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Comic-Besprechung - Der Stern der Wüste 3

Geschichten:
Der Stern der Wüste 3
Autor: Stephen Desberg, Zeichner: Nadine Labiano, Colorist: Maffre


Story:
Der Stern der Wüste ist eine junge Indianerin die sich nicht so recht zwischen zwei jungen Männern ihres Stammes entscheiden kann. Da wäre ein junger Krieger und ein sensibler Mann der unter Umständen der neue Medizinmann werden könnte. Doch die alltäglichen Sorgen fangen an zu verblassen, als immer mehr Siedler in das Land kommen und ein blutiger Krieg auszubrechen droht.

Meinung:
Nach zwanzig Jahren erfährt die Westernserie eine Fortsetzung. Das mag manchen wundern, da der Krimi im Wildwestgewand im Grunde einen guten Abschluss gefunden hatte und der vermeintlich kultivierte Held seine Instinkte, welche unter der Zivilisation verdeckt waren, entdeckt hatte und zusammen mit einer Indianerin im Westen bleibt.

Nun kann man befürchten, dass einfach nur eine Storyline angehängt wird, die aber mit dem bereits erzählten Thema nichts mehr zu tun und so etwas bemüht wirkt. Zudem ist von dem Personal kaum noch etwas übrig. So ist es eigentlich logisch, das sich die Macher dazu entschlossen hatten, ein Prequel zu erzählen. Das kann durchaus für sich allein stehen und man muss die ursprünglichen zwei Bände nicht kennen. Es sei denn man mag gute Western. Es gibt zwar einige Anspielungen auf das kommende, wenn etwa ein junger Indianer Visionen bekommt von Ereignissen welche in den Vorgängern geschildert worden sind, aber das ist für Fans interessant und erhöht die Faszination derjenigen welche bislang die Serie nicht verfolgt hatten.

Im dritten Band stehen die Indianer im Mittelpunkt. Vor allem die titelgebende junge Indianerin Stern der Wüste, die ja noch ein tragisches Schicksal erleiden wird. Es gibt eine zarte Liebesgeschichte von zwei jungen Leuten die sich annähern und nicht nur eigene innere Widerstände überwinden müssen, sondern auch die Erwartungen des Umfeldes erfüllen sollen. Somit ist das Zeltlager der Indianer erstaunlich modern. Aber diese Liebesgeschichte findet in einer brutalen Welt statt so dass von vornherein eine düstere Atmosphäre auf ihr liegt. Man gönnt den jungen Leuten das Glück, aber immer mehr Weiße ziehen in das Land und jagen die Bisons und missachten die bisherigen Verträge. Gnadenlos macht sich die Zivilisation breit und auch einige Weiße finden daran keinen Gefallen und nutzen Gewalt um ihre vermeintliche Freiheit, besser formuliert als Regellosigkeit, zu verteidigen.

All diese Aspekte sorgen für eine irreale, bedrohliche und unberechenbare Atmosphäre welche selbst in ruhigen Momenten für Spannung sorgt. Marini hat diesmal leider nicht die Zeichnungen beigesteuert, aber der Ersatz Labiano macht seine Sache gut und kopiert nicht den berühmten Kollegen. Es gibt Panoramabilder von den Weiten und die Figuren sehen alle gut aus, aber der Einsatz von gedeckten Farben steuert das Unwohlsein, die Ahnung, das alles im Wandel begriffen ist und alle Ideologien und Vorsätze in dieser gewaltgesteuerten Welt keinen Platz haben. Auch wenn man weiß was aus einigen der Figuren werden wird, so ist das durchaus spannend, da man sich nie sicher sein kann wie sich die Charaktere verhalten werden.


Fazit:
Auch wenn man Prequels nicht mag, so ist der Band doch empfehlenswert, denn die Charaktere sind unberechenbar und erschaffen so eine Spannung welche mit den atmosphärischen Zeichnungen eine brüchige Welt erschafft.


Der Stern der Wüste 3  - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Der Stern der Wüste 3

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,99

ISBN 10:
3741602523

ISBN 13:
978-3741602528

56 Seiten

Der Stern der Wüste 3  bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • bedrohliche Atmosphäre
  • unberechenbare Charaktere
  • eigenständig
  • Zeichnungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 29.06.2017
Kategorie: Alben
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