussehen der Heroinen übernommen und darum herum eine Geschichte gestrickt. Da die Figuren von bekannten DC-Heldinnen und Schurkinnen ganz im Stile der Pin-Ups der 1940er Jahre gehalten waren, lag es nahe, die Geschichte in einer alternativen Welt anzusiedeln. So spielt sowohl der erste als auch der vorliegende zweite Band während des Zweiten Weltkrieges, aber in einer alternativen Version. Schließlich sind manche Charaktere erst später aufgetaucht und so kann man Supergirl und Stargirl auch als Sowjetbürger einführen.

Der erste Band war zwar schön anzusehen und die Elseworlds-Aspekte hatten durchaus ihren Reiz und auch die Pin-Up-Bezüge waren schön umgesetzt, aber die Story kaum noch nicht so richtig in Gang und man blieb deutlich hinter den Möglichkeiten zurück. Der zweite Band ist da sehr viel besser und bietet Spannung und Dramatik en Masse und kann auch vielfältige zeitbezogene Bezüge einbauen. So etwa deutsche Spione in Amerika, das Entwickeln von Wunderwaffen, Sabotage und übernatürliche und übermenschliche Kämpen beiderlei Geschlechts auf den Schlachtfeldern.

Der übermächtige Feind ist dabei nicht nur eine Horrorreferenz, sondern auch sehr symbolisch zu sehen indem man den Toten gegenüber Verantwortung trägt und tragen muss, was generell der rote Faden dieser Ausgabe ist. Historisch betrat die USA erst nach dem Krieg die Weltbühne und war neben der Sowjetunion die einzige Supermacht während die bisher dominierenden Staaten sich bis heute nicht von dem Krieg erholt haben. Jedenfalls was den Status innerhalb der Welt angeht. Auch das kommt hier zur Sprachen ohne dass es auf einen platten Patriotismus hinauslaufen würde. Dafür sind die emanzipatorischen Anleihen zu stark die hier universell verstanden werden. Alle Männer spielen hier eine Nebenrolle und sind eher in den Horden von Zombies zu sehen die wieder, wie es sich für gute Zombies, gehört, sehr symbolisch sind und auch für Schuld und Unterwerfung stehen. Sprich: die gehirnlosen Massen die blind einer Ideologie folgen und keine Verantwortung für ihr eigenes Tun übernehmen. Im Faschismus steht die Volksgemeinschaft über alles und der einzelne ist nichts wert. Insofern sind die hier Zombies als Gegner eine wunderbare Symbolik die zunächst etwas befremden mag.

Auch wenn die Zeichnungen sehr schick sind und wieder ganz im Stile der Pin-Ups stehen und manchmal auch berühmte Bilder zitieren, so sind die Bewegungsabläufe in den Kampfszenen leider nicht flüssig genug und oft scheinen einfach Bilder zu fehlen die alles glatter hätte wirken lassen. Angesichts des Stoffes darf man aber keine plumpe Erotik erwarten und es ist noch erwähnenswert, das sowohl die Autoren als auch die Zeichner allesamt weiblich sind und damit liegen die Bombshells in guten Händen und sind ein starkes Zeichen für die Selbstbestimmung der Frauen die selber Verantwortung für ihr Tun und Leben tragen wollen. Was nicht nur historisch akkurat für die 1940er ist (und zurückgenommen wurde als die Männer aus dem Krieg heimkehrten), sondern immer noch aktuell und angesichts der MeToo-Debatte an Schärfe gewonnen hat. Man kann also den Band als schicken Actionreisser mit  übernatürlichem Touch lesen, aber auch, wenn man genauer hinsieht, einige zusätzliche Facetten entdecken, weswegen man ihn gerne immer wieder zur Hand nehmen wird.


Fazit:
Sehr viel besser als der erste Band, lebt die Fortsetzung nicht nur von der Grundidee, sondern kann eine actionreiche Geschichte mit sehr vielen Anspielungen und tiefschichtiger Symbolik anreichern, weswegen man den Band immer wieder gerne zur Hand nehmen wird.

DC Bombshells 2: Verbündete und Feinde - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

DC Bombshells 2: Verbündete und Feinde

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,99

ISBN 10:
3741608017

ISBN 13:
978-3741608018

196 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • viele Anspielungen
  • gute Symbolik
  • Spannung, Action und Dramatik
  • emanzipatorische Aspekte
Negativ aufgefallen
  • manchmal ist die Action nicht flüssig genug
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Rezension vom: 26.04.2018
Kategorie: Hefte
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