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Comic-Besprechung - The Old Guard 1: Erstes Gefecht

Geschichten:
The Old Guard 1: Das erste Gefecht (Old Guard Book One: Opening Fire)
Autor: Greg Rucka, Zeichner: Leandro Fernandez, Colorist: Daniela Miwa


Story:
Andy, Nicky, Joe und Booker sind geborene Krieger. Zur Zeit arbeiten sie als Söldner und sind etwas müde geworden. Was kein Wunder ist, denn die vier sind unsterblich und haben schon in so ziemlich allen Kriegen gefochten. Doch in der Moderne wird es immer schwieriger, sich zu verstecken und das Geheimnis zu bewahren. Als sie gerade eine neue Unsterbliche entdecken und rekrutieren, werden zwei Mitglieder des Teams entführt.


Meinung:
Greg Rucka bietet mit der neuen Serie The Old Guard ein Actiongewitter dessen eigentliche Story überschaubar ist aber angesichts des Themas und der Charaktere zu faszinieren weiß. Die titelgebende alte Garde ist ein Team von Kämpfern die auch als Söldner agieren. Ein neuer Auftrag entpuppt sich als Falle und zwei Mitglieder des Teams werden entführt. Zusammen mit einer neuen Rekrutin macht sich der Rest auf die Suche nach den Verschwundenen und die Spuren, welche durch mehrere Länder führen, werden ertränkt im Blut.

Das klingt nun nicht gerade nach etwas Besonderem und hat man schon tausendmal gelesen oder als Film gesehen. Aber Rucka gibt dieser gradlinigen Story einen bestimmten Kniff: denn die Teammitglieder sind allesamt unsterblich. Sie haben Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende auf dem Buckel und können so auf einen großen Erfahrungsschatz aufbauen. Aber auch die psychischen Verletzungen welche sich im Laufe der Jahrzehnte angehäuft haben. Dramaturgisch ist es äußerst geschickt, das es viele zeitliche Sprünge gibt die in die Vergangenheit eintauchen und nicht nur spannend sind, sondern durch die historischen Epochen auch sehr viel Atmosphäre besitzen. Zudem kann das die Übersichtlichkeit der eigentlichen Story gut überdecken, weswegen man das dem Autor und der Serie nicht übel nimmt.

Diese Rückblenden sind allerdings nicht einfach nur ein Trick zur Kaschierung, sondern dienen auch der Vertiefung der Charaktere.  Das Leiden an der Unsterblichkeit wird sehr gut herausgestellt und aufgezeigt, dass ein alter Menschheitstraum durchaus zu einem Alptraum werden kann. Einige kommen mit den rapiden Neuerungen der Moderne nicht zurecht, andere sind es schlicht Leid alle sterben zu sehen die einem was bedeuten und anderen wird alles schal, weil man schon alles mal erlebt hat. Das gibt den Charakteren sehr viel Tiefe und man kann kaum erwarten mehr über sie zu lesen. Die eigentliche Handlung ist hier schon beendet und man kann den Band als abgeschlossenes Einzelabenteuer genießen. Und doch ist man am Haken und will einfach mehr. Denn bei unsterblichen Kriegern gibt es nicht nur massig Kämpfe und Action zu sehen, sondern kann diese auch in den unterschiedlichsten Epochen ansiedeln. Und die vielen Anspielungen machen eindeutig Lust auf mehr.

Zudem ist es vorteilhaft, dass nichts erklärt wird. Man weiß nicht, warum die Charaktere nicht sterben können und Rucka vermeidet es zum Glück Spekulationen anzustellen. Es geht nichts in Richtung Mystik oder Science-Fiction, sondern zeigt einfach den Fakt auf. Wobei die Charaktere durchaus nicht gänzlich unsterblich sind, denn auf einmal könnten sie durchaus tot bleiben und so verloren sie auch einige ihrer Gefährten. Nur kann man das im Vorfeld nie wissen, was dramaturgisch ein weiterer geschickter Baustein ist, da man so die vermeintliche Allmacht aufweicht und die Kämpfe spannender werden, da man nicht sicher sein kann, ob die Figuren wirklich wieder aufstehen werden. In einer Szene geht Rucka auf das Geheimnis kurz ein, wenn ein Arzt keinerlei genetische, physische oder psychische Gründe für die Unsterblichkeit finden kann. Darauf angesprochen, sagt einer der alten Garde sinngemäß, ob es nicht vielleicht einfach sein könne, dass seine Zeit und die seiner Gefährten noch nicht gekommen sei.

Die Zeichnungen von Leandro Fernandez sind eindeutig von Eduardo Risso inspiriert, weisen aber lange nicht so geschickte und gewagte Perspektiven auf, und ähneln sich vor allem bei den Gesichtern. Aber die Farbgebung ist sehr gelungen und weiß geschickt mit den Schatten zu spielen.

Ein faszinierender Auftakt, von dem man sehr gerne noch sehr viel mehr lesen möchte.


Fazit:
Die Banalität der Actionstory wird gut überdeckt durch das Setting, die Charaktere und Zeitsprünge. Zudem sind die Zeichnungen sehr gelungen und bieten Dynamik und Tempo. Mehr davon.


The Old Guard 1: Erstes Gefecht - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Old Guard 1: Erstes Gefecht

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 24,80

ISBN 10:
3962190384

ISBN 13:
978-3962190385

184 Seiten

Positiv aufgefallen
  • komplexe Charaktere
  • Leiden an der Unsterblichkeit
  • historische Episoden
  • hervorragende Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Story ist im Grunde banal
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Rezension vom: 18.01.2018
Kategorie: Hefte
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