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Comic-Besprechung - DC Premium 30

Geschichten:
JLA: Schreckgespenster
Autor: Chris Claremont, Zeicher: Josh Hood, Tuscher: Sean Parsons


Story:
Im Jahr 1877 bekommen es die Soldaten eines US-Infanterie-Regiments in den Bergen mit albtraumhaften Kreaturen zu tun, die durch eine Art mystisches Portal auf die Erde strömen. Nur mit Hilfe eines alten indianischen Schamanen können die Bestien besiegt und das Tor zu ihrer Sphäre geschlossen werden. In der Gegenwart befinden sich Wally West und Kyle Rayner, auch bekannt als Flash und Green Lantern, mit ihren weiblichen Gegenparts Linda Park und Jade auf einem Ausflug zum Black Spirit Lake. Ein Waldbrand stört die Idylle und als die beiden Helden zum Lösch-Einsatz eilen, stoßen sie nicht nur auf die verwirrte Feuerwehrfrau Kishana Lewis, sondern auch auf Zombies. Der Rest der Liga trifft zur zur Unterstützung ein und findet die beiden Gefährten schwer angeschlagen vor. Als Superman und Batman das Gelände genauer sondieren, geraten sie in einen überraschend aufkommenden Schneesturm und werden von einem monströsen Wesen attackiert, das selbst den Mann aus Stahl mit Leichtigkeit durch den Wald prügelt. Wonder Woman wird derzeit auf dem Grund des Black Spirit Lake von mysteriösen Skeletten angegriffen und verletzt. Als aus dem scheinbar wieder geöffneten Portal zur Monster-Dimension immer mehr riesige, schier unbesiegbare Kreaturen strömen, evakuieren die Liga-Mitglieder das Gebiet und verbarrikadieren sich mit den Zivilisten in einem Berghotel. Die angreifenden Monster haben es allem Anschein nach auf Kishana Lewis abgesehen und der einzige Weg die Kreaturen zu besiegen, scheint darin zu liegen, die unheilvolle Vergangenheit von Black Spirit Lake zu ergründen...

Meinung:
“Chris Claremont und Zeichner Josh Hood strapazieren die Nerven der Leser aufs Äußerste“ steht auf dem Umschlag des Comic-Bandes, und ich kann dem nur zustimmen: Meine Nerven wurden beim Lesen von „JLA: Schreckgespenster“ wirklich arg strapaziert – von einer todlangweiligen, enttäuschenden Story, durch die ich mich Seite für Seite quälen musste. Der Ansatz der Geschichte mag ja wenigstens noch leidlich interessant sein, die Umsetzung ist in jeder Hinsicht misslungen. Die Handlung ist verworren, die Charakterisierung der Helden einfach nur schwach und die platt-schwülstigen Dialoge machen alles nur noch schlimmer. „X-Men“-Veteran Claremont ist ja dafür bekannt, gerne viele Sprechblasen zu füllen, aber was er den Charakteren hier in den Mund legt, ist oft nicht nur überflüssig, sondern auch noch unpassend und einfach charakterfremd. Beispiele gefällig? Da wird Superman von einem offensichtlich neidischen Batman mehrmals völlig kindisch als „Angeber“ bezeichnet, wenn er seinen Teleskopblick einsetzt, J’onn J’onnz, ein großer, grünhäutiger Kerl, der sich bezeichnender Weise auch noch „Martian Manhunter“ nennt, erklärt: „Ich bin nicht von dieser Welt, Kishana, auch wenn man es selten merkt“ und der sonst so edelmütige Superman hat anscheinend nicht das geringste Problem, das Leben einer Unschuldigen zu opfern. („Ihr Leben gegen unsere Leben – ein fairer Tausch.“) Hinzu kommt noch, dass Dialoge oder Szenen-Beschreibungen manchmal einfach nicht zu den Bildern passen wollen. So ist beispielsweise auf den ersten Seiten ständig von einem Schneesturm die Rede, in dem sich die Soldaten urplötzlich befinden, aber auf den dazugehörigen Bildern ist nicht mal eine einzige weiße Flocke zu sehen. Das einzig Positive, das ich dem Comic abgewinnen kann, ist das nette Titelbild von Art Adams – hätte der Mann doch auch nur die sechs Kapitel der Story gezeichnet. Stattdessen bekommt der Leser Josh Hoods ziemlich statische und reichlich unspektakuläre Zeichnungen vorgesetzt, die einfach nicht zu den „mächtigsten Helden der Welt“ passen wollen. Übergroße Superhelden-Action grafisch umzusetzen, scheint einfach nicht seine Stärke zu sein. In der Hinsicht versiertere Zeichner wie George Pérez, Bryan Hitch oder John Byrne hätten mit beeindruckenden Bildern vom Kampf der JLA gegen die Monster wenigstens noch etwas aus der Story rausholen können, so wird nur noch offensichtlicher wie schwach und unlogisch das Script ist. Da fragt man sich doch ernsthaft, warum DC USA für so ein unausgegorenes Projekt gleich eine sechsteilige Mini-Serie spendiert und auch, warum DC Deutschland gerade eine solche Comic-Möhre für eine Veröffentlichung in einer Reihe auswählt, die immerhin „DC Premium“ betitelt ist. Es kann doch nicht so schwer sein, besseres Material zu finden...

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DC Premium 30

Autor der Besprechung:
Andreas Völlinger

Verlag:
DC Deutschland

Preis:
€ 17

ISBN 10:
3-89921-514-1

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Positiv aufgefallen
  • Das schöne Art Adams-Cover, sonst leider gar nichts
Negativ aufgefallen
  • Langweilige, verworrene Story
  • Durchwachsene Zeichnungen
  • Schlechte Charackterisierungen und nervige Dialoge
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
4
(2 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 12.05.2004
Kategorie: DC Premium
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