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Comic-Besprechung - Secret Wars #5

Geschichten:
Secret Wars 5 (Secret Wars 5, Secret Wars Journal 3/II)
Autor: Jonathan Hickman, Scott Auckerman Illustrationen: Esad Ribic, R.B. Silva Colorist: Ive Svorcina, Guru-eFX Übersetzung: Michael Strittmaier

Story:

Stephen Strange ist tot. Und Gott Doom muss mit den Konsequenzen seiner Tat leben. Was bedeutet dies für Battleworld?



Meinung:

Die letzte Ausgabe von "Secret Wars" endete mit einem Schock. Jonathan Hickman und Esad Ribic ließen Dr. Doom, den Gott und Herrscher von Battleworld seinen getreuen Sheriff Stephen Strange töten, nachdem dieser die Flüchtlinge der früheren Welt vor dem Zugriff des Herrschers von Battleworld entzog. Und jetzt liegt die Nummer 5 der Serie vor.

Stephen Strange ist tot. Niemand weiß, dass es Doom selbst war, der seinen einstigen Weggefährten getötet hat. Nachdenklich besucht er schließlich die Quelle der Existenz von Battleworld. Es handelt sich um niemand anderen als Owen Reece, den Molecule Man.

Ausgabe #5 markiert die Halbzeit der "Secret Wars"-Reihe. Nur noch vier Nummern, und dann ist der Event vorbei. Für Jonathan Hickman die perfekte Angelegenheit, um innezuhalten und dabei einige Geheimnisse zu enthüllen.

Doch zunächst einmal ist da der Umgang Dooms mit dem Tod seines Freundes. Es wirkt schon fast schizophren, wie der Gott von Battleworld damit umgeht. Einerseits trauert er öffentlich um ihn. Doch andererseits lenkt er den Blick der Ermittelnden, darunter auch seiner Adoptivtochter Valeria, auf die Flüchtlinge der früheren Welt. Es wirkt fast so, als ob er die Tatsache, dass er derjenige war, der an dem Tod schuldig ist, tief in seinem Inneren verschlossen hat. Und es so schnell auch nicht mehr nach außen dringen lassen wird.

Das zeigt sich ebenfalls in der Diskussion mit Owen Reece, dem Molecule Man. Hier tritt die Gesamthandlung auf der Stelle und macht quasi Platz für eine umfangreiche Erklärung, wieso überhaupt die Battleworld entstehen konnte. Es ist ein erhellendes Stück Geschichte, dass viele Szenen, die man zuvor gelesen hatte, in einem deutlich anderen Licht dastehen lässt, als man es bislang vermutet hätte.

Allerdings zeigt sich hier ein Schwachpunkt der Serie. Denn um zu verstehen, was die diversen Szenen und Anspielungen bedeuten, muss man sich in dem Werk von Jonathan Hickman sehr gut auskennen. Ist dem nicht der Fall, wird man zwar das dargestellte interessant finden. Doch ist es einem nicht möglich, ihre wahre Bedeutung richtig zu erfassen.

Eine weitere Beobachtung ist, das Doom quasi blind für die Flüchtlinge der alten Welt ist. Sein Hass konzentriert sich einzig und allein auf Reed Richards. Doch dadurch kriegt er schon fast Scheuklappen und bemerkt nicht, dass einige der Flüchtigen quasi direkt vor seiner Nase sich aufhalten. Die neue Thor aus der 616-Realität zum Beispiel ist Teil der Ehrengarde an Thors zum Gedenken von Stephen Strange.

Allgemein hat diese Geschichte die Funktion eines Wendepunkts. Denn alles, was hiernach geschehen wird, dürfte mit dazu beitragen, dass das Ende von Gott Doom schnell herbei kommen wird.

Esaad Ribic zaubert wieder wunderbar leichtfüßige Szenen aufs Papier. Da diese Ausgabe kaum Action bietet, muss er überwiegend Talking Heads zeichnen. Doch auch das schafft er mit Bravour und Können.

Die zweite Story stammt aus der Feder von Scott Aukerman (Deadpool), der gemeinsam mit R. B. Silva (Action Comics, Spider-Man & The X-Men) arbeitet. Die Geschichte findet auf einer Welt statt, in der alle Menschen beim geringsten Anlass zur Wut zum Hulk werden. Dr. Leonard Samson versucht als Psychologe Hilfe zu leisten, auch wenn das nicht immer einfach ist.

Diese Story bietet jetzt nicht besonders viel gehaltvollen Inhalt. Im Vergleich zur vorherigen Geschichte plätschert sie vor sich hin. Scott Aukerman versucht das Szenario der Story humorvoll zu präsentieren. Doch der Funke will irgendwie nicht überspringen.

Dafür passen die Zeichnungen von R. B. Silva besser. Seine Illustrationen sind mehr cartoonlastig, nicht unähnlich Clayton Henry. Sie passen perfekt zu dem Ton der Geschichte, der humorig aber auch etwas melancholisch ist.

Am Ende ist diese Ausgabe "Ganz Nett", was aber vor allem an der schwachen zweiten Story liegt.



Fazit:

Das Lesevergnügen von "Secret Wars" #5 ist ein gemischtes. Einerseits tut es gut zu lesen, wie Jonathan Hickman Licht in die Entstehungsgeschichte von Battleworld bringt. Genauso ist ihm auch die Charakterisierung von Doctor Doom gelungen, der schon fast schizophren agiert. Doch um die Geschichte wirklich insgesamt zu verstehen, braucht man Vorwissen. Die zweite Geschichte, die aus dem Secret Wars Journal stammt, plätschert mehr vor sich hin. Der Funke will hier trotz der Illustrationen von R. B. Silva nicht überspringen.



Secret Wars #5 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Secret Wars #5

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 4,99

52 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Jede Menge Enthüllungen in Secret Wars
  • Verhalten von Doom
  • Zeichnungen von Esad Ribic
  • Zeichnungen von R. B. Silva
Negativ aufgefallen
  • Nur für die Leser verständlich, die sich mit Jonathan Hickmans Werk auskennen
  • Humor in der zweiten Story will nicht funktionieren
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Rezension vom: 02.08.2016
Kategorie: Secret Wars
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