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Comic-Besprechung - Die Kinder des Prometheus 3: Der verlorene Sohn

Geschichten:
Die Kinder des Prometheus 3: Der verlorene Sohn
Autor: Emmanuel Herzet, Henscher, Zeichner: Rafa Sandoval, Inker: Jordi Tarragona Garcia, Colorist: David Garcia Cruz


Story:
Während die alten Helden Odysseus, Perseus und Jason auf den Göttermörder angesetzt werden, wird der entführte Apollon unerwarteterweise freigelassen. Was nicht nur den ermittelnden Polizisten alarmiert, der nun seine Anstrengungen intensiviert, sondern auch die Götter verunsichert. Ist etwa ihr Bündnis nicht so fest wie sie gedacht hätten? Lauert irgendwo Verrat? Könnte tatsächlich einer der ihren auf der Seite von Thymos stehen?


Meinung:
Im Grunde ist die Serie Die Kinder des Prometheus, von der jetzt der dritte Band erschienen ist, eine reine Rachegeschichte. Ein junger unehelicher Mann will sich an seinem leiblichen Vater für begangenes Unrecht an seiner Mutter rächen und nimmt ihn, seine Familie und sein wirtschaftliches Unternehmen ins Visier. Der Clou besteht ja nun darin, dass es hier um die griechischen Götter geht, die sich, ihrem jeweiligen Spezialgebiet gemäß, dem 21. Jahrhundert angepasst haben. Der Göttervater Zeus ist der Firmenvorstand, die antiken Helden wie Perseus, Herakles und Odysseus sind als Söldner tätig, Hades, der Gott der Unterwelt, ist ein Leichenbestatter und Poseidon ein Reeder. Es ist gerade dieser Aspekt welcher der Serie ihren Reiz gibt.

Aber auch dieser kann schnell ausgereizt sein und so hätte trotz der vielen Verweise auf die antiken Sagen und deren Umsetzung in unsere moderne Welt diese Actiongeschichte schnell langweilig werden können. Das dem nicht so ist, liegt vor allem daran das die Götter auf die Gefahr und den Morden an einigen unter ihnen sehr unterschiedlich reagieren. Anstatt das der Zusammenhalt gefördert wird, werden alte Animositäten geschürt und diese schwelenden Konflikte entzünden sich nun zunehmend, was auch dazu führen kann, dass einige Götter die Seite wechseln und den Göttermörder unterstützen. Das bleibt hier alles noch in der Schwebe und so herrscht eine kontinuierliche Spannung und eine hohe Figurendynamik vor, welche auch immer wieder auf die klassischen Sagen verweist. Etwa wenn die stets eifersüchtige Hera ihrem Mann wieder seine Seitensprünge vorhält oder die Helden sich an vergangenen Verrat erinnern.

Zudem werden die diversen Handlungsstränge weiter fortgeführt. Da gibt es zum einen zwei Polizisten, einer in Amerika und eine in Griechenland, die unabhängig voneinander ermitteln, dann die Sichtweise der Götter, diejenigen ihrer Helden, welche die Götter mal wieder an ihrer statt in den Krieg schicken, und diejenige des eigentlichen Bösen, der eigentlich nur Rache will. Das kann zwar die eigentlich nur dürftige Story etwas überdecken, macht die Lektüre aber sehr spannend, da so permanent Cliffhanger geboten werden weswegen man immer weiter lesen will. Zudem wird am Ende offenbart wer den eigentlich nun die Mutter des Götterkillers ist, was eine große Überraschung darstellt und einen tiefen Rückgriff in die alten Sagen bedeuten wird und die Figurendynamik sogar noch erhöhen dürfte.

Die realistischen Zeichnungen tragen auch zu dem Lesevergnügen bei, aber die Figuren sind manchmal etwas austauschbar geraten. Was man gerade bei Aphrodite, immerhin die Göttin der Liebe und der Lust, nur schwer verzeihen kann. Manche sind nicht individuell erkennbar, was zu manchen Verwirrungen führt, da man dann auch nicht immer weiß, ob man nun Perseus oder Apollo vor sich hat, die sich beide optisch sehr ähneln. Das führt zu einigen Abzügen aber immerhin halten einen die Spannung und die Action auch weiterhin bei der Serie fest.


Fazit:
Die eigentlich recht simple Rachegeschichte kann durch viele Handlungsstränge und der Dynamik zwischen den Charakteren immer noch fesseln und so kann man schon jetzt den nächsten Band kaum noch erwarten.


Die Kinder des Prometheus 3: Der verlorene Sohn - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Kinder des Prometheus 3: Der verlorene Sohn

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16

ISBN 10:
3741606391

ISBN 13:
978-3741606397

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Grundidee
  • Action und Spannung
  • Dynamik zwischen den Figuren
Negativ aufgefallen
  • Grundstory recht simpel
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Rezension vom: 17.05.2018
Kategorie: Alben
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