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Comic-Besprechung - Lucifer - Mein Wille geschehe 3

Geschichten:
Lucifer - Mein Wille geschehe 3 (Lucifer 13-19)
Autor: Holly Black, Richard Kadrey, Zeichner / Inker: Lee Garbett, Marco Rudy, Ben Templesmith, Colorist: Antonio Fabela, Marco Rudy, Ben Templesmith

Story:
Nach dem Tod Gottes sitzt nun ein Betrüger auf dem Thron der nicht nur alle Engel in seiner Gewalt hat, sondern auch den freien Willen komplett auslöschen will. Das kann Lucifer, der ehemalige Herrscher der Hölle und ewiger Rebell, nicht zulassen. Doch wie soll er gegen den neuen Gott antreten? Vor allem da die Anzahl seiner Verbündeten angesichts der vielen Feinde zunehmend geringer wird.

Meinung:
Mit dem dritten Paperback liegt auch schon das Finale der neuen Serie Lucifer vor. Doch so neu ist sie ja gar nicht. Nach einer ersten Storyline als Nebenfigur in Sandman von Neil Gaiman schrieb Mike Carey die Saga fort. In Sandman verzichtete Luzifer auf seinen Thron in der Hölle und überließ die Schlüssel jemand anderem. Ironischerweise zwei Engeln. Statt in der Unterwelt zu herrschen, eröffnete er lieber auf der Erde einen Nachtclub der als Zuflucht für die Ausgestoßenen dient. Darauf aufbauend erzählte Carey eigene Geschichten und diese dienen wieder als Basis für die aktuelle Serie die man aber auch ohne Vorwissen genießen kann. In dieser knapp 19 Hefte umfassenden Mini-Serie die wurden also die weiteren Geschehnisse erzählt und man bediente sich einiger schon eingeführter Figuren. Vor allem natürlich Lucifer selber und seine höllische Geliebte Mazikeen, welche seinen Thron in der Hölle geerbt hatte.

Konsequent wird die Serie zu Ende geführt. Insofern das die Storyline beendet wird und dort keine offenen Fragen mehr bleiben. Doch der veränderte Status Quo am Ende lässt noch genügend Möglichkeiten dafür, dass eine neue Mini-Serie daran anknüpfen könnte. Dabei sind nur die ersten zwei Kapitel vom eigentlichen Geschehen losgelöst. Schon stilistisch fallen sie mit einem weitaus extravaganteren, ja expressionistischen, Stil auf. Kein Wunder, wenn Ben Templesmith einige Seiten gestaltet. Diese sind ein kleiner Spaß und dienten als One-Shots zu den amerikanischen Feiertagen. Vor allem Weihnachten wird hier thematisiert und diese Ironie das Lucifer den Geburtstag Christi, mehr oder weniger gezwungenermaßen, feiert, ist schon ein schöner Gag an sich.

Dabei ist der Band überraschenderweise voller Gags. Weniger welche bei denen man sich vor Lachen auf den Schenkel klopft. Sondern es gibt einfach  wunderbare Dialoge und allein schon das sprechende Baby mit dem Verstand eines Erwachsenen gibt einige wundervolle Gags ab. Und allein der Schlussdialog entlässt einen mit einem seligen Grinsen. Leider wird hier aber einiges innerhalb der Dramaturgie verschleppt. Erstaunlicherweise wird das Finale nämlich nicht sonderlich  stringent vorbereitet. Die Konfrontation zwischen Lucifer und dem bösen neuen Gott verläuft dann auch erschreckend kurz und undramatisch. Lange Zeit über hat der Fürst der Finsternis einfach keinen Plan wie er gegen seinen Gegner vorgehen soll. Wobei genau das thematisiert wird, indem man einen sucht und Möglichkeiten eruiert. Dabei verzettelt man sich in Nebensträngen und in den Figuren des Nebenpersonals. Was man dem Band übel nehmen könnte, wenn die Charaktere nicht ausnahmslos so interessant wären. Aber ein roter Faden fehlt deutlich und man bekommt den Eindruck, dass die Autoren nicht so recht wussten wie sie ihren eigenen Plot auflösen sollten. Aber gerade die Undurchschaubarkeit sorgt auch wieder für ein gewisses Maß an Spannung. Was also an der holprigen Dramaturgie enttäuscht, werden durch die schon erwähnten Charaktere, den fantasievollen Zeichnungen, den absurden Situationen und den witzigen Dialogen wettgemacht. Dabei gelingt das Kunststück das einem auch die Dämonen wie etwa Mazikeen näher kommen und man um sie fürchtet. Ein gelungener Abschluss mit leichten Schwächen, aber durchaus empfehlenswert für alle Freunde des Vertigo Verlages.



Fazit:
Auch wenn die Story teilweise etwas verschleppt wird, so können doch die interessanten Charaktere und der Witz dafür entschädigen und bieten ein gelungenes Finale.


Lucifer - Mein Wille geschehe 3 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lucifer - Mein Wille geschehe 3

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 17,99

ISBN 10:
3741605190

ISBN 13:
978-3741605192

172 Seiten

Positiv aufgefallen
  • witzige Dialoge
  • interessante Charaktere
  • Spannung und Twists
Negativ aufgefallen
  • Story wird verschleppt
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Rezension vom: 07.03.2018
Kategorie: Hefte
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