SplashpagesSplashbooksSplashcomicsSplashgamesComicforumImpressumEntertainweb


In der Datenbank befinden sich derzeit 14.061 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste Gesammelte Leseproben

Comic-Besprechung - Black Canary 2: Punkrock, Ninjas und Dämonen

Geschichten:
Black Canary 2: Punkrock, Ninjas und Dämonen (Black Canary 8-12)
Autor: Brenden Fletcher, Matthew Rosenberg, Zeichner: Moritat, Sandy Jarrell, Annie Wu, Inker: Wayne Faucher, Colorist: Lee Loughridge


Story:
Dinah Lance, die ihre Karriere als Superheldin an den Nagel hängte, um als Musikerin erfolgreich zu sein, ist in den Händen eines Ninja-Kults. Ihre Band gerät in eine Falle offenbar dämonischer Mächte und alle wollen etwas, was eng mit der Vergangenheit von Dinah verknüpft ist. Nur kann sie sich nicht daran erinnern.


Meinung:
Nanu? Es gibt einen zweiten Band? Das überrascht. Schließlich war der erste Teil schon in sich abgeschlossen. Die Punk-Band Black Canary ist am Ende, der außerirdische Gegner besiegt, alle offenen Fragen geklärt und die Titelheldin die gar nicht unter ihrem Nom de Guerre auftritt erfährt was über ihre Vergangenheit. Eigentlich ist schon alles gesagt und das Experiment Superheldenaction mit Independenteinflüssen zu verbinden hat ein interessantes Ergebnis erbracht.

So ist man schon fast erstaunt über eine Fortsetzung da doch alles sehr rund zu sein schien. Was auch das Problem dieser zweiten Ausgabe ist. Denn sie wirkt wie ein Anhängsel, welches sich noch schnell an die Rockzipfel hängt und nicht die ganze Strecke alleine laufen kann. Dieses kann vor allem daran festgestellt werden da nur noch indirekt Bezüge auf den Start genommen werden. Die Band in der Konstellation vom Beginn existiert nicht mehr. Doch wird sie gebeten ein letztes Konzert zu geben, während die Sängerin Dinah Lance verschwunden ist. Ihre vermeintliche Tante ist aufgetaucht und bringt sie zu einer östlich geprägten Kampfschule welche von Black Canary erzwingen will eine geheime Schlagtechnik zu offenbaren, welche nur der Mutter der Heldin bekannt war. Echt jetzt? Die Motivation von Schurken ist oftmals rudimentär bis lächerlich und man kann diese Naivität kaum glauben. Zum Glück steckt mehr dahinter als man es zu Beginn noch ahnt. Aber logisch ist die ganze Sache nicht. Denn wie soll Dinah um den Schlag wissen, wenn sie ihre Mutter das letzte Mal als Kind gesehen hat und sie eigentlich gar nicht kannte? Unwillkürlich will man sich beim Lesen die Hand gegen die Stirn klatschen. Oder soll es ein Scherz sein?

Auch wenn es hier vorrangig um Black Canarys Vergangenheit geht die selbst etwas darüber erfahren will, so ist doch eine gehörige Portion Ironie vorhanden. Dafür spricht allein schon die Kombination aus fernöstlicher Mystik und Punkrock. Was eine etwas gewagte und merkwürdige Mischung ist und wie Kontinente Amerikas und Asiens auseinander zu driften lassen droht. Aber die Lektüre macht durchaus Spaß da vertraute, sprich klischeehafte Wege, teils verlassen werden. Gerade dieser Aspekt macht diese Mini-Serie zu etwas besonderen. Superheldenklischees werden vermieden und auch das beliebte Thema der Vergangenheit einer Heldin oder eines Helden die neu beleuchtet werden, bekommt hier neue Aspekte verliehen. Insofern werden bekannte Elemente genutzt, um unterlaufen zu werden.

Traditionalisten werden damit ihre Schwierigkeiten haben. Aber die können besonders durch das Team-Up mit Batgirl beruhigt werden. Hier wird nicht nur viel Action geboten, sondern es ist auch sehr lustig geworden. Insofern ist das Finale sehr überraschend geworden und verstärkt noch den Eindruck das hier klassische Superheldenklischees mit Independentproduktionen vor allem im Zuge von Scott Pilgrim vermischt werden, nachdem der Autor eine Nacht mit sämtlichen Filmen von Bruce Lee verbracht hatte und dabei einschlägige Gräser rauchte.



Fazit:
Superheldenklischees werden hier gekonnt unterlaufen, wobei der wilde Mix aus Genres und Einflüssen manche befremden dürfte. Interessant und lustig, kann man die unlogischen Aspekte auch als Ironie werten.


Black Canary 2: Punkrock, Ninjas und Dämonen - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Black Canary 2: Punkrock, Ninjas und Dämonen

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3741600717

ISBN 13:
978-3741600715

116 Seiten

Black Canary 2: Punkrock, Ninjas und Dämonen bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Unterwanderung von Klischees
  • wilder Ritt durch Genres
  • Humor und Action
Negativ aufgefallen
  • nicht alles logisch
  • keine große Eigenständigkeit
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 29.04.2017
Kategorie: Hefte
«« Die vorhergehende Rezension
Attack on Titan 18
Die nächste Rezension »»
I am a Hero 18
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.