SplashpagesSplashbooksSplashcomicsSplashgamesComicforumImpressumEntertainweb


In der Datenbank befinden sich derzeit 13.641 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste Gesammelte Leseproben

Comic-Besprechung - Nash Gesamtausgabe 1

Geschichten:
Nash Gesamtausgabe 1
(Morgenstern, Jenseits von Eden)

Autor: Jean-Pierre Pécau, Zeichner: Damour, Colorist: Pierre Schelle, Stéphane Rosa


Story:
Nash Tulsa ist ein Veteran der Maya-Kriege der sich im New York des Jahres 2047 als Kopfgeldjäger durchschlägt. Eines Tages wird seine schwerkranke Tochter entführt und Nash tut alles, um sie zu finden. Dabei stellt sich heraus, dass seine Tochter anscheinend Opfer eines Experiments geworden war, welches ihr geheimnisvolle Kräfte bescherte. So zeigen auch andere Parteien Interesse an dem Kind.


Meinung:
Der Finix-Verlag bringt nun eine Gesamtausgabe der Serie Nash auf den Markt von denen der jüngst erschienene erste Band die ersten zwei Abenteuer Morgenstern und Jenseits von Eden beinhaltet. Leider verzichtet man aber dabei auf jeden redaktionellen Zusatz.  So bleibt ziemlich offen warum es etwa von der Serie eine Gesamtausgabe geben muss und worin man die Qualität der Serie sieht, welche eine solche Edition rechtfertigt. Man nimmt sich einiges vor die Reihe nun komplett auf den Markt zu bringen, denn in den 1990ern stoppte der damalige, also der alte, Splitter-Verlag die Veröffentlichung nach der dritten Ausgabe. So bleibt Finix zwar seinem Ziel, abgebrochene Serien zu vervollständigen, treu hat aber diesmal kein glückliches Händchen für den Stoff gehabt.

Was nicht heißen soll, das Nash gänzlich missraten ist. Aber die Serie atmet deutlich den Geist der 1990er. Wer für den damaligen beliebten Stil ein Musterbeispiel sehen will, der sehe sich die damaligen Heftreihen des amerikanischen Image-Verlages an, die auch vom damaligen Splitter-Verlag auf den Heftchenmarkt gedrängt wurde. Und letztendlich dem Verlag den Rücken brach. Damals überwogen solche Wespentaillen bei den Frauen, dass die opulenten Oberweiten in der Realität das Rückgrat gebrochen hätten und die Männer waren so Muskelbepackt, dass sie in der Realität kaum hätten gehen können. Es überwogen die Posen vor der Dynamik und die Mimik war oft übertrieben. Wenn sich jemand aufregte, so waren Speichelfäden im Mund ein Muss hineingezeichnet zu werden. Heute sieht man das etwas als ein Kuriosum und tut es als Jugendsünde ab, wo man einfach „auf dicke Hose“ machen wollte.

Nash ist nicht so ganz übertrieben, schließlich ist es eine französische Produktion die gegenüber den Amerikanern etwas dezenter ausfällt, atmet aber den damaligen Geist und schielt deutlich auf die internationale Vermarktung. So gibt es hier dicke Wummen, viel Action und markige Sprüche  der Figuren welche die mangelnden Charakterisierungen und die Motivationen überdecken. Sie sind nichts als Hüllen die nicht mit Leben gefüllt worden sind. Warum etwa der Polizist dem Kopfgeldjäger und ehemaligen Söldner Nash hilft die entführte Tochter wieder zu befreien bleibt vollkommen offen. Der lustige Sidekick ist reines Klischee und erinnert sehr an Barney aus Andy Morgan.

Übrigens findet man hier auch deutlich mehr Einflüsse. So ist deutlich der damalige Erfolg von Akira zu verspüren. Denn wenn man etwas durch die wirre Story durchblickt, erkennt man das es um begabte und mächtige Kinder geht die natürlich durch viele verschiedene Seiten ausgenutzt werden sollen. Nash muss seine Tochter schützen, aber die Dynamik zwischen ihm und seiner Ex-Frau, die Mutter der Tochter, verpufft im ständigen Pulverdampf. Die Serie passte deutlich zu dem Programm des alten Splitter Verlages nimmt sich aber in dem von Finix als Fremdkörper aus. Die Story ist viel wirr und entfaltet sich erst nach und nach und verheddert sich dabei zusehends. So ist die Serie eher Mittelmaß und ganz nett zu lesen. Muss man aber nicht unbedingt haben.


Fazit:
Die Serie ist viel zu sehr in den 1990ern verankert als das sie noch wirklich überzeugen könnte. Die Story ist konfus und geht komplett in der Action unter, während die Figuren reines Klischee sind.


Nash Gesamtausgabe 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Nash Gesamtausgabe 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Finix Comics

Preis:
€ 22,80

ISBN 10:
3945270421

ISBN 13:
978-3945270424

96 Seiten

Nash Gesamtausgabe 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Action und Nostalgie
Negativ aufgefallen
  • wirre Story
  • mangelnde Motivation der Charaktere
  • viele Klischees
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 17.05.2017
Kategorie: Alben
«« Die vorhergehende Rezension
Julie Wood Gesamtausgabe 1
Die nächste Rezension »»
Die Saga von Atlas und Axis Buch 2
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.